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Neue Solidarität
Nr. 13-14, 26. März 2026

– Gastkommentar –

„Sterben kann ich überall!“

Von Dr. med. Johann Wilde

So herzhaft naiv äußerten sich zwei junge Burschen vom Bundesheer auf dem Titelblatt der Grazer Kleinen Zeitung am 4.1.2026. Sie haben sich für den Dienst mit der Waffe für das Vaterland entschieden. Mit tapferem Blick, im Herzen aber noch unsicher sind sie der allgegenwärtigen Kriegspropaganda eigentlich bereits erlegen…

„Nie wieder Krieg!“ ist out. Krieg wird uns wieder schmackhaft gemacht und wir sollen mittendrin sein und das auch noch selber wollen!

Worum geht es? In einen von außen angestifteten Bruderkrieg, der uns nichts, aber auch schon gar nichts angeht – es sei denn in punkto humanitärer Hilfestellung –, in diesen sollen wir eingebunden werden. Nicht nur wir. Ganz Europa soll vor den US-imperialistischen Streitwagen gespannt werden und Deutschland ganz vorneweg! Es geht nicht um die Verteidigung unserer Heimat Österreich sondern um die Durchsetzung von Weltherrschaftsansprüchen einer fremden Macht.

Dafür sollen wir unsere Neutralität opfern. Dafür sollen wir unsere Freiheit und Unabhängigkeit opfern. Und dafür sollen wir unsere jungen Männer (und vielleicht sogar auch jungen Frauen) opfern!

„Jeder Schuß ein Ruß!“ – „Bluat muaß runna!“ – „Gold gab ich für Eisen!“ – Und „Kriegsanleihe zeichnen!“ Erinnern Sie sich, solches schon mal gehört zu haben?

So fing man vor 112 Jahren unsere Großväter und Urgroßväter ein.

„Mi hams g’holt’n!“ („Mich haben sie behalten“ bei der Rekrutierung) riefen sie begeistert und sprangen mit blümchengeschmück­ter Uniformmütze auf den übervollen Zug nach Osten auf und: „Zu Weihnachten sind wir wieder zu Hause!“

Der Rest dürfte hinlänglich bekannt sein…. „Viel ist hingesunken uns zur Trauer und das Schöne zeigt die kleinste Dauer.“ (Doderer, Strudelhofstiege)

Ich klage an: die Medien, die sich wieder (wie schon bei Corona) kaufen und mißbrauchen lassen, diesmal um unsere Welt in den sicheren Abgrund zu stürzen!

Ich klage an:  die Politiker, die unsere Neutralität verächtlich machen, untergraben und immer wieder verraten, so lang bis Österreich wirklich seines Ansehens entblößt und vor aller Welt unglaubwürdig im Gleichschritt mitmarschiert zu den „Nackten und den Toten“.

Ich klage an: unsere Mitbürger, die in diesem Traumtaumel gedankenlos mitwanken, wieder nicht aufwachen, wieder nicht aufstehen, wieder nicht Widerstand leisten, solange es noch möglich ist!

Aufrüstung Europas um 800 Milliarden Euro Schulden, Anspannung, Kriegswirtschaft. Räder rollen (wieder) für den Sieg! Was wollt ihr: Butter oder Kanonen? Wollt ihr den totalen Krieg? 1918: 10 Millionen Tote. 1945: 50 Millionen Tote. Seit 1945 weltweit über 200 Kriege – und jetzt kommt Mitteleuropa dran! Am Ende nur Elend und Tod.

Habt ihr irgendetwas dazugelernt?

Ihr glaubt es nicht, daß sie wirklich Ernst machen?

Warum sollte uns Gott vor der Geißel des Krieges bewahren?

Wo wir seiner in der Öffentlichkeit unentwegt spotten!

Wo wir seit fünf Jahrzehnten die Kinder, die er uns schickt, ermorden!

Wo wir sündhaftestes Treiben zu unserem Lebensstil erklären!

Erinnern Sie sich noch, wie die österreichische Außenministerin Kneissl vor sieben Jahren zu ihrer Hochzeit den russischen Präsidenten Putin eingeladen und mit ihm getanzt hat?

Solch beste diplomatische Beziehungen wurden schrittweise zerstört und ein Feindbild aufgebaut, gegen das auch unser neutrales Österreich geschlossen mit zu Felde ziehen soll.

Kriegstreiber in allen Medien, Kriegstreiber in höchsten verantwortlichen politischen Funktionen, Kriegstreiber heute noch als Animatoren, morgen schon als Einpeitscher im einfachen Volk….

Leute, laßt euch nicht noch einmal verführen. Ihr Männer, jetzt gilt es, Männlichkeit zu beweisen. Wozu habt ihr von Gott euer Testosteron bekommen?

Vor wenigen Wochen (Ende November 2025) hat der oberste Militär der französischen Armee, General Fabian Mandon, vor hunderten Bürgermeistern Frankreichs unverblümt und ungeschminkt erklärt, die Gesellschaft müsse „wieder lernen, ihre Kinder im Krieg zu verlieren“. Und die gewählten Volksvertreter haben stumm genickt. Sie hätten wie ein Mann aufspringen und diesen höchsten Offizier niederbrüllen müssen: „Wir wollen keinen Krieg!

Leute, wir wollen keinen Krieg! Wir wollen keinen Krieg!! Wir wollen keinen Krieg!!!

Jetzt ist die Stunde, in der sich das Volk noch zu Wort melden kann und muß.

Wir wollen nicht untätig der Generalmobilmachung entgegenzittern. Wenn diese erst ausgerufen ist, unsere Söhne, Neffen und Großneffen (und vielleicht auch die Töchter und Nichten) in Uniformen gesteckt und ihnen ein Schießprügel in die Hand gedrückt wird, dann ist es zu spät.

Am 26. Oktober 2007 wurde der österreichische Wehrdienstverweigerer und damit Widerstandskämpfer Franz Jägerstätter, den die Nationalsozialisten ermordet hatten, im Linzer Mariendom in einer großen Festfeier als Märtyrer seliggesprochen! Als sein liturgischer Gedenktag wurde der 21. Mai festgelegt.

Die Treue zu seiner Gewissensüberzeugung, auf Grund des Liebesgebotes dürfe er nicht mit der Waffe kämpfen, das Bekenntnis zu Gewaltlosigkeit und Frieden, hat ihn sein irdisches Leben gekostet.

Ihn haben wir als Vorbild, dem wir nacheifern dürfen, ihn haben wir als Fürsprecher, den wir für uns und unsre Heimat anrufen dürfen, zu dessen Reliquien (Asche) wir hinpilgern dürfen.

Der Widerstand gegen Krieg muß in der Tat beginnen: Jetzt!!

Denn sterben kann ich überall…

(Dr. med. Johann Wilde ist Obmann der Plattform Ärzte für das Leben in Wien,
in deren Mitteilungsblatt dieser Beitrag im Januar 2026 ursprünglich veröffentlicht wurde.)

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