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Von Diane Sare
Nur wenige Tage vor dem 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung und der Verleihung der Liberty Medal des National Constitution Center an Papst Leo XIV. am 3. Juli in Philadelphia veröffentlichte Diane Sare, unabhängige Kandidatin für die US-Präsidentschaft, die folgende Erklärung. Darin verknüpft sie die Enzyklika des ersten amerikanischen Papstes, Magnifica Humanitas, mit dem anti-kolonialen „Geist von 1776“. Ihre Erklärung folgt in voller Länge.
Diese Botschaft richtet sich an alle Amerikanerinnen und Amerikaner, ungeachtet ihrer religiösen Überzeugung. Ich schreibe Ihnen als Kandidatin für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika und als amerikanische Bürgerin, die unter der Entwicklung unserer Nation in den letzten Jahrzehnten gelitten hat. Diese Entwicklung verkörperte genau die Politik des Britischen Imperiums, das wir vor 250 Jahren für die gesamte Menschheit zu besiegen beabsichtigt hatten. Ob die Menschheit den von General MacArthur 1945 prophezeiten nuklearen Untergang abwenden kann, hängt maßgeblich von den heutigen Handlungen unserer Nation und davon ab, ob wir den anti-kolonialen „Geist von 1776“ wiederbeleben können. Dieser Geist inspirierte Menschen auf der ganzen Welt und schuf das Potential für die Befreiung der Menschheit aus Unterdrückung und Dunkelheit.
Am 4. Juli 1821 hielt der damalige US-Außenminister John Quincy Adams eine bemerkenswerte Ansprache vor dem Kongreß, in der er die Unabhängigkeitserklärung vollständig verlas. Er begann mit einer scharfen Polemik gegen die mörderische Barbarei des britischen Imperiums, die „im Namen des sanftmütigen und demütigen Jesus“ ausgeführt wurde. Adams schrieb, die Briten „hatten von einer kleinen Insel im Atlantik aus ihre Herrschaft über beträchtliche Teile eines jeden Viertels des Globus ausgedehnt… In den Theorien von Krone und Mitra hatte der Mensch keine Rechte. Weder der Körper noch die Seele des Individuums gehörten ihm selbst.“
Was könnte weiter von der Botschaft Jesu Christi entfernt sein, als Menschen auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen, die sich weigern, das willkürliche Recht eines Königs anzuerkennen, über seine Untertanen zu herrschen? Was könnte weiter von der Botschaft Jesu Christi entfernt sein als die völkermörderische Ideologie von Pfarrer Thomas Malthus und seiner Britischen Ostindien-Kompanie, die den Hungertod von achtzig Millionen Menschen in Indien verursachte?
Die amerikanischen Kolonisten erklärten ihre Unabhängigkeit von jenem System und jener Ideologie. Sie bestanden darauf, daß es Prinzipien der Wahrheit oder der Naturgesetze gibt, die jede legitime Regierung aufrechterhalten müsse. Stellen Sie sich vor, wie diese Worte für die Könige und Hohepriester der Alten Welt geklungen haben müssen: „Wir erklären diese Wahrheiten für selbstverständlich: daß alle Menschen gleich geschaffen sind und von ihrem Schöpfer mit bestimmten unveräußerlichen Rechten ausgestattet wurden…“
Meine amerikanischen Mitbürger, bedenken Sie, wie weit wir davon entfernt sind, die Prinzipien unserer Revolution aufrechtzuerhalten. „Macht geht vor Recht“ (oder „Frieden durch Stärke“) ist in jeder Hinsicht unvereinbar mit der Vorstellung, daß alle Menschen gleich geschaffen sind. Diese häßliche Sichtweise behauptet, daß diejenigen mit mehr Macht, mehr Geld und mehr Einfluß das Schicksal derer bestimmen werden, die weniger haben. Nun haben die Epstein-Akten denen, die es leugnen wollten, offenbart, daß diese Geldelite glaubt, die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft seien lediglich Spielzeuge der Stärkeren, die zum Vergnügen benutzt und dann weggeworfen werden.
Deshalb war der Kongreß der Vereinigten Staaten von Amerika trotz der Berge von Beweisen für abscheuliche Kriegsverbrechen, die Israel gegen das palästinensische Volk begangen hat, nicht in der Lage, Maßnahmen zu ergreifen, um das Massaker zu stoppen. Stattdessen ist er mitschuldig am Völkermord geworden.
Deshalb sind Senatoren wie Lindsey Graham und Chuck Schumer nur allzu glücklich, den Ukraine-Rußland-Krieg immer weiter eskalieren zu sehen, bis kein ukrainischer Soldat mehr zum Kämpfen übrig ist. Diese Senatoren verdienen Geld an den Todesfällen von Hunderttausenden Menschen, und sind stolz darauf.
Anläßlich des 250. Jahrestags unserer Unabhängigkeitserklärung scheint unsere Nation eine neue Stufe der Verdorbenheit erreicht zu haben, die sich unsere Gründerväter nicht hätten vorstellen können.
In diesem dunklen Moment, als die Welt sich fragte, ob noch etwas Gutes aus den Vereinigten Staaten kommen könne, wurde im Vatikan ein neuer Papst gewählt: Leo XIV., ein Amerikaner – der erste amerikanische Papst in der Geschichte.
Papst Leo XIV. hat die Enzyklika Magnifica Humanitas verfaßt, die viel mehr im Einklang mit den Prinzipien der Unabhängigkeitserklärung und der US-Verfassung steht als alle Äußerungen des aktuellen Präsidenten, des vorherigen Präsidenten oder irgendeines anderen Präsidenten der Vereinigten Staaten in den letzten sechs Jahrzehnten. Darin heißt es: „Jede Generation erbt die Aufgabe, ihre eigene Ära zu gestalten, die Geschichte zu einem Ort zu führen, an dem die Würde jedes Menschen geschützt, Gerechtigkeit gefördert und Brüderlichkeit ermöglicht wird.“
Ähneln diese Worte nicht der Präambel der Verfassung der Vereinigten Staaten?
Am 3. Juli wird Papst Leo XIV. die 38. jährliche Liberty Medal des National Constitution Center überreicht. Aus dem Vatikan wird er per Video zu Tausenden von Amerikanern sprechen, die in Philadelphia zu diesem Anlaß und zum 250. Jahrestag des Versprechens unserer Nation, die unveräußerlichen Rechte der gesamten Menschheit aufrechtzuerhalten, versammelt sind. Ich bezweifle nicht, daß seine Bemerkungen die Absicht jener Gründerväter einfangen werden, die alles für das Wohl „von uns und unseren Nachkommen“ opferten.
Eine Rückbesinnung auf jene Wahrheiten, auf denen unsere Nation gegründet wurde – das unveräußerliche Recht jedes Menschen auf „Leben, Freiheit und das Streben nach Glück“ – wird es uns ermöglichen, jede Politik der letzten 60 Jahre rückgängig zu machen, die wir toleriert haben.
Bei einer vorgezogenen Zeremonie im Vatikan, bei der der Papst die Freiheitsmedaille persönlich entgegennahm, sagte er:
„Ich möchte nur an die Worte erinnern, die vor 250 Jahren in Philadelphia in der Unabhängigkeitserklärung von den Gründungsvätern der Nation unterzeichnet wurden. Sie sagten: ‚Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich‘, und zwar, daß alle Menschen Grundrechte von unserem Schöpfer erhalten haben. Diese umfassen Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit.
Mögen diese Werte uns alle in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt weiterhin inspirieren. Hoffentlich können wir gemeinsam daran arbeiten, daß diese Freiheiten tatsächlich Teil des Lebens aller Menschen überall werden.“
Um dies zu verwirklichen, benötigen wir auch realwirtschaftliche politische Maßnahmen, die es den Menschen erlauben, in Frieden und Sicherheit zu leben. Deshalb kandidiere ich für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten, auf der Grundlage des Programms des verstorbenen amerikanischen Genies Lyndon LaRouche.
Wir hatten lange keinen Präsidenten mehr, der diese Angelegenheiten versteht, aber jetzt haben wir einen amerikanischen Papst, der es tut.
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