Produktive Kreditschöpfung 
  Neues Bretton Woods
  Glass-Steagall
  Physische Wirtschaft
  Kernenergie
  Eurasische Landbrücke
  Transrapid
  Inflation
  Terror - Cui bono?
  Südwestasienkrise
  11. September und danach
  Letzte Woche
  Aktuelle Ausgabe
  Ausgabe Nr. ...
  Heureka!
  Das Beste von Eulenspiegel
  Erziehungs-Reihe
  PC-Spiele & Gewalt 
  Diskussionsforum
  Wirtschaftsgrafiken
  Animierte Grafiken
Folgen Sie uns auf
acebook
Neue Solidarität
Nr. 29-30, 16. Juli 2026

NATO verschärft den Kurs gegen Rußland und Iran

Der NATO-Gipfel in Ankara beschloß neue Milliardenausgaben für Aufrüstung und für die Ukraine – und drohte dem Iran.

Der NATO-Gipfel in Ankara vom 7.-8. Juli brachte eine Erklärung für eine Verschärfung der Konfrontation hervor, und innerhalb weniger Stunden gab es einen ersten „Live-Test“ dieser Erklärung, als die Vereinigten Staaten ihre Angriffe auf den Iran wieder aufnahmen.

In der Erklärung wird der NATO-Beistandsartikel 5 bekräftigt und es werden „neue Beschaffungen im Wert von mehr als 50 Milliarden Dollar“ im Rahmen der Haager Ausgabenzusage des Bündnisses angekündigt. Der Ukraine werden für 2026 Waffen, Hilfe und Ausbildung im Wert von 70 Milliarden Euro zugesagt und für 2027 mindestens gleichwertige Summen versprochen. Außerdem heißt es, der Iran dürfe „niemals über eine Atomwaffe verfügen“, und der Iran wird aufgefordert, „die Freiheit der Schiffahrt in der Straße von Hormus uneingeschränkt zu respektieren“.

Generalsekretär Mark Rutte ging bei der abschließenden Pressekonferenz in seiner Antwort auf die Frage, was die NATO tun würde, falls die Gespräche zwischen den USA und dem Iran scheitern, noch darüber hinaus: „Der Iran liegt außerhalb des NATO-Gebiets, aber das bedeutet nicht, daß die NATO niemals eingreifen könnte… Die NATO ist immer bereit, eine Rolle zu übernehmen“ – eine unmißverständliche Öffnung hin zu Maßnahmen des Bündnisses gegen den Iran.

Der fragile Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran zerbrach an der wirtschaftlichen Nahtstelle: Noch während des NATO-Gipfels hat das US-Finanzministerium nach kaum zwei Wochen am 7. Juli (mit einer zehntägigen Übergangsfrist) die Ausnahmegenehmigung von US-Sanktionen gegen iranische Ölexporte und damit verbundene Bank-, Versicherungs- und Schifffahrtsdienstleistungen, „General License X“, wieder aufgehoben. Diese Ausnahmelizenz war ein zentraler Bestandteil der im Juni in Islamabad ausgearbeiteten Absichtserklärung gewesen, die eine Einstellung der Kämpfe für 60 Tage vorsah, wenn der Iran im Gegenzug die sichere Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus garantiert.

Washington zog die Regelung zurück, nachdem die iranischen Revolutionsgarden drei Tanker in der Meerenge angegriffen hatten (darunter Berichten zufolge ein LNG-Tanker aus Katar), weil sie sich nicht bei den iranischen Stellen angemeldet hatten. Ein US-Beamter erklärte, die Absichtserklärung sei „vollständig leistungsabhängig“ und der Iran werde „nur dann Vorteile genießen, wenn er sich gut verhält“.

Wenige Stunden später erklärte US-Präsident Donald Trump persönlich dann den Waffenstillstand für beendet. Die US-Streitkräfte nahmen die Bombardements wieder auf, und der Iran antwortete mit einem Raketenangriff auf das Hauptquartier der 5. US-Flotte in Bahrain. Der Ölpreis schoß in die Höhe, Brent stieg um mehr als fünf Prozent auf fast 80 Dollar pro Barrel.

In der Nacht griffen US-Streitkräfte rund 90 Ziele im Iran an, die sie als militärische Ziele beschrieben. Nach Angaben iranischer Behörden handelte es sich jedoch unter anderem um Hafenanlagen in Bandar Abbas und eine Eisenbahnbrücke in Golestan, durch deren Beschädigung die Strecke Teheran-Maschad unterbrochen wurde, als sich gerade der Trauerzug für den ermordeten Staatsführer Ali Chamenei auf den Weg zur Beisetzung machte.

Das iranische Gesundheitsministerium bezifferte die Opferzahl der letzten zwei Tage auf 14 Tote und 78 Verletzte; die Revolutionsgarden kündigten Vergeltungsschläge gegen US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain an. Teheran erklärte, die USA hätten gegen Klausel 5 des Islamabad-Memorandums vom 17. Juni verstoßen, und schwor, seine Souveränität „entschlossen zu verteidigen“.

eir

Ein großes Dankeschön an unsere Leser

Liebe Leserinnen und Leser, dank Ihrer freundlichen Resonanz auf unseren Aufruf zur finanziellen Unterstützung ist es uns gelungen, das Jahr finanziell zu über­stehen, auch wenn wir leider im vergange­nen Sommer dazu gezwungen waren, die Erscheinungsweise der Neuen Solidarität von bisher acht Seiten wöchentlich auf zwölf Seiten alle zwei Wochen umzu­stellen.

Ihre Hilfe zeigt uns, daß Sie unsere ein­zig­artige Fähigkeit schätzen, strategisch zu denken und sozusagen „im Voraus“ die entscheidenden Dynamiken des Welt­geschehens zu erkennen. Freuen wir uns über die Fortschritte, die unsere Ideen gemacht haben, und freuen wir uns auf weitere Fortschritte in den kommenden Monaten!

Nutzen Sie unsere Zeitung als ein Instrument, dies zu erreichen! Helfen Sie uns, neue Leser zu finden, und empfehlen Sie unsere Zeitung weiter. Für die aktuellen Meldungen empfehlen wir als Ergänzung unsere täglich erscheinen­den E.I.R. Nachrichten, die den Abonnenten per E-Mail zugestellt werden. Neukunden können sie 10 Tage lang kostenlos und unverbindlich testen, siehe https://www.eir.de/abo/dadabo/.

Man kann Abonnements auch verschenken. Manche unserer Leser haben Mehrfach-Abon­nements, damit Sie die Zeitung an Interes­sierte weitergeben können. Und natürlich können Sie uns auch weiterhin mit Förder­abonnements und Förderbeiträgen helfen.

Kontaktieren Sie uns direkt, um eine Rechnung anzufordern (Telefon: ++49 +61173650),
oder senden Sie Ihren Beitrag per Banküberweisung an:

E.I.R. GmbH, Verwendungszweck: Unterstützung für die Neue Solidarität
Postbank Frankfurt IBAN: DE93 5001 0060 0330 0216 07
Paypal: buchhaltung@eir.de