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Am Dienstag, dem 30. Juni, hat Wolfgang Lillge (Chefredakteur des Wissenschaftsmagazins Fusion und Landesvorsitzender der BüSo Berlin) beim NachDenkSeiten-Gesprächskreis Berlin-Charlottenburg einen inspirierenden Vortrag über Kernkraft und Kernfusion gehalten. Wir waren von dieser lokalen Gruppe mit vielen Alt-68ern, die mit den alternativen „Nachdenkseiten“ zusammenarbeitet, schon vor einigen Monaten dazu eingeladen worden.
Es waren 32 Zuhörer gekommen, von denen uns einige schon vor dem Vortrag sagten, wie wichtig sie dieses Thema fänden und sehr gespannt seien, zu hören, was wir zu sagen haben. Während des Vortrags und der Diskussion wurde es immer klarer, daß die zentrale Frage der Optimismus ist und das eigene, individuelle Selbstverständnis, sich für die notwendigen politischen Veränderungen einzusetzen.
Lillge stellte anhand mehrerer Graphiken dar, wie sich der Umgang des Menschen mit Energie vom einfachen Holzfeuer, über die Holzkohle, die Kohle, das Erdöl bis hin zur Kernenergie und bald der Kernfusion verändert und wie sich entsprechend die relative potentielle Bevölkerungsdichte erhöht hat. Er stellte gleich zu Anfang die Frage, was eigentlich den Menschen vom Tier unterscheidet und warum der Mensch als kreatives Wesen anders als die Tiere unendlichen Fortschritt erreichen kann.
Daß er mit diesen grundlegenden Fragen die Phantasie der Zuhörer angeregt hat, wurde in der Diskussion deutlich, wo vielfach großer Optimismus über die wirtschaftliche und politische Entwicklung im Globalen Süden ausgedrückt wurde, die auch und vor allem durch den Bau von vielen neuen Kraftwerken vorangetrieben wird.
Zwei Zuhörer lobten ausdrücklich die BüSo und die internationale LaRouche-Bewegung für ihren jahrzehntelangen Einsatz für konkrete Lösungen der weltweiten Krisen. Eine Teilnehmerin hob unseren Ansatz „Frieden durch Entwicklung“ hervor, ein anderer Teilnehmer wies darauf hin, daß die LaRouche-Bewegung die Neue Seidenstraße inspiriert habe und freute sich sehr, daß diese nun realisiert würde.
Leider haben einige Anhänger der Nachdenkseiten und auch die internationale Friedensbewegung ein großes Pessimismusproblem, was sich bei der Veranstaltung in etlichen mäkelnden Beiträgen ausdrückte – die Kernkraft sei gefährlich, die Kernfusion werde nie realisiert, wer brauche überhaupt so viel Energie, die Raumfahrt helfe den Armen nicht etc.
Doch es gelang, auch mit Hilfe vieler positiver Beiträge aus dem Publikum, die Dynamik der Diskussion insgesamt optimistisch und lösungsorientiert zu halten. Beispielsweise verglich eine Teilnehmerin den aktuellen Widerstand gegen Kernkraft und Kernfusion mit dem Widerstand, der sich anfangs gegen den Bau der „so gefährlichen“ Eisenbahn richtete. Und jemand anderes hielt ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, daß wir uns wieder trauen müßten, Visionen zu haben. Lösungsvorschläge, die die LaRouche-Bewegung vertrete, seien eine ganz deutliche Friedensvision.
In seinem Schlußwort sagte Lillge, viel zu viele Leute hätten die Tendenz, alles nur zu analysieren, anstatt sich für Lösungen einzusetzen, so zum Beispiel für den Oasenplan, der für die gesamte Nahostregion Frieden durch Entwicklung bringen könnte.
Wer auch einen Vortrag zu dieser Thematik organisieren möchte, kann sich gern an uns wenden: Kontakt: berlin@bueso.de
Wolfgang Lillge, Jonathan Thron
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