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Von Rostam Adabinia
Rostam Adabinia ist Geschäftsträger der Iranischen Botschaft in Mexiko. Im EIR-Krisenforum am 31. Juli 2026 sagte er folgendes. (Übersetzung aus dem Spanischen.)
Ich möchte dem Schiller-Institut für diese Gelegenheit zum Gedankenaustausch danken, über die Verantwortung der Industrieländer, die ausgewogene Entwicklung der Entwicklungsländer zu unterstützen, um gefährliche Migration zu verhindern.
Wenn die Industrieländer für Frieden, Stabilität und den Ausbau des globalen Handels eintreten, müssen sie in gefährdete Länder investieren und dazu beitragen, die Lebensbedingungen ihrer Bewohner zu verbessern.
In einer zunehmend vernetzten Welt bleiben wirtschaftliche Ungleichheiten zwischen Industrieländern und Entwicklungsländern eine der Hauptursachen für gefährliche Migration. Millionen von Menschen sind gezwungen, ihre Heimat zu verlassen – nicht aus freien Stücken, sondern aufgrund fehlender Perspektiven, Armut und Instabilität. In diesem Zusammenhang tragen die Industrieländer eine zentrale Verantwortung für die Förderung einer ausgewogeneren globalen Entwicklung.
Entwicklungshilfe sollte sich nicht auf finanzielle Unterstützung beschränken. Es ist unerläßlich, den Technologietransfer, nachhaltige Investitionen, den Zugang zu Bildung und die Schaffung menschenwürdiger Arbeitsplätze in Entwicklungsländern zu fördern. Diese Maßnahmen tragen zur Stärkung der lokalen Wirtschaft bei und bieten echte Alternativen zur erzwungenen Migration.
Ebenso muß die internationale Handelspolitik gerechter und inklusiver gestaltet werden. Allzu oft behindern Handelsbarrieren und unfaire Praktiken das Wachstum aufstrebender Volkswirtschaften. Ein gerechteres System würde erheblich dazu beitragen, Entwicklungsunterschiede zu verringern.
Gefährliche Migration zu verhindern bedeutet nicht, die Bewegungsfreiheit von Menschen einzuschränken, sondern vielmehr, ihre Ursachen zu bekämpfen. Wenn Menschen in ihren Herkunftsländern menschenwürdige Lebensbedingungen vorfinden, ist Migration keine verzweifelte Notwendigkeit mehr, sondern wird zu einer Entscheidung.
Zusammenfassend läßt sich sagen, daß die Industrieländer nicht nur die Fähigkeit, sondern auch die ethische Verantwortung haben, zu einer ausgewogenen globalen Entwicklung beizutragen. Dieses Engagement kommt nicht nur den Entwicklungsländern zugute, sondern fördert auch Stabilität, Sicherheit und Wohlergehen weltweit.
Wenn ein wohlhabender Mensch seinen Reichtum genießen möchte, muß er auch seinem armen Nachbarn helfen, dessen soziale Lage zu verbessern.
Der Reichtum und der Seelenfrieden meines Nachbarn tragen zum Reichtum und Seelenfrieden in meinem eigenen Leben bei.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
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