Produktive Kreditschöpfung 
  Neues Bretton Woods
  Glass-Steagall
  Physische Wirtschaft
  Kernenergie
  Eurasische Landbrücke
  Transrapid
  Inflation
  Terror - Cui bono?
  Südwestasienkrise
  11. September und danach
  Letzte Woche
  Aktuelle Ausgabe
  Ausgabe Nr. ...
  Heureka!
  Das Beste von Eulenspiegel
  Erziehungs-Reihe
  PC-Spiele & Gewalt 
  Diskussionsforum
  Wirtschaftsgrafiken
  Animierte Grafiken
Folgen Sie uns auf
acebook
Neue Solidarität
Nr. 35-36, 27. August 2026

Der freie Fall der deutschen Wirtschaft muß gestoppt werden!

Deutschland muß vor dem Ausverkauf gerettet werden!

Einladung zum Online-Krisenforum des Schiller-Instituts am 1. September

Täglich überschlagen sich die Nachrichten: Werkschließungen, Verlust von Arbeitsplätzen im sechsstelligen Bereich, wirtschaftliche Verödung ganzer Regionen, Zerfall der Infrastruktur, Bildungsmisere, Sozialabbau vom Gesundheitssektor bis zur Familienpolitik und Rente. Vor unseren Augen wird gerade so ziemlich alles demontiert, was wir in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut hatten! Wenn wir verhindern wollen, daß unser Land in der kommenden Zeit von sozialer Zerrüttung und Spannungen destabilisiert wird, müssen wir dringend eine neue Zukunftsperspektive erkennbar machen.

Dabei ist es absolut möglich, das Ruder herumzureißen. Die geopolitischen Veränderungen erfordern eine Neuorientierung: Wenn Amerika wiederholt die Grundlagen der Partnerschaft in Frage stellt – Zollkrieg und Grönland seien hier nur stellvertretend erwähnt –, wenn die EU-Politik des „Green Deal“ und einer geopolitisch motivierten Außenpolitik uns von einer Wachstumsperspektive abschneiden, dann müssen wir unsere Interessen neu definieren.

Die gigantischen Aufrüstungsprogramme, die mit sogenannten Sondervermögen finanziert werden, tragen nichts zur wirklichen Wertschöpfung bei, außer bei den Spekulationsgewinnen sogenannter Investoren. In Wirklichkeit ist die Militarisierung eine Wette mit dem Teufel, an deren Ende die Existenz Deutschlands der Einsatz ist.

Die strategische Landkarte hat sich verändert: Die Staaten des Globalen Südens sind entschlossen, 500 Jahre Kolonialzeit hinter sich zu lassen, und haben damit begonnen, vor allem durch die Kooperation mit China die Wertschöpfungskette in ihren eigenen Ländern aufzubauen, mit der Perspektive, in naher Zukunft Nationen mit mittlerem Einkommen zu werden. Damit erschließen sich für exportorientierte Länder wie die Bundesrepublik Deutschland expandierende Märkte mit großem Wachstumspotential.

Die Zusammenarbeit mit den BRICS-Staaten liegt im natürlichen Eigeninteresse Europas. Die Kooperation mit den Staaten von ASEAN, CELAC, der SCO, der EAEU, der AU und weiteren Organisationen des Globalen Südens wird von diesen Institutionen gewünscht und eröffnet den Zugang zu den Märkten von 85 Prozent der Weltbevölkerung.

Ohne die Zusammenarbeit mit China würden wir uns von allen Zukunftstechnologien abschneiden. Laut dem australischen ASPI (Australian Strategic Policy Institute) liegt China nach dem aktuellsten ASPI Critical Technology Tracker (Datenjahr 2025) bei 69 von 74 untersuchten kritischen Technologien weltweit auf Platz 1. Das sind rund 93% der erfaßten Bereiche.

Wenn Deutschland, das einmal als das Volk der Denker, Dichter und Erfinder galt, wieder im internationalen Wettbewerb aufholen will, müssen wir Zukunftsbereiche wie Raumfahrt und Fusionstechnologie priorisieren. Um Investitionslücken zu schließen, brauchen wir eine erhebliche Aufstockung der ESA-Beiträge, eine Stärkung des nationalen Raumfahrtprogramms, wie z.B. des European Launcher Challenge (ELC), Investitionen in die Serienfertigung; Europa braucht einen unabhängigen Zugang zum All, und die Satellitensysteme Galileo und Copernicus müssen resilienter gemacht werden.

Im Bereich Fusionsforschung ist Deutschland mit den drei nationalen „Fusionshubs“ – dem Stellarator-Konzept in Greifswald, dem Laserfusions-Modell in Biblis und dem Tritium-Brennstoffkreislauf-Modell in Karlsruhe – im Prinzip gut aufgestellt, aber der „Aktionsplan Fusion“ der Bundesregierung sollte massiv aufgestockt und die Zusammenarbeit mit Industrie und innovativen Startups massiv ausgebaut werden.

Deutschland braucht dringend eine Renaissance des Humboldtschen Erziehungsmodells. Die aktuellen PISA-Ergebnisse zeigen, daß Deutschland im internationalen Wettbewerb abgehängt wird – rund ein Viertel der 15-Jährigen erreicht nicht einmal die Mindeststandards in Kernkompetenzen. Gefördert werden müssen frühkindliche Bildung und Sprachförderung, Überwindung des Lehrkräftemangels und deren Weiterbildung gemäß des Humboldtschen Bildungsideals. Die Bildungsungerechtigkeit muß aktiv bekämpft werden.

Anstatt die Eskalationsspirale mit Rußland bis zum Punkt ohne Wiederkehr zu steigern, müssen wir die Diplomatie und Kooperation mit Rußland wiederherstellen - einem Land mit elf Zeitzonen, das auf seinem riesigen, nur teilweise erschlossenen Territorium über alle Elemente des Periodensystems verfügt –, was uns Zugang zu Rohstoffen und billiger Energie ermöglichen würde.

Anstatt Frontex gegen Flüchtlinge einzusetzen, sollten wir auf Papst Leo XIV. hören und dafür sorgen, daß in den Herkunftsländern der Flüchtlinge Bedingungen geschaffen werden, damit sie in ihrer Heimat bleiben können. Das heißt, wir sollten uns gemeinsam mit China und anderen Nationen an Joint Ventures bei der Industrialisierung Afrikas, den ärmeren Teilen Asiens und Lateinamerikas beteiligen. Afrika z.B. wird 2050 ein Kontinent mit 2,5 Milliarden Menschen mit einem Durchschnittsalter von ca. 20 Jahren sein (Deutschland 47 Jahre). Das heißt, wir müssen Afrika helfen, in den nächsten 24 Jahren rund eine Milliarde neuer produktiver Arbeitsplätze zu schaffen.

Weitere Informationen zum Ablauf, zu den Rednern und zur Teilnahme finden Sie auf der Inernetseite des Schiller-Instituts.

Ein großes Dankeschön an unsere Leser

Liebe Leserinnen und Leser, dank Ihrer freundlichen Resonanz auf unseren Aufruf zur finanziellen Unterstützung ist es uns gelungen, das Jahr finanziell zu über­stehen, auch wenn wir leider im vergange­nen Sommer dazu gezwungen waren, die Erscheinungsweise der Neuen Solidarität von bisher acht Seiten wöchentlich auf zwölf Seiten alle zwei Wochen umzu­stellen.

Ihre Hilfe zeigt uns, daß Sie unsere ein­zig­artige Fähigkeit schätzen, strategisch zu denken und sozusagen „im Voraus“ die entscheidenden Dynamiken des Welt­geschehens zu erkennen.

Freuen wir uns über die Fortschritte, die unsere Ideen gemacht haben, und freuen wir uns auf weitere Fortschritte in den kommenden Monaten!

Nutzen Sie unsere Zeitung als ein Instrument, dies zu erreichen! Helfen Sie uns, neue Leser zu finden, und empfehlen Sie unsere Zeitung weiter.

Für die aktuellen Meldungen empfehlen wir als Ergänzung unsere täglich erscheinen­den E.I.R. Nachrichten, die den Abonnenten per E-Mail zugestellt werden.

Neukunden können sie 10 Tage lang kostenlos und unverbindlich testen, siehe https://www.eir.de/abo/dadabo/.

Man kann Abonnements auch verschenken. Manche unserer Leser haben Mehrfach-Abonnements, damit Sie die Zeitung an Interes­sierte weitergeben können.

Und natürlich können Sie uns auch weiterhin mit Förder­abonnements und
Förderbeiträgen helfen. Kontaktieren Sie uns direkt, um eine Rechnung
anzufordern (Telefon: +49 +61173650), oder senden Sie Ihren Beitrag
per Banküberweisung an:

E.I.R. GmbH, Verwendungszweck: Unterstützung für die Neue Solidarität
Postbank Frankfurt – IBAN: DE93 5001 0060 0330 0216 07
Paypal: buchhaltung@eir.de