Produktive Kreditschöpfung 
  Neues Bretton Woods
  Glass-Steagall
  Physische Wirtschaft
  Kernenergie
  Eurasische Landbrücke
  Transrapid
  Inflation
  Terror - Cui bono?
  Südwestasienkrise
  11. September und danach
  Letzte Woche
  Aktuelle Ausgabe
  Ausgabe Nr. ...
  Heureka!
  Das Beste von Eulenspiegel
  Erziehungs-Reihe
  PC-Spiele & Gewalt 
  Diskussionsforum
  Wirtschaftsgrafiken
  Animierte Grafiken
Folgen Sie uns auf
acebook
Neue Solidarität
Nr. 45-46, 5. November 2026

Papst Leo stellt die Doktrin vom „gerechten Krieg“ in Frage

Seit Jahrhunderten bildet die Theorie vom „gerechten Krieg“, deren Ursprünge bis zu Augustinus zurückreichen, für die Kirche den Rahmen, um zu beurteilen, wann Krieg als zulässig gilt. Papst Leo XIV., selbst Mitglied des Augustinerordens, hat diesen Rahmen nun in Frage gestellt. In seiner Enzyklika Magnifica Humanitas schreibt Papst Leo (Abschnitt 192):

Und er betont: „Heute ist es – unbeschadet des Rechts auf legitime Verteidigung, die im engsten Sinne zu verstehen ist – wichtiger denn je, die Überwindung der Theorie des ,gerechten Krieges‘ zu bekräftigen, die allzu oft herangezogen wird, um alle möglichen Kriege zu rechtfertigen. Um Konflikte zu bewältigen, verfügt die Menschheit über Mittel, die weitaus wirksamer sind und geeigneter, das menschliche Leben zu fördern, wie zum Beispiel den Dialog, die Diplomatie und die Vergebung. Der Rückgriff auf Stärke, Gewalt und Waffen zeugt von einer Beziehungsarmut, die stets verheerende Folgen für die Zivilbevölkerung hat.“

In einem Artikel, der am 6. Oktober im Osservatore Romano und in vielen Sprachen bei Vatican News erschien, zitiert Luigi Franco Pizzolato, Professor an der Katholischen Universität Mailand, aus den Briefen des Augustinus: „Es ist ruhmreicher, den Krieg mit dem Wort zu besiegen als Menschen mit dem Schwert, und den Frieden durch Frieden zu erlangen, nicht durch Krieg.“ Augustinus wird außerdem mit den Worten zitiert: „Ein Staat wird es niemals schaffen, dauerhaft über diejenigen zu herrschen, die er durch seine Siege im Krieg unterworfen hat.“

Wenn Leos Sichtweise sich durchsetzt, bedeutet das eine tiefgreifende Veränderung für die Kirche, mit politischen Konsequenzen, die weit über sie hinausreichen.

Ein Hilferuf an die Freunde der Neuen Solidarität!

Wie andere Zeitungen auch leidet die Neue Solidarität unter steigenden Kosten und sinkenden Abonnentenzahlen. Angesichts dieser Entwicklung ist das Weiterbestehen unserer Zeitung gefährdet. Damit ginge dem deutschsprachigen Raum eine wichtige Stimme der Vernunft verloren.

Aufrufe zur Unterstützung unserer Zeitung in den vergangenen Jahren halfen uns, das Defizit aufzufangen, wofür wir uns bei allen Unterstützern herzlich bedanken. Aber es besteht weiterhin ein strukturelles Defizit.

Um dieses zu überwinden, brauchen wir vor allem eines: mehr Abonnenten für unsere Zeitung, was auch das beste Mittel ist, das geistige Defizit im politischen Diskurs der deutschsprachigen Welt zu bekämpfen.

Nutzen Sie unsere Zeitung als ein Instrument, dies zu erreichen! Helfen Sie uns, neue Leser zu finden, und empfehlen Sie unsere Zeitung weiter.

Man kann Abonnements auch verschenken. Manche unserer Leser haben Mehrfach-Abos, damit Sie die Zeitung an Interes­sierte weitergeben können. Und natürlich können Sie uns auch weiterhin mit Förder­abonne­ments und Förderbeiträgen helfen.

(Für die aktuellen Meldungen empfehlen wir als Ergänzung unsere täglich erscheinen­den E.I.R. Nachrichten, die den Abonnenten per E-Mail zugestellt werden.

Neukunden können sie 10 Tage lang kostenlos und unverbindlich testen, siehe https://www.eir.de/abo/dadabo/).

Bankverbindungen – Empfänger: E.I.R. GmbH, Wiesbaden – Stichwort: Erhaltet die Neue Solidarität

Nassauische Sparkasse Wiesbaden
IBAN: DE79 5105 0015 0114 0044 99 – BIC: NASSDE55
Postbank Frankfurt
IBAN: DE93 5001 0060 0330 0216 07 – BIC: PBNKDEFF