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Neue Solidarität
Nr. 13-14, 26. März 2026

Eulenspiegel: Das kann einen Seemann doch erschüttern

„Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern, keine Angst, keine Angst, Rosmarie“, geht der alte Schlager. Aber das war im Film, und jetzt sind wir in der Wirklichkeit. Auch wenn der Herr Trump zum Irankrieg alle möglichen Zitate aus infantilen Action- und Kriegsfilmen ins Internet pupst, äh postet – vor Ort im wahren Leben sieht das alles ganz anders aus.

So halten sich sämtliche angesprochenen Regierungen lieber vornehm zurück, wenn der Super-Präsi sie auffordert, mal eben in der Straße von Hormus ein paar Tanker mit ihren Kriegsschiffen zu eskortieren. „Nein danke“ – „Och nö“ – „Vielleicht ’n andermal“, so oder ähnlich lauten die Antworten.

Dabei wäre das doch angeblich kinderleicht! Das sagt nicht nur der Donald, das sagt auch sein beinahe intelligenter Kriegsminister. Sie wissen schon, das ist der, bei dem man immer denkt: „Ist sein Alkoholismus wirklich geheilt?“ Der verkündete allen Ernstes diesen Verbündeten: „Keine Sorge, die Straße von Hormus ist offen. Das einzige ist halt, daß die Iraner auf einen schießen könnten.“

Das erinnert an den alten Fakir, der zu seinem Fakirlehrling sagt: „Keine Sorge, auf einem Nagelbrett schlafen ist ganz einfach. Das einzige sind halt die Spitzen…“

Jedenfalls hat sich der Donald furchtbar aufgeregt: „Was fällt denen ein, warum wollen die uns nicht helfen?“ Jetzt muß er doch tatsächlich die Suppe, die er sich eingebrockt hat, selbst auslöffeln. Das ist aber auch gemein!

(Jemand hat sich dazu ein nettes Kurzvideo einfallen lassen, schau‘n Sie mal hier)

Ein Scherzkeks brachte im Internet das Gerücht in Umlauf, der tschechische Präsident hätte Trump zugesagt, die US-Marine vor der iranischen Küste mit dem Kriegsschiff Krtecek zu unterstützen, damit wäre Tschechien das einzige Land, das Trumps Aufforderung folgt. Allerdings dürfte vielen aus dem Geographieunterricht noch bekannt sein, daß Tschechien gar keine Küste hat. Und Krtecek ist der Name der Hauptfigur aus der Kinder-Trickfilmserie Der kleine Maulwurf.

So schimpfte Trump gleich weiter: „Na, dann eben ohne euch, ihr Flitzpiepen! Machen wir‘s halt alleine. Wir sind sowieso die Größten!“

Ähm, ja. Kann schon sein.

Die beiden gigantischen US-Flugzeugträger Abraham Lincoln und Gerald Ford haben allerdings gewisse Probleme, auf die keiner vorbereitet war. Für den Fall, daß einige Leser in Erwägung ziehen, Matrose auf einem Kriegsschiff zu werden, werden die jetzt ein paar Erfahrungen erfahren, die anderen Seefahrern widerfahren sind.

Denn auch der „größten, stärksten, gewaltigsten, gefährlichsten, mächtigsten, unbesiegbarsten Flotte der Weltgeschichte“ (Donald T.) kann mal was dazwischenkommen. In diesem Falle: die Waschküche und die Klospülung. Auf der Abraham Lincoln waren zahlreiche Toiletten tagelang verstopft, so daß eine Zeitlang der ganze Iran-Einsatz auf der Kippe stand. Doch zum Glück haben inzwischen die „größten, besten, mächtigsten, unbesiegbarsten Klempner der Weltgeschichte“ (Donald T.) ihre Arbeit getan – und nun flutscht wieder, was da flutschen soll. Puh, da haben die ja noch mal Glück gehabt! Zur Sicherheit hat sich das Schiff nun aber wieder tausend Kilometer von der iranischen Küste entfernt. Man weiß ja nie, wann so eine unangenehme Verstopfung wiederkommt…

Bei der Gerald Ford war es nicht der Abort, sondern die Waschküche, die Probleme machte. Die brannte mehr als einen Tag lang, hunderte Matrosen mußten auf dem Boden schlafen, und das Schiff fuhr kleinlaut zurück nach Kreta zur Reparatur. (Äh, gibt es eigentlich kleinlaute Schiffe? Egal.)

Es geht das Gerücht, einige der Seeleute hätten diese Pannen selbst inszeniert, weil ihr Heimaturlaub mehr als überfällig ist und/oder sie wenig Vertrauen in Irans Schwäche haben. Nun, nix Genaues weiß man nicht.

Ja, ja, wie ein anderes altes Lied sagt: „Eine Seefahrt, die ist lustig…“ Es grüßt herzlich

Ihr Eulenspiegel

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