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Neue Solidarität
Nr. 21-22, 21. Mai 2026

Was wird den Zusammenbruch des Finanzsystems auslösen?

Eine ganze Reihe von Entwicklungen hat Auswirkungen auf die
globalen Finanzmärkte und bedroht dadurch die „Alles-Blase“.

E.I.R. Strategic Alert, 7.5. 2026 – Die globale „Alles-Blase“ steht kurz vor dem Platzen; ungewiß ist nur, wann es passiert und was der Auslöser sein wird: die Privatkreditblase, die Krypto-Blase, die KI-Blase, die US-Staatsverschuldung oder die Ölkrise? Oder eine Kombination davon?

  • Die Ölkrise. Darren Woods, Chef des größten westlichen Ölkonzerns ExxonMobil (der weltweit größte ist Saudi Aramco), warnte kürzlich in einem CNBC-Interview vor dem bevorstehenden „echten“ Ölpreisanstieg. Der Markt habe die Sperrung der Straße von Hormus bisher noch nicht eingepreist. Der gegenwärtige Ölpreis von 100 Dollar oder leicht darüber ist auf zwei Faktoren zurückzuführen: 1. Staaten greifen auf ihre strategischen Reserven zurück, 2. im ersten Kriegsmonat waren noch viele Lieferungen auf See unterwegs, wodurch die Versorgung vorübergehend aufrechterhalten wurde. Doch das ist vorbei.

  • Private Kredite: Wir haben uns bereits mehrfach mit der unregulierten Blase der privaten Kredite befaßt, die mittlerweile 2 Billionen Dollar übersteigt. In den letzten Monaten gab es eine Welle von Abhebungen, insbesondere durch Privatanleger, was dann große Fonds blockierten, um eine Liquiditätskrise zu vermeiden. Firmen, die private Kredite verwalten, werden unter der Blockade der Straße von Hormus leiden, weil die Ölstaaten am Golf ihre größten Investoren sind. So hat der Staatsfonds von Abu Dhabi 5% in private Kredite investiert, gefolgt von Kuwait, Katar und Saudi-Arabien. Auch diese Fonds werden Gelder abziehen, weil die Blockade ihre Liquidität auszehrt.

  • US-Staatsschulden: Mehrere Quellen warnen vor einem Szenario, wo US-Schuldtitel keine Käufer finden, ihr Wert sinkt und die Renditen in die Höhe schnellen. Das kann eine sich selbst erfüllende Prophezeiung werden, insbesondere weil anders als in der Vergangenheit, als meist staatliche Akteure (Zentralbanken) diese Schulden hielten, heute Hedgefonds den Markt dominieren. Während kein Staat eine US-Schuldenkrise sehen will – wegen der Folgen für den Handel usw. –, würden diese Wall-Street-Händler ihre eigene Großmutter verkaufen, um zu überleben.

  • KI-Blase: Tech-Firmen haben Milliarden von Dollar in KI-Investitionen verbrannt, die noch keinerlei Gewinn abgeworfen haben, und insgesamt 725 Mrd.$ an neuen Investitionen angekündigt. Die Turbulenzen am Golf sind schlechte Nachrichten für die KI, da allein ein Viertel dieser Investitionen auf die Golfmonarchien entfällt. Wie der ehemalige US-Regierungsberater Asad Ramzanali in einem monatlichen Podcast warnte, läßt sich die Lücke zwischen Schulden und Renditen unmöglich schließen.

  • Krypto-Universum. Bitcoin und ähnliche Kryptowährungen sind mit der Tulpenblase des 17. Jahrhunderts vergleichbar und werden genauso enden. Auf dem Höhepunkt der Tulpenblase konnte man mit einer einzigen Blumenzwiebel ein Haus kaufen. Als die Blase platzte, verloren die Zwiebeln 99% ihres Wertes. Bei Kryptowährungen werden die Anleger nicht einmal eine Zwiebel in der Hand haben. Das bedeutet, daß 64 Mrd.$, die BlackRock derzeit in seinen Büchern hat (der Marktwert seiner Bitcoin-Investitionen), verschwinden werden. Der gesamte Kryptomarkt wird auf 2,6-2,7 Billionen Dollar geschätzt, woran nicht nur Fonds, sondern alle Wall-Street- und europäischen Megabanken beteiligt sind.

    Alle diese potentiellen Auslöser hängen miteinander zusammen: Banken im Bereich Privatkredite und Kryptowährungen, Privatkredite im Bereich KI, die Golfstaaten in allem usw. Ein Zusammenbruch des Systems ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Der einzige Ausweg ist es, die Wall Street zu schließen und wieder strikte Regeln einzuführen.

    pbg/ccc

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