|
|
E.I.R. Strategic Alert, 21.5.2026 – Trotz zunehmender Warnungen sind die europäischen Regierungen unter Führung der „Koalition der Willigen“ immer noch nicht zu diplomatischen Verhandlungen mit Rußland bereit. Im Gegenteil, ihre erklärten Prioritäten sind Aufrüstung und Kriegswirtschaft, die man der Öffentlichkeit unter dem Vorwand verkauft, Rußland bereite sich darauf vor, Europa so bald wie möglich anzugreifen.
Sie verschweigen, daß ihre Politik genau eine solche Reaktion provozieren soll. Die jüngste Eskalation ist, daß mehrere europäische Länder Kiew bei Drohnen- und anderen Angriffen auf das Landesinnere Rußlands unterstützen. Die direkte Beteiligung von NATO-Mitgliedstaaten, nicht nur mit Geheimdienstinformationen, technischer und materieller Hilfe, sondern auch mit der Erlaubnis, den Luftraum der baltischen Staaten für ukrainische Angriffe zu nutzen, verändert den Konflikt grundlegend.
Wiederholte Warnungen russischer Amtsträger, allen voran Präsident Putin, wurden mißachtet. Vielleicht hören sie auf Dmitri Poljanskij, einen erfahrenen russischen Diplomaten, der heute Botschafter bei der OSZE in Wien ist, nachdem er von 2018-25 als stellvertretender UN-Botschafter gedient hatte. Im Podcast Deep Dive des pensionierten US-Obersts Daniel Davis am 16. Mai fragte Davis ihn, ob Moskau bereit sei, gegen Ziele in Europa zurückzuschlagen. Poljanskij antwortete, wenn Rußlands vitale Interessen bedroht seien, „wird es nicht zögern, und jeder sollte sich dessen unbedingt bewußt sein“. Rußlands Nukleardoktrin sei öffentlich, jeder „kann sehen, wann und unter welchen Umständen diese Waffen eingesetzt werden“.
Bisher gehe Rußland aus Sorge um die Bevölkerung zurückhaltend vor, auch in der Ukraine, aber das dürfe man nicht mit Schwäche verwechseln. Wenn Europa und die NATO weiter Rußlands rote Linien überschreiten, könnte Moskau zuschlagen, und dann würden die Menschen fragen: „Warum hat Rußland so hart und entschlossen reagiert? Aber dann wird es zu spät sein.“
Präsident Putin wurde in einem am 10. Mai ausgestrahlten Interview von Pawel Sarubin gefragt, ob der Westen mit den Drohnenangriffen auf Rußland zu weit gehe. Er begann seine Antwort mit der Frage: „Was genau ist der Westen? Ich glaube, es ist der sogenannte globalistische Teil der westlichen Eliten. Sie sind es, die mit der Ukraine als Stellvertreter gegen uns kämpfen. Natürlich haben sie sich in dieser Hinsicht ziemlich gut positioniert, nachdem sie diesen Konflikt provoziert haben.“
Um dies zu untermauern, gab er einige vertrauliche Informationen preis. Russen und Ukrainer hatten 2022 in Istanbul ein Abkommen geschlossen. „Dann rief mich ein Kollege an – nun, warum sollte man es verheimlichen? Herr Macron rief mich an und sagte: ‚Die Ukraine kann solche historischen Dokumente nicht mit einer Waffe an der Schläfe unterzeichnen.‘ Das ist ein wörtliches Zitat; wir haben die Aufzeichnung dieses Gesprächs. ‚Was also ist zu tun?‘ ‚Ziehen Sie die Truppen aus der Umgebung von Kiew ab.‘ Wir haben sie abgezogen. Und dann tauchte eine weitere Persönlichkeit aus dem Showbusiness auf, der damalige Premierminister Großbritanniens. Was sagte er? Er sagte, das Abkommen könne nicht unterzeichnet werden, weil es unfair sei... Als nächstes versprachen sie [der Ukraine] Hilfe und begannen, die Konfrontation mit Rußland anzuheizen, die bis heute andauert. Ich glaube, daß diese Angelegenheit sich dem Ende zuneigt, trotzdem ist es eine ernste Sache.“
Putin endete mit der Feststellung, es gebe in Europa „intelligente Menschen“, und „ich hoffe, daß diese politischen Kräfte nach und nach wieder an die Macht kommen oder mit Unterstützung der überwältigenden Mehrheit der europäischen Länder die Macht übernehmen werden“.
Liebe Leserinnen und Leser, dank Ihrer freundlichen Resonanz auf unseren Aufruf zur finanziellen Unterstützung ist es uns gelungen, das Jahr finanziell zu überstehen, auch wenn wir leider im vergangenen Sommer dazu gezwungen waren, die Erscheinungsweise der Neuen Solidarität von bisher acht Seiten wöchentlich auf zwölf Seiten alle zwei Wochen umzustellen.
Ihre Hilfe zeigt uns, daß Sie unsere einzigartige Fähigkeit schätzen, strategisch zu denken und sozusagen „im Voraus“ die entscheidenden Dynamiken des Weltgeschehens zu erkennen. Freuen wir uns über die Fortschritte, die unsere Ideen gemacht haben, und freuen wir uns auf weitere Fortschritte in den kommenden Monaten!
Nutzen Sie unsere Zeitung als ein Instrument, dies zu erreichen! Helfen Sie uns, neue Leser zu finden, und empfehlen Sie unsere Zeitung weiter. Für die aktuellen Meldungen empfehlen wir als Ergänzung unsere täglich erscheinenden E.I.R. Nachrichten, die den Abonnenten per E-Mail zugestellt werden. Neukunden können sie 10 Tage lang kostenlos und unverbindlich testen, siehe https://www.eir.de/abo/dadabo/.
Man kann Abonnements auch verschenken. Manche unserer Leser haben Mehrfach-Abonnements, damit Sie die Zeitung an Interessierte weitergeben können. Und natürlich können Sie uns auch weiterhin mit Förderabonnements und Förderbeiträgen helfen.
Kontaktieren Sie uns direkt,
um eine Rechnung anzufordern (Telefon: ++49 +61173650),
oder senden Sie Ihren Beitrag per Banküberweisung an:
E.I.R. GmbH, Verwendungszweck: Unterstützung für die Neue Solidarität
Postbank Frankfurt IBAN: DE93 5001 0060 0330 0216 07
Paypal: buchhaltung@eir.de