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Neue Solidarität
Nr. 31-32, 30. Juli 2026

Eulenspiegel: Gefährliche Agenten!

Liebe Leser, wieder einmal ist es der Eulenspiegel-Redaktion gelungen, dank unserer besten Kontakte in Kreise, die gewöhnlich im Schatten der Öffentlichkeit arbeiten, einen besonderen Gesprächspartner zu gewinnen. Es handelt sich um einen der cleversten Geheimdienstoffiziere der Welt, der uns in einige seiner Geheimnisse einweiht. Aus verständlichen Gründen können wir seinen wahren Namen nicht preisgeben, daher nennen wir ihn im folgenden Karl Einer, kurz K. Einer. Wir hoffen, daß Ihnen das Gespräch wichtige Einblicke hinter die Kulissen der deutschen Politik verschafft.

* * *

K. Einer: Nun, Sie werden nicht von mir erwarten, daß ich hier alle Geheimnisse aufdecke, aber ein paar Dinge kann ich Ihnen doch berichten – natürlich ohne Namen zu nennen. Es sind keineswegs die von Ihnen erwähnten Parteien, in denen unsere Leute in erster Linie tätig sind. Wir konzentrieren uns stark auf CDU und SPD, vor allem nachdem die FPD sich selbst abgeschafft hat und die Grünen zur Lachnummer geworden sind.

K. Einer: Diese beiden ehemaligen „Volksparteien“ (Einer kichert) sind bestens dafür geeignet, wenn jemand vorhat, Deutschland zu schaden – oder drücken wir es vorsichtiger aus: die deutsche Politik in gewisse Richtungen zu drängen.

K. Einer: Das Ziel ist, diese ehemaligen „Volksparteien“ (Einer kichert wieder) in Lächerlichkeit und Einflußlosigkeit abzudrängen. Nun werden Sie fragen: „Wie wollen Sie das anstellen?“ Ganz einfach: Unsere Agenten in CDU und SPD sorgen nur dafür, daß diese Parteien ihre vielen großen Dummheiten nicht korrigieren – erst recht nicht im Sinne und zum Nutzen der Bürger.

Mit dieser Methode haben wir es bereits geschafft, die SPD bis auf fast zehn Prozent herabzudrücken. Unsere Agenten in der SPD haben mit durchgesetzt, daß aus der Partei der Ostpolitik und Völkerverständigung eine Partei der „Kriegstüchtigkeit“ geworden ist, und daß sie das soziale Netz zerstört und an allem anderen hart spart, nur um die Aufrüstung zu finanzieren. Auf diese Weise konnten wir Millionen SPD-Wähler erfolgreich weg ekeln.

K. Einer: Es ist uns gelungen, in das Umfeld des Kanzlers gleich mehrere Agenten einzuschleusen, die gute Arbeit leisten. Unter Merkel hatte die CDU zeitweise über 40% der Wählerstimmen, jetzt geht sie auf 20 Prozent zu. Wenn das für uns kein Erfolg ist!

Dabei war das ganz einfach! Denken wir an den Wortbruch der CDU mit der Schuldenorgie, an ihre fanatische Ablehnung von billigem russischem Erdgas – was die Wirtschaft ruiniert –, an die Waffenlieferungen an das brutale Netanjahu-Regime oder an den ruinösen Aufrüstungswahn. Unsere Agenten mußten nur noch dafür sorgen, daß die Kanzlerpartei von diesem Kurs nicht abweicht – schwupps, schon war für die CDU die Katastrophe vorprogrammiert.

Jetzt haben Sie sicherlich verstanden, warum wir in den Regierungsparteien viel mehr bewirken als in den Oppositionsparteien.

K. Einer: Wie kommen Sie denn darauf? Ich arbeite für einen global operierenden Finanzfonds.

- Es grüßt

Ihr Eulenspiegel

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