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* * * Internetforum mit Helga Zepp-LaRouche * * *
Neue Solidarität
Nr. 45, 10. November 2010

"Die grüne Bewegung verwandelt
die gesamte Zivilisation in einen Friedhof!"

Im Wochenbericht seines Aktionskomitees analysierte Lyndon LaRouche das Ergebnis der Kongreßwahlen: Während die Republikanische Partei über ihren Sieg bei der Kongreßwahl triumphiere, schreite der hyperinflationäre Zusammenbruch der Weltwirtschaft voran, vorangetrieben insbesondere durch eine „grüne“ Energiepolitik. Aber bis Januar könnten die Demokraten im Kongreß noch Lösungen durchsetzen - wenn sie sich von Obama befreien.

„Niemand sollte voreilige Schlüsse ziehen, was das tatsächliche Resultat dieser jüngsten Wahlen sein wird. Denn die Leute, die sich für die Gewinner halten, sind eigentlich die Verlierer“, erklärte Lyndon LaRouche am 3. November, dem Tag nach der US-Kongreßwahl, in der Internet-Fernsehsendung Weekly Report seines Aktionskomitees LPAC. „Ich will das kurz erklären: Die Welt stürzt derzeit in eine globale, allgemeine Zusammenbruchskrise. Wir sind über eine Depression hinaus - wir sind in einer Zusammenbruchskrise. Und deshalb werden diejenigen, die gerade bei der Wahl triumphierten, feststellen, daß sie keine Vorteile, sondern große Schwierigkeiten geerbt haben. Wir sollten in den nächsten Tagen überhaupt keine Schlüsse ziehen, welche Wirkung diese Wahl haben wird. Was bisher geschehen ist, kann verschiedenes bedeuten, und in großen Teilen ist es widersprüchlich. Deshalb kann man aus dem Wahlergebnis keinen Trend ablesen.“

Als Beispiel hierfür verglich LaRouche das Wahlergebnis in Texas mit dem in Kalifornien: „Im Bundesstaat Texas ist die Demokratische Partei bei der Wahl untergegangen - wahrhaftig untergegangen. Im Staat Kalifornien ging die Republikanische Partei unter. Warum? Nun, im Bundesstaat Texas war Obama der böse Bube. In Kalifornien war der schlimmste Kerl der Gouverneur [Arnold Schwarzenegger]. Deshalb waren die Republikaner den Menschen in Kalifornien am meisten verhaßt. In Texas war die Demokratische Partei die verhaßteste Partei.“

Wichtig sei auch, daß der neugewählte Kongreß erst im Januar zusammentritt und die bisherigen Abgeordneten bis dahin noch im Amt seien: „Der alte Kongreß, etwa die Demokratische Partei, Pelosi & Co. - sie sind wütend auf Obama! Und sie haben immer noch die Macht, Gesetze zu beschließen, denn sie haben immer noch die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses, und das wird sich bis Januar nicht ändern.“

Niemand habe die Wahl gewonnen, wiederholte LaRouche. „Das ist wie der Geier, der kein Aas findet, das er fressen könnte. Der triumphierende Geier ist also nur der erste beim Nichtessen. So wird es sein. Die Republikanische Partei hat keinerlei Programm von Bedeutung.

Auch die Demokratische Partei hat - an der Oberfläche - kein Programm. Aber sie hat mich, und sie hat einige Leute wie Bill Clinton und seine Mannschaft, und noch einige andere. Und gegen Ende dieser Woche werden wir einige Schritte einleiten. Ich weiß nicht genau, was Bills Pläne sind. Ich kann mir vorstellen, was ihm sinnvoll erscheinen würde, aber ich weiß nicht, was seine Absichten sind und wann er sie in die Tat umsetzen wird. Ich denke aber, das wird sehr bald geschehen. Wir sind also in einer Übergangszeit.“

Jedenfalls werde man schon gegen Ende der Woche mehr wissen, sagte LaRouche, und verwies auf sein Internetforum am Samstag, dem 6. November, wo er noch interessantere Dinge zu sagen haben werde. (Den Mitschnitt dieses Internetforums finden Sie - im englischen Original und mit deutscher Simultanübersetzung - auf der Internetseite der Bürgerrechtsbewegung Solidarität, www.bueso.de.)

LaRouche fuhr fort: „Wir sind jetzt in einer allgemeinen Zusammenbruchskrise - einer Zusammenbruchskrise der Wirtschaft, von der einige Länder schlimmer betroffen sind als andere. Am schlimmsten, abgesehen von Afrika, ist die Lage in Europa - Europa ist ein hoffnungsloser Fall.“ Rußland versuche, sich etwas zu befreien, dort werde es wahrscheinlich zu einer Neuordnung der Kräftekombination kommen. „Denn diejenigen, die mit Westeuropa verbunden sind, insbesondere mit den Briten - es gibt in Rußland eine Fraktion, die mit den Briten verbunden ist -, die stehen vor dem Sturz. Frankreich, die französische Präsidentschaft, steht vor dem Sturz. Noch triumphiert sie, aber ist auf dem Weg zu ihrer Beerdigung - sie führt den Triumphzug zu ihrem eigenen Begräbnis an...

In den Vereinigten Staaten hat sich die Federal Reserve auf einen hyperinflationären Kollapsprozeß im Stil der Weimarer Republik festgelegt. In Westeuropa gibt es eine ähnliche Tendenz: eine hyperinflationäre Zusammenbruchskrise.“

Unter diesen Bedingungen könne niemand triumphieren. „Es mag Leute geben, die einen Moment lang triumphieren, und dann ist es wie bei der Französischen Revolution: Wer heute noch zu den Führern der Französischen Revolution gehört, bekommt morgen schon den Kopf abgeschlagen... Wie der Henker sagt: ,Der nächste bitte!’“

Hyperinflation und grüne Politik

Ein weiterer Wahnsinn in dieser Zusammenbruchskrise sei die „grüne“ Politik:

„Wir haben in den Vereinigten Staaten eine hyperinflationäre Zusammenbruchskrise. Und eine der entscheidenden Fragen ist dabei die Nahrungsmittelversorgung... Wegen der Biotreibstoffe herrscht bei den Nahrungsmitteln eine große Knappheit. Wir nehmen kostbare Nahrungsmittelvorräte und wandeln sie um in Benzin oder andere Brennstoffe oder in Alkohol, der dann verbrannt wird. Das ist verrückt.

Dazu kommt noch die Politik der Grünen, d.h., der Übergang zu Windmühlen und Solaranlagen: Beides ist klinisch verrückt. Der Wert eines Kilowatts Strom aus Windmühlen ist praktisch gleich null, weil die Kosten so weit über denen der Kernkraft liegen, daß es völlig absurd wird. Die Windmühlen sind am schlimmsten. Am zweitschlimmsten sind die Solaranlagen - und sie werden noch schlimmer dadurch, daß sie zu einer Brandgefahr werden. Wenn Sie eine Voltaikanlage auf dem Dach haben und Ihr Haus in Brand gerät, ist Ihr Haus nicht mehr zu retten, weil kein Feuerwehrmann es löschen kann. Denn wenn sie den Wasserstrahl darauf richten, trifft die Feuerwehrleute ein tödlicher Stromschlag. Das geht also nicht. Windmühlen und Solaranlagen sind also äußerst teure Stromquellen.“

Am schlimmsten seien jedoch die Biotreibstoffe, denn damit nehme man den Menschen ihre Nahrung. Hier gebe es die höchste Inflationsrate. „Die Preise von Nahrungsmitteln explodieren!“ Man habe es im Weltmaßstab mit etwas sehr Ähnlichem zu tun wie der Lage in Deutschland 1923, bevor die Hyperinflation in Gang kam. „Sowohl das Federal-Reserve-System als auch das europäische System sind zur Hyperinflation entschlossen.“

Das bedeute, daß es nach dieser Wahl keine Politik gebe, die von Dauer sei. „Wir haben derzeit nichts in den Regierungen Europas, was überleben wird... Wenn die eine Seite des Atlantiks stirbt, stirbt auch die andere. Und wir haben diese Krise, die die grüne Bewegung darstellt, die man besser die braune Bewegung nennen sollte. Und diese braune Bewegung sagt: ,Keine hohen Energieflußdichten!’ Und das heißt, daß die Zivilisation zum Untergang verurteilt ist! Wir sind dabei, die gesamte Zivilisation, angefangen mit der transatlantischen Region, in einen Friedhof zu verwandeln! Einen Friedhof der Nationen.“

Die Lösung

„In dieser Lage gibt es eine Minderheit, zu der ich und meine politischen Freunde gehören, hier in den USA, aber auch in Europa und in Asien - politische Freunde in dem Sinne, daß sie mit meinen Absichten übereinstimmen und sich in die gleiche Richtung bewegen: Hochtechnologie, Verbesserung der Nahrungsmittelversorgung, Anhebung des Lebensstandards, Übergang zu Technologien, die die Existenzfähigkeit der Menschen verbessern, solche Dinge... Diese Politik ist das einzige, was funktionieren wird. Wer eine andere Politik verfolgt, der ist am Ende, bevor er angefangen hat, weil er die ganze Nation mit sich in den Abgrund reißt.“

Mit der Übergangszeit bis zum Amtsantritt des neuen Kongresses gebe es eine kurze Zeit, in der die Führung der Demokratischen Partei, wenn sie Obama fallen läßt, frei wäre, sinnvolle und populäre Maßnahmen ins Auge zu fassen. Die Republikanische Partei und Obamas Demokratische Partei seien ein schlechter Witz, „aber die Demokratische Partei könnte funktionieren, wenn sie sich von Obama befreit: Wir könnten über die Demokratische Partei von jetzt bis Januar verschiedene Programme in Gang setzen, die das Land retten und die Welt wieder auf einen Kurs bringen, der sie aus der Krise führt.“ Dabei würden Bill Clinton und dessen Freunde eine große Rolle spielen.

Es gebe auch einige Republikaner mit Sympathien z.B. für das Raumfahrtprogramm oder für die Wiedereinführung des Glass-Steagall-Gesetzes. „Man kann also eine überparteiliche Politik zwischen Demokraten und Republikanern finden, die gut ist. Das ist möglich, und das ist es, was wir uns wünschen...

Es gibt jetzt eine Übergangsphase, in der es möglich, vorstellbar und notwendig ist, daß die Demokratische Partei zusammen mit anderen in den Vereinigten Staaten die Richtung weist - vor allem anderen dabei, den Präsidenten zu stürzen. Die Rettung der ganzen Zivilisation hängt heute davon ab, daß Obama abgesetzt wird. Und das bedeutet: 25. Verfassungszusatz, 4. Abschnitt [Amtsunfähigkeit]. Das ist notwendig, die Belege dafür sind da. Was fehlt, ist der Mut und die Weisheit, es zu tun. Aber ich denke, daß sich das ändern kann.“ Dann könne man die weiteren notwendigen Schritte in Gang setzen.

alh

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