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Neue Solidarität
Nr. 49, 7. Dezember 2011

Die emotionale Unterentwicklung überwinden

Schiller-Institut. Inmitten der bedrohlichen Weltlage fand in Frankfurt die Mitgliederversammlung des Schiller-Instituts statt.

Rund 80 Mitglieder und Unterstützer kamen am 27. November in Frankfurt zur Mitgliederversammlung des Schiller-Instituts zusammen - nicht nur, um die turnusmäßig anstehende Vorstandswahl durchzuführen, sondern vor allem, um über die gefährliche derzeitige Weltlage zu diskutieren, die bestimmt ist vom Zusammenbruch des Finanzsystems und der damit verbundenen Gefahr eines atomaren Weltkrieges - und natürlich auch über Möglichkeiten, in diese Lage einzugreifen und sie zu verbessern.

Eines der Hauptprobleme dabei ist, wie die Vorsitzende des Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche gleich zu Beginn ihrer Eingangsrede betonte, die emotionale Unterentwicklung des überwiegenden Teils der Bevölkerung, was diese daran hindere, in der notwendigen Weise auf die existentiellen Bedrohungen, mit denen wir es zu tun haben, zu reagieren. Dieser Punkt war gewissermaßen der „rote Faden“, der sich durch alle Beiträge der Veranstaltung zog, angefangen mit der Aufführung der Bach-Motette „Jesu, meine Freude“ durch den Chor des Instituts bis hin zum spontanen Absingen der „Ode an die Freude“ nach dem Ende der Veranstaltung.

„Wenn Sie nur den Medien glauben“, sagte sie in ihrer Einleitung, „dann ist die deutsche Politik und die Wirklichkeit bestimmt von Castor-Transporten, von V-Männern, von allen möglichen Themen, die aber im Verhältnis zu dem, was wirklich das Problem ist, so ungeheuer unwichtig sind, daß es wirklich schon verblüfft, wie das möglich ist.“ Wenn man den Menschen auf der Straße sage, das Finanzsystem sei in der allerletzten Phase der Desintegration, der Euro dabei auseinanderzubrechen, es bestehe eine akute Kriegsgefahr, die zum Dritten Weltkrieg führen könnte, „dann sagen die Leute: ,Ach, das interessiert mich jetzt nicht.’ Oder: ,Ich höre das, aber ich habe keine Emotionen. Also, was Sie sagen, mag ja alles sein, aber ich fühle gar nichts.’ Oder sie sagen: ,Tja, das kann sein, aber ich habe keine Angst. Obwohl Sie mir das sagen, habe ich keine Angst.’“

Dies seien Zitate von Reaktionen aus den letzten Tagen, und das habe sehr wohl etwas mit Friedrich Schiller zu tun. Denn schon Friedrich Schiller habe über die Menschen seiner Zeit gesagt, sie seien wie verkrüppelte Pflanzen, sie hätten zwar bestimmte Aspekte ihrer Persönlichkeit gut ausgebildet, aber andere gar nicht, und vor allem hätten sie in Bezug auf die Fähigkeit, die Realität aufzunehmen, einen totalen Mangel an Vorstellungskraft und an Empfindungsvermögen. „Schiller sagte deshalb, das dringendste Bedürfnis seiner Zeit sei die Ausbildung des Empfindungsvermögens. Und ich glaube, wenn der Schiller heute mal bei uns hereingucken könnte, dann würde er sagen: Was waren das für goldene Zeiten im Verhältnis zu der Barbarei, die sich heute entwickelt hat, wo die Menschen wirklich angesichts all der schrecklichen Entwicklungen trotzdem das nicht aufnehmen wollen oder können.“

Ein Weltkrieg droht

Im Anschluß an diese einleitenden Bemerkungen gab Frau Zepp-LaRouche dann einen ausführlichen Überblick über die sich zuspitzende militärischen Lage im Nahen Osten, wo der Westen nach dem Sturz und der Ermordung Muammar Gaddafis mehrere Flottenverbände zusammengezogen habe und nun den IAEA-Bericht als Vorwand für eine Konfrontation mit dem Iran nutze, und gleichzeitig auf einen Sturz der syrischen Regierung unter Baschar al-Assad hinarbeite. Deshalb habe Rußland nun Kriegsschiffe nach Syrien entsandt. „Und das heißt, daß die russische Regierung klar gemacht hat, daß sie einen Schlag gegen Syrien nicht akzeptieren wird. Und bisher sieht es eben so aus, daß diese Warnmeldungen, Warnaussagen nicht akzeptiert werden von Washington und von Brüssel, also dem NATO-Hauptquartier.“

Dann kam sie auf die Gründe für diese Entwicklungen zu sprechen: „Warum ist die Welt an diesen Punkt gekommen? Da muß man natürlich sehen, mal abgesehen von all diesen tagespolitischen Nachrichten: Die Dynamik ist, daß sich das Weltfinanzsystem in der transatlantischen Region in der Endphase des Kollapses befindet.“

Sie verglich diese Lage mit der am Ende des 19. Jahrhunderts, als „in den neunziger Jahren die Transsibirische Eisenbahn gebaut wurde und damit die eurasische infrastrukturelle Integration befördert wurde, die Bahn von Berlin nach Bagdad gebaut wurde, und sich damit abzeichnete, daß sich der eurasische Kontinent auf einer enormen Entwicklungsperspektive befand“. Da habe man in England erkannt, daß diese Entwicklung die transatlantischen Länder ins Hintertreffen bringen würde, und deshalb auf einen „neuen Siebenjährigen Krieg“ hingearbeitet, um die potentiellen Konkurrenten auszuschalten.

„Und das ist eben das Problem, daß wir heute vor einem neuen Siebenjährigen Krieg stehen, nur daß dieses Mal der Auslöser eben nicht im Balkan zu suchen ist, sondern im Nahen Osten und in der Golfregion. Und auch wenn es extrem schwierig ist, sich das vorzustellen: Es gibt heute Leute, die als Kollateralschaden in Kauf nehmen würden, daß es dazu kommt, daß dabei einige Milliarden Menschen umkommen. Heute gibt es viele Leute, die der Meinung sind, daß es besser wäre, wenn die Menschheit reduziert würde, daß wir sowieso nicht sieben Milliarden und schon gar nicht neun Milliarden oder zehn Milliarden Menschen ernähren können, und daß deshalb so ein großer Krieg eine Art Bereinigung wäre, wo dann hinterher die Sache handhabbar wäre.

Ich bin absolut überzeugt davon, daß das ein Teil der Kalkulation ist. Denn kein Mensch, der halbwegs normal denkt, würde sonst ein solches riskantes Spiel betreiben. Wir haben praktisch den Auslöser vom Dritten Weltkrieg! Fidel Castro hat vor zwei oder drei Wochen gesagt, wenn nur 100 Atomwaffen eingesetzt würden, dann wäre von der Menschheit nichts mehr übrig. Es gibt aber ein paar Tausend Nuklearwaffen, die eingesetzt werden könnten, wenn es zu einem allgemeinen Schlagabtausch kommt. Und jeder, der auch nur mit so etwas spielt oder solche Truppenaufmärsche macht, der ist entweder kriminell oder verrückt - oder beides. Und das ist der Grund, warum mein Mann den dramatischen Punkt macht und sagt, daß Obama aus dem Amt entfernt werden muß, wenn dieser Krieg gestoppt werden soll.“

Die russische Demonstration der Stärke „war ein absoluter Warnschuß, mit dem Ziel, eine Eskalation zum Dritten Weltkrieg zu stoppen... und man kann nur hoffen, daß die amerikanischen und anderen Generäle, die wissen, was das bedeutet, daß die jetzt wirklich in diesen Stunden, während wir hier sprechen, aktiv werden und diese Eskalation beenden. Denn es gibt keinen guten Ausweg, außer daß man es stoppt, außer daß man sagt: Es war ein Fehler, wir hören jetzt damit auf.“

Änderung der Denkweise notwendig

Sie fuhr fort: „Ich weiß, daß es extrem schwer ist, sich das vorzustellen, aber es nützt überhaupt nichts, wenn man es ausblockt. Denn die Realität geht davon nicht weg. Und mein Mann hat gestern in einer Diskussion gesagt, wir müssen eigentlich sofort in einen Denkmodus umschalten, als wären wir schon im Krieg. Denn nur dann können wir furchtfrei so handeln, wie es nötig ist, und das beste, was wir hier machen können, ist, daß wir vor der Gefahr warnen.“

Leider habe bisher noch kein verantwortlicher Politiker in Westeuropa diese Gefahr beim Namen genannt, und das sei absolut unverantwortlich. Denn nur eine Mobilisierung der Bevölkerung könne etwas bewirken, um diese Gefahr zu stoppen.

Sie stellte dann die Frage: „Wie geht man damit um? Wie kann man in sich selbst die Kraft finden, mit einer so schrecklichen Realität fertig zu werden und wirklich die Mobilisierung in Gang zu bringen, die absolut notwendig ist, um diese Gefahr eventuell zu überwinden? ... Wo findet man einen Trost, in der Realität oder dem, was man darüber denken kann, sodaß man die innere Stärke nicht verliert, zu handeln? Und dann habe ich darüber nachgedacht, und habe gesagt: Eigentlich liegt dieser Trost in den Gesetzen des Universums.“

Diesen Punkt führte sie dann unter Bezug auf Platon, Nikolaus von Kues und insbesondere Friedrich Schillers Schriften Die Theosophie des Julius und Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte? weiter aus. (Lesen Sie dazu bitte auch die ausführlichen Auszüge aus der Rede in dieser Ausgabe.) Sie schloß ihren Vortrag:

„Ich glaube, das ist sehr, sehr wichtig, daß man in so einer Situation um so mehr, mehr als je zuvor, an die Möglichkeit der ästhetischen Entwicklung der menschlichen Gattung glaubt, daß man eine Renaissance bewerkstelligen kann, und daß man im Grunde sagt: Vielleicht war gerade so eine Existenzkrise der menschlichen Zivilisation nötig, um mit den Axiomen einer gescheiterten Epoche umzugehen, indem man sie ersetzt durch bessere Ideen, und damit im Grunde ein neues Kapitel der menschlichen Gattung einleitet.

Das ist die Aufgabe, die sich das Schiller-Institut eigentlich von Anfang an gestellt hat, d.h., wir sind von Anfang an angetreten, um eine gerechte neue Weltwirtschaftsordnung und eine neue kulturelle Renaissance zu schaffen. Und das steht jetzt mehr auf dem Prüfstein als je zuvor, und deshalb bitte ich Sie alle, daß Sie sich in diese Situation wirklich einbringen mit der Idee, daß wir es schaffen müssen, weil die Alternative nicht akzeptabel ist.“

In der anschließenden Diskussion wurde die Frage gestellt, was man denn von Deutschland aus tun könne, um einen Weltkrieg zu verhindern, und darauf hingewiesen, daß die deutsche Bundesregierung allerdings einiges dazu tun könne - wenn sie das Rückgrat dazu finde. So könne sie nicht nur die Beteiligung der Bundeswehr an einem Angriff auf Syrien oder den Iran verweigern, sondern ihr Veto dagegen einlegen, daß die NATO einen solchen Angriff durchführt, oder sogar den deutschen Luftraum für damit zusammenhängende Operationen sperren. Das würde die USA zwar nicht unbedingt von einem solchen Angriff abhalten, diesen aber deutlich erschweren und verzögern und so „eine kräftige Ladung Sand ins Getriebe der Kriegsmaschine streuen“.

Umfangreiche Tätigkeit des Vereins

Bevor Rainer Apel dann den Rechenschaftsbericht des Vorstands erstattete, setzten die Sopranistinnen Charlotte-Christine Thronell-Hartmann und Liliana Gorini, unterstützt von Werner Hartmann am Klavier, einen weiteren musikalischen Impuls, mit dem Duett Ich harrete des Herrn aus der 2. Sinfonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy („Lobgesang“, op. 52).

Da das Schiller-Institut trotz seiner beschränkten finanziellen Mittel sehr vieles tue, betonte Rainer Apel, müsse er sich notgedrungen auf eine Auswahl der wichtigsten Aktivitäten seit der letzten Mitgliederversammlung im Dezember 2009 beschränken.

So startete das Institut im Januar 2010, nach dem Erdbeben in Haiti, eine internationale Kampagne für ein umfassendes Wiederaufbauprogramm für dieses Land.

Im März 2010 nahm der Chor des Schiller-Instituts in Berlin den Schlußsatz von Beethovens 9. Sinfonie auf. Im September 2010 fand in Berlin die Konferenz „Jahrhundertprogramm zum Wiederaufbau der Weltwirtschaft: NAWAPA - Beringstraße - Eurasische Landbrücke - Transaqua“ statt.

Eine Delegation des Schiller-Instituts unter der Leitung des Vorstandsmitglieds Portia Tarumbwa-Strid nahm im Oktober in Niger am „8. Weltforum für tragfähige Entwicklung“ in Ndjamena teil und stellte den „ökologischen“ Projekten der europäischen Nichtregierungsorganisationen das Transaqua-Projekt zur Wiederauffüllung des Tschadsees durch den Bau eines Kanals, der ihm Wasser aus dem Zaire/Kongo zuführt, gegenüber.

Im Mai 2011 begann das Institut eine internationale Kampagne für die Auflösung des „Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen (WBGU)“ der Bundesregierung, nachdem der WBGU in einem Bericht nicht nur den Ausstieg aus der Kernenergie, sondern auch die völlige „Dekarbonisierung“ der Weltwirtschaft und damit faktisch die Zerstörung der wirtschaftlichen Existenzgrundlage für den größten Teil der Weltbevölkerung gefordert hatte.

Bei einer internationalen Konferenz des Schiller-Instituts in Rüsselsheim diskutierten dann am 2. und 3. Juli 350 Teilnehmer aus aller Welt über Wege, wie die globale Zivilisation vor dem Untergang bewahrt werden kann.

Und schließlich habe das Institut sich der weltweiten Mobilisierung gegen einen drohenden dritten Weltkrieg angeschlossen, die Lyndon LaRouche im Oktober 2011 begann.

Auf der Grundlage dieses Berichtes erteilten die anwesenden Mitglieder dem Vorstand die Entlastung, und Herr Apel leitete dann die Neuwahl des Vorstands ein, indem er die unveränderte Wiederwahl des bisherigen Vorstands vorschlug.

Während des Wahlvorgangs stellte die Vorsitzende des Movimento Solidarietà, Liliana Gorini, die eigens aus Italien angereist war, in einer Grußbotschaft die Frage „Wie würde Dante auf diese Lage reagieren?“, und sie beantwortete dies gleich selbst: „Er würde Van Rompuy, Draghi, Sarkozy und Monti in einen seiner Höllenkreise stellen - vielleicht den der Wucherer.“ (Den vollen Wortlaut ihrer Erklärung haben wir nebenstehend abgedruckt.)

Anschließend beantwortete Helga Zepp-LaRouche den Einwurf eines Gastes, daß Deutschland ja längst in die „Geburtenfalle“ gefallen sei, indem sie betonte, daß der Geburtenrückgang vor allem eine Folge der völligen Perspektivlosigkeit unserer Gesellschaft ist - „und daran wird auch eine Vermehrung der Kita-Plätze und eine Anhebung des Kindergeldes nichts ändern“. Die gegenwärtige Kultur vermittle den Eindruck, daß der Mensch nur ein Umweltbeschmutzer sei, und daß es sowieso zu viele Menschen gäbe. Aber das Gegenteil sei der Fall. Man müsse den Menschen die Möglichkeit aufzeigen, wie sie selbst zum Fortschritt der Menschheit beitragen können, dann werde auch der Pessimismus vergehen.

Nach diesen Beiträgen gab Rainer Apel das Ergebnis der Vorstandswahl bekannt: Der bisherige Vorstand, bestehend aus Helga Zepp-LaRouche, Ulrike Lillge, Portia Tarumbwa-Strid und Rainer Apel, wurde mit sehr großer Mehrheit im Amt bestätigt und wird die Arbeit des Vereins bis zur nächsten Mitgliederversammlung weiterführen.

Die neue Renaissance

Den Schlußpunkt dieses Teils - oder den Auftakt des folgenden - setzten Kwame Cole (Violine) und Werner Hartmann (Klavier) mit dem ersten Satz des Violinkonzerts in D-Dur (Op. 77) von Johannes Brahms. Dann führten Ulrike Lillge, Portia Tarumbwa-Strid und Karsten Werner drei Aspekte des zuvor gesagten weiter aus.

Den Anfang machte Frau Lillge, die über eine Ausstellung von Renaissance-Bildern in Berlin berichtete und anhand einer Auswahl der dort gezeigten Bilder den Kontrast zwischen der Denkweise der Humanisten und der oligarchischen Sicht der Venezianischen Schule demonstrierte.

Den gleichen Kontrast behandelte Portia Tarumbwa-Strid aus ganz anderer Sicht, indem sie die Entwicklungspläne des südafrikanischen Burenführers Paul Krüger, der die farbige Bevölkerung in die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung des Landes integrieren wollte, der imperialen Sicht des „Teile und Herrsche“ eines Cecil Rhodes gegenüberstellte, die der Politik der „Apartheid“ zugrunde liegt.

Karsten Werner schließlich berichtete über die Aufbauperspektive der Weltlandbrücke - aus der Sicht Wladimir Wernadskijs und des Basement-Wissenschaftsteams, nämlich als notwendigen Schritt der Menschheit auf dem Weg zu einer bewußt die Welt umgestaltenden „geologischen Kraft“. Dabei sei zu dieser Welt auch der „Weltraum“ zu rechnen, den die Menschheit durch ihre Aktivitäten zunehmend erforschen, erschließen und besiedeln muß, anstatt auf der Erde zu bleiben und sich den natürlichen Bedingungen zu unterwerfen, wie es die Grünen fordern, und abzuwarten, bis es der Menschheit ergeht wie den Dinosauriern.

„Die Lage wird sich schlagartig ändern“

In ihrem Schlußwort äußerte Helga Zepp-LaRouche die Hoffnung, daß sich die Lage schon sehr bald ändern wird, weil „der Schockeffekt von dem, was jetzt die neue Realität ist, sich bemerkbar machen wird. Und das ist eigentlich gut so“, sagte sie unter Verweis auf die typische Haltung der meisten, daß man ja doch nichts machen könne. „Ich glaube, daß wir auf eine Zeit zukommen, in der sich das schlagartig ändern wird.“ Denn schon jetzt sei bemerkbar, daß viele Menschen den Zusammenhang zwischen dem Finanzkrach und der Kriegsgefahr sehen.

Aber der erste Schritt zur Lösung sei, „daß man selber nicht blockt... Ich würde Sie wirklich bitten, daß Sie in dieser Situation vielleicht doch einen Schritt machen, den Sie vorher als nicht möglich betrachtet oder überhaupt nicht in Betracht gezogen haben, und das ist der Schritt, daß man eben sagt: Okay, selbst wenn die gesamte menschliche Gattung von den Menschen, die hier im Raum sind, abhängig wäre - was sie zum Glück nicht ist - tun wir jetzt wirklich alles, um diese Situation zu verhindern. Die Chance, daß wir es schaffen können, ist da... Die Lage ist katastrophal, es kann schief gehen, aber es kann auch genausogut passieren, daß wir gewinnen.“

alh


Die Videomitschnitte der Vorträge finden Sie auf der Internetseite des Schiller-Instituts (www.schiller-institut.de).