Produktive Kreditschöpfung 
  Neues Bretton Woods
  Glass-Steagall
  Physische Wirtschaft
  Kernenergie
  Eurasische Landbrücke
  Transrapid
  Inflation
  Terror - Cui bono?
  Südwestasienkrise
  11. September und danach
  Letzte Woche
  Aktuelle Ausgabe
  Ausgabe Nr. ...
  Heureka!
  Das Beste von Eulenspiegel
  Erziehungs-Reihe
  PC-Spiele & Gewalt 
  Diskussionsforum
  Wirtschaftsgrafiken
  Animierte Grafiken
* * * Internetforum mit Helga Zepp-LaRouche * * *
Neue Solidarität
Nr. 51-52, 21. Dezember 2011

LaRouches historische Rolle im Kampf gegen einen Weltkrieg

Von Jeffrey Steinberg

Jeffrey Steinberg, Militär- und Sicherheitsexperte des Executive Intelligence Review und enger Mitarbeiter Lyndon LaRouches, berichtete am 6. Dezember in einer Sendung mit Matthew Ogden von LPAC-TV über LaRouches Rolle als Katalysator des Widerstands führender Persönlichkeiten in den Vereinigten Staaten und der übrigen Welt gegen die britischen Pläne für einen atomaren Dritten Weltkrieg.

Jeder kompetente Militär- oder Geheimdienstoffizier, gleich welcher Regierung, weiß - insbesondere in den Vereinigten Staaten und in Israel, weil wir von einem präventiven Militärschlag gegen den Iran reden -, daß ein solcher Militärschlag höchstwahrscheinlich zu Gegenreaktionen und einer Eskalation führen würde, die sich sehr schnell zu einem Weltkrieg ausweiten würde, in den die USA, Rußland, China und andere Länder verwickelt wären. Und die Wahrscheinlichkeit, daß es in diesem Krieg zu einem Schlagabtausch mit Kernwaffen käme, wäre sehr groß. Wir reden hier also über etwas, was vielleicht sogar die gesamte Menschheit auslöschen könnte.

Deshalb besteht ein enormer Widerstand seitens der US-Militärführung gegen irgendwelche Militäraktionen gegen den Iran. Mehrere sehr ranghohe Militärs im Ruhestand haben sich öffentlich in dieser Hinsicht geäußert. So veröffentlichten wir beispielsweise ein Interview mit General Joseph Hoar,1 dem früheren Kommandeur des US-Zentralkommandos, der sich sehr klar und sehr nachdrücklich gegen ein militärisches Vorgehen ausgesprochen hat. Er spricht nur für sich, aber viele in den US-Streitkräften, im aktiven Dienst wie im Ruhestand, teilen seinen Standpunkt.

Wir haben auch den früheren Chef der IAEA [Internationale Atomenergiebehörde] Dr. Hans Blix interviewt,2 der auf die Frage, ob er glaube, daß der jüngste IAEA-Bericht Militäraktionen gegen den Iran rechtfertige, kategorisch antwortete: „Absolut nicht.“

Der entscheidende Punkt ist, daß kein Mensch so etwas auch nur entfernt für vernünftig halten kann, wenn er nicht völlig verrückt und ein Massenmörder ist.

Außerdem gibt es in Israel traditionellerweise bestimmte Leute, die zwar unzweifelhaft überzeugte Zionisten sind, aber sie sind auch Patrioten. Sie haben ein Verständnis dafür entwickelt, daß sie zu einem Land gehören, das in sehr gefährlichen Verhältnissen existiert, in einer wirklich gefährlichen Nachbarschaft. Und sie wissen, daß die Idee von [Regierungschef] Netanjahu und [Verteidigungsminister] Barak, zum jetzigen Zeitpunkt einen präventiven Schlag gegen den Iran durchzuführen, da doch jedermann weiß, daß der Iran weit entfernt vom Besitz von Atomwaffen ist, ein Akt des nationalen Selbstmords von Seiten Israels wäre.

Zwei Schachfiguren des Britischen Empire

Das Problem, mit dem wir es zu tun haben, ist, daß Benjamin Netanjahu in Israel und Präsident Barack Obama in den Vereinigten Staaten zwei Leute sind, die nicht nur mental gestört sind, sondern auch Schachfiguren einer bestimmten britisch-imperialen Fraktion sind, die buchstäblich die ganze Welt in die Luft sprengen will. Ihr Plan ist es, die Weltbevölkerung drastisch zu reduzieren, in einem Ausmaß, wie man es in der Geschichte noch nie erlebt hat. Prinz Philip redet davon, daß von den heute sieben Milliarden Menschen auf der Erde sechs Milliarden zuviel seien, und es gibt andere in seinen Kreisen, die genau dasselbe sagen.

Der Punkt ist, hier gibt es einen gefährlichen Faktor, weil die britische Oligarchie darüber verzweifelt ist, daß ein System, das seit der Zeit des Peloponnesischen Krieges und dem Aufstieg des Römischen Reiches existiert hat, jetzt an einem Bruchpunkt steht, einem jener Momente, wo ihm der völlige Untergang droht. Und es gibt bestimmte Leute, die sogar noch verrückter sind als Netanjahu und Obama, die einfach sagen: „Wenn wir die Welt nicht beherrschen können, dann sprengen wir alles in die Luft.“

Dabei herrschen gewisse Illusionen, daß man, wenn man einen Atomkrieg anfängt, problemlos wieder aufhören könne, wenn sechs Milliarden Menschen tot sind, aber nicht alle sieben Milliarden. Das ist schierer Wahnsinn, aber es ist ein Wahnsinn, der jetzt im Moment in einigen sehr mächtigen und sehr verzweifelten politischen Kreisen umgeht. Damit haben wir es zu tun.

Nun, wie ich schon sagte, es gibt in Israel verschiedene Strömungen: Einige Elemente des Zionismus sind moderner, weltlicher, patriotischer - das reicht in seinen Ursprüngen zum Teil bis zu den frühen zionistischen Siedlern in Israel 1948 zurück. Es gibt da also eine lange Tradition dieser Art.

Einige dieser Leute stammten aus den sozialistischen Bewegungen Europas und flohen vor drohenden Pogromen oder vor der Unterdrückung der Linken. Diese Tradition existiert.

Eine ganz andere Frage, auf die wir hier heute nicht eingehen können, ist die, ob nicht allen Formen des Zionismus ein grundsätzlicher Fehler innewohnt. Entscheidend für diesen Augenblick ist, daß es ein patriotisches Element gibt. Diese Leute sind im Militär, sie sind im Mossad, sie sind im Schin Bet, sie sind in anderen Institutionen der Regierung und Gesellschaft in Israel. Und sie melden sich aggressiver als in den letzten Jahrzehnten zu Wort, eben weil sie eine existentielle Krise sehen, weil Netanjahu so verrückt ist (und Barak ist inzwischen fast ebenso verrückt wie Netanjahu): daß er eine Militäraktion in Gang setzen könnte, die zur Zerstörung, zur Auslöschung Israels führen kann.

Netanjahu kommt aus einer anderen Tradition. Netanjahus Vater, der immer noch lebt - er ist inzwischen 100 Jahre alt - war der persönliche Sekretär und Erbe von Wladimir Jabotinsky. Zu Jabotinsky ist zweierlei zu sagen: Er war ein britischer Agent einer ganz bestimmten Sorte, von der gleichen Sorte, die wir von einem anderen berühmten Russen namens Parvus her kennen. Das war der Mann, der die Vorstellung vom „permanenten Krieg“ und der „permanenten Revolution“ entwickelte. Sie waren fanatische Anhänger der permanenten Revolution, radikale Jakobiner, die als hochrangige und geschickte Agenten der Briten wirkten.

Von Jabotinsky zu Netanjahu

Im Fall von Alexander Helphand Parvus war es Friedrich Engels, der unmittelbar als Förderer und Führungsoffizier im Interesse der britischen, fabianisch-imperialen Netzwerke beteiligt war. Parvus arbeitete mit Jabotinsky eng zusammen beim Aufstand der Jungtürken, die Teil der britischen Destabilisierungsoperationen waren, zu der auch das „Junge Europa“ und das „Junge Amerika“ gehörten.

Im Ersten Weltkrieg führte Jabotinsky sogar ein eigenes zionistisches Regiment innerhalb der britischen Armee an, das im Nahen Osten für die Briten kämpfte. Von Jabotinsky bis Netanjahu ist es also derselbe Stammbaum: Sie sind keine nationalistischen Patrioten, sie sind fanatische Ideologen der Doktrin des permanenten Krieges und der permanenten Revolution. Und gleichzeitig sind sie Agenten, die unter der Leitung der Briten arbeiten.

Und dagegen gibt es eine Revolte von Leuten in Israel, für die der frühere Mossad-Direktor Meir Dagan steht, oder die früheren Chefs der israelischen Streitkräfte, General Ashkenazi und General Mofaz. Verstehen diese Leute die volle Bedeutung dieser Krankheit des permanenten Krieges und der permanenten Revolution? Oder verstehen sie, daß Netanjahu in seinem Wahn und seinem Marsch in diesen Krieg als britischer Agent tätig ist? Ich glaube nicht, daß sie das verstehen. Sie folgen eher einem Impuls; sie sehen, daß ihr Land von einem Verrückten regiert wird, und daß sie kurz vor einem Militärschlag stehen, der mörderische, nicht wieder gutzumachende Konsequenzen für Israel nach sich zöge.

Diese existentielle Krise erinnert an frühere Zeiten. Es gab eine Zeit, Mitte der siebziger Jahre, was sich dann bis in die achtziger Jahre und danach hinzog, in der Lyndon LaRouche in direktem Gedankenaustausch mit verschiedenen führenden Persönlichkeiten in den alten, nationalistischen Kreisen in Israel stand.

Jedenfalls startete Lyndon LaRouche Mitte der siebziger Jahre eine Initiative, die tatsächlich die Form eines Gesetzesvorschlags annahm, das war das sogenannte „Gesetz für Frieden und Entwicklung im Nahen Osten von 1975“. Der Kern dessen, was Lyndon LaRouche sagte, war dies: Die Nahostregion war im Grunde seit mehr als 100 Jahren ein Laboratorium und ein Spielplatz für die kolonialen Manipulationen der Europäer, insbesondere der Briten. Das hat sehr tiefe Narben hinterlassen, es herrscht ein Haß, der zwei, drei oder vier Generationen weit zurückreicht. Daß man einfach so einen Bruderkuß und eine Einigung zwischen den Arabern und Israelis erreichen kann, ist sehr unwahrscheinlich.

Eine Kriegsvermeidungsstrategie

Die Frage ist also, wie vermeidet man Krieg? Wie schafft man es, einen gewissen Grad an Frieden und Wohlstand in diesem Teil der Welt zu schaffen? Wir reden hier über die Zeit unmittelbar nach dem großen Ölschwindel, als Anfang und Mitte der siebziger Jahre der Ölpreis massiv anstieg.

LaRouche sagte: Warum sollten der Iran, Saudi-Arabien, der Irak, alle diese Länder, automatisch alle ihre Ölprofite der Londoner City und der Wallstreet übergeben, wo sie dann gegen ihre Interessen verwendet werden? Warum nicht eine Entwicklungsbank für den Nahen Osten schaffen, und diese Entwicklungsbank dazu verwenden, langfristige Kredite für Projekte zu vergeben, welche diese Region völlig verändern werden?

Unter diesen Umständen gäbe es natürliche Berührungspunkte der jeweiligen Interessen. In Israel gab es damals noch eine wirklich hochentwickelte Bevölkerung, sie waren hochgebildet und technikorientiert. Israel verfügte über sehr gute Kenntnisse in der Landwirtschaft, es hatte die Kernkraft und andere Hochtechnologie-Kapazitäten.

In anderen Worten: Es existierte ein hochentwickeltes Arbeitskräfte-Potential, das für Projekte genutzt werden konnte, die der gesamten Region nützen. Auch Ägypten hatte eine sehr große, relativ hochqualifizierte Bevölkerung. Ägypten hat heute 85 Mio. Einwohner, damals waren es etwa 60 Mio. Menschen. Auch sie hatten gewisse Fertigkeiten.

Und dann gab es natürlich auch riesige Bedürfnisse. Im Mittelpunkt der großen Krisen im Nahen Osten stand immer das Wasser. Das Potential für große Wasserprojekte, durch welche die Region wieder ein Brotkorb der Welt werden könnte - das waren die Themen, die auf dem Tisch lagen. Und diese Ideen fanden Anklang bei vielen aus der alten Führung, die damals noch lebten und sehr aktiv waren.

LaRouche besucht den Irak

1975 wurde LaRouche in den Irak zu einer Feier eingeladen, zum Jahrestag der Gründung der Ba’ath-Partei. Er war dort und hatte Gelegenheit, viele arabische Diplomaten, einen Wissenschaftler, Regierungsvertreter und Ökonomen zu treffen. Und genau zu diesem Zeitpunkt startete Henry Kissinger eine große Destabilisierung der gesamten Region, in Form des Bürgerkriegs im Libanon.

LaRouche wurde dann zu einer Art privatem Treffen außerhalb von Bagdad geholt, und eine Gruppe von Diplomaten wollte dort wissen, was seiner Meinung nach vor sich gehe. Er warnte, man stehe vor dem Ausbruch eines von außen, von den Briten manipulierten Bürgerkrieges im Libanon, der dazu dienen sollte, die gesamte Region zu destabilisieren.

Und es herrschte großes Interesse an LaRouches Vorschlag für diese Methode wirtschaftlicher Entwicklung zur Überwindung sonst scheinbar völlig unentwirrbarer Probleme.

Damals gab es übrigens eine Einladung des irakischen Botschafters in Frankreich, der anbot, ein Treffen in Europa zu veranstalten, bei dem Herr LaRouche seinen Vorschlag vorstellen könne. Gleichzeitig erweiterte LaRouche die Idee einer Entwicklungsbank für den Nahen Osten und schlug die Gründung einer Internationalen Entwicklungsbank vor, nach einem Moratorium auf unbezahlbare Schulden - schon damals.

Dieses Treffen in Paris wurde dann abgesagt, infolge einer persönlichen Intervention Henry Kissingers, der dem Irak und jedem anderen Land, das an dieser Veranstaltung mit Herrn LaRouche teilnähme, praktisch mit einem Nahrungsmittelkrieg drohte.

Aber interessanterweise wurde LaRouche nach seiner Rückkehr nach New York von Abba Eban kontaktiert, der damals Gastprofessor an der Columbia-Universität war. Er lebte damals zeitweilig in New York, aber er war Außenminister Israels gewesen und wurde später Vorsitzender des Knesset-Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und nationale Sicherheit. Er gehörte zu den prominentesten Figuren im zionistisch-patriotischen Lager in Israel. Und Abba Eban trat an LaRouche heran, und sie führten mehrere sehr offene Gespräche.

Vor allem interessierte Eban sich sehr für LaRouches Vorschlag für einen ganz neuen Lösungsansatz, außerhalb des Rahmens von Weltwährungsfonds und Weltbank und des malthusianischen Wahnsinns. Man erinnere sich, daß damals gerade die Idee aufkam, es gäbe Grenzen des Wachstums, man müsse alles zurückfahren und die Bevölkerungszahl verringern - dieser ganze Wahn. Was LaRouche dagegen vorschlug, war also eine ganz frische und typisch amerikanische Idee, nämlich: Wir werden uns einen Weg zu mehr Wohlstand im gemeinsamen Interesse aller schaffen, und wir werden zwischen Ländern, die eine lange Geschichte der Feindschaft haben, eine Prinzipiengemeinschaft herstellen.

Abba Eban sagte zu LaRouche in diesem Zusammenhang: „Schauen Sie, ich bin sehr besorgt, denn ich sehe schon nah am Horizont, daß die Rechten in Israel an die Macht kommen werden, und uns bleibt nur sehr wenig Zeit, etwas zu tun, um das zu stoppen.“ Er gab auch zu, daß der Krieg 1967 einer der schlimmsten Fehler war, den Israel je gemacht hatte, als sie das Westjordanland und Gaza und die Golan-Höhen eroberten und ganz Jerusalem besetzten, weil dies einen viel tieferen Graben zwischen Israel und allen seinen arabischen Nachbarn aufgerissen hatte. Das hatte einen unlösbaren Konflikt heraufbeschworen, und er sah, daß dies sich in eine noch viel gefährlichere, tödlichere Richtung bewegte, weil er fürchtete, daß der Likud-Block und der Herut-Block an die Macht kommen würden.

1977 wurde dann tatsächlich Menachem Begin zum Premierminister Israels gewählt, und innerhalb eines Jahres kam es dann zur israelischen Invasion in den Süden des Libanon. Es gab keinen großen Krieg im Nahen Osten, wie 1948, 1967 oder 1973, aber seither lebt man in einem sehr realen Sinn in einer langanhaltenden Periode des permanenten Krieges in der gesamten Region, eines Kleinkrieges, der einfach kein Ende findet. Ob es nun die Invasion des Libanon 1978, die Invasion des Libanon 1982-83, die Operation Bleiguß - die israelische Invasion des Gazastreifens 2008 - oder davor die Invasion in der West Bank waren: Es war ein einziger, permanente Zustand von Krieg und Instabilität. Und jetzt steht die Region vor der Explosion.

Die Revolte der nationalistischeren Elemente in Israel erinnert also sehr an die Zusammenarbeit von LaRouche damals, zunächst mit Abba Eban, was später in einem Dialog mit Nachum Goldman und dann mit Rabbi Arthur Hertzberg fortgesetzt wurde. Das war eine Gruppe von Leuten, die sich damit abfanden, in bestimmten Fragen mit LaRouche nicht einig zu sein, die aber erkannten, daß sein Grundansatz, der wesentlich in der Vorstellung wirtschaftlicher Gerechtigkeit wurzelte, sehr mit ihren eigenen Überzeugungen übereinstimmte.

Und in dieser Zusammenarbeit liegt eine sehr wichtige Botschaft über die Geschichte dieser ganzen Periode. Wenn wir jetzt einen katastrophalen Krieg vermeiden wollen, dann müssen diese Kräfte ermutigt und gestärkt und inspiriert werden. Denn wir stehen jetzt vor einem Abgrund: Es gibt tatsächlich keine Garantie, daß die Bemühungen - vor allem die Bemühungen führender amerikanischer Militärs - diesen Krieg zu verhindern, tatsächlich auch Erfolg haben werden.

Obama muß aus dem Amt entfernt werden

Wir haben einen Präsidenten Obama, der an den Fäden Londons hängt, von eben jener Fraktion, die in der Verzweiflung die ganze Welt in die Luft jagen will, weil sie die reale Gefahr sieht, daß ihr ganzes imperiales System, dieses Römische Reich unserer Tage, das man das Empire nennt, zusammenbrechen wird. Wir stehen vor dem Zerfall des gesamten transatlantischen Finanz- und Währungssystems. Und dieses System war der Anker des Empire: die Macht, eine private, oligarchische Kontrolle über das westliche Finanzsystem auszuüben.

Und natürlich merken sie, daß Asien im Unterschied zur transatlantischen Region nicht nur überlebt, sondern teilweise sogar prosperiert. Das ist für sie völlig unerträglich. Deshalb hat Obama in letzter Zeit Rußland und China in verrückter Weise angegriffen. Das hat viele Leute überrascht, aber nicht Lyndon LaRouche, nicht uns, weil wir wissen, daß wir es bei ihm mit einer Nero-artigen Persönlichkeit zu tun haben.

Und im Falle Netanjahus gibt es nicht nur diese Persönlichkeit, sondern auch eine ideologische Vorgeschichte, die bis zu seinem Vater zurückreicht, der, wie ich schon sagte, immer noch lebt und großen Einfluß auf ihn hat, und zu diesem Parvus-Jabotinski-Komplex, der eine hundertjährige Geschichte als kriegführender Aktivposten des britischen Geheimdienstes hat.

Entscheidend ist, was LaRouche seit Monaten betont und was jetzt auch immer mehr Leute in Washington zu begreifen beginnen: daß man Präsident Obama auf verfassungsmäßige Weise aus seinem Amt entfernen muß. Es gibt keine Alternative dazu. Es gibt keine Möglichkeit, diese Frage irgendwie zu umgehen. Die Briten wollen einen großen Krieg in Gang setzen. Und sie können keinen großen Krieg beginnen, wenn die Vereinigten Staaten nicht unter der Kontrolle dieser Möchtegern-Kriegstreiber stehen. Dazu muß Obama gestürzt werden, und es gibt schon jetzt mehr als genug Gründe, die dazu berechtigen. Es gibt Gründe für seine Absetzung, es gibt Gründe für den Vizepräsidenten, Abschnitt 4 des 25. Verfassungszusatzes anzuwenden, um ihn aus dem Amt zu entfernen, weil er geistig nicht in der Lage ist, sein Amt auszuüben. All das ist jetzt auf dem Tisch.

Unser Hauptpunkt ist: Man muß verstehen, daß wir uns in dieser Existenz-Krise befinden, und daß das Problem von London ausgeht. Und daß der Zeitrahmen absolut entscheidend ist. Es wurden viele wichtige Schritte unternommen, vor allem von führenden Militärkreisen in den USA, um den Zeitplan über den Haufen zu werfen und so die britischen Kriegspläne zu stören. Aber die werden sich immer wieder neu formieren und zurückkommen.

Und dann haben sie diese beiden Aktivposten - Netanjahu und Obama. Und die wissen auch, daß sie im Iran Leute ausnutzen können, die vorhersehbar dazu provoziert werden können, etwas zu tun, was dann einen Vorwand zum Krieg liefert. Es könnte einen entsprechenden Zwischenfall geben - auch einen völlig künstlich fabrizierten Zwischenfall, wie den im Golf von Tonkin, der die Vereinigten Staaten in den Vietnamkrieg hineinzog. Es gibt jetzt viele Dinge, die jemand tun könnte, um uns buchstäblich innerhalb weniger Momente oder Stunden an den Rand der thermonuklearen Auslöschung zu bringen.

Und deshalb muß etwas Entscheidendes geschehen, womit man die Voraussetzungen dafür praktisch beseitigt. Und die einzige Option dafür, die auf dem Tisch liegt, ist die, unter Berufung auf die Verfassung ein Absetzungsverfahren gegen Präsident Obama in Gang zu setzen. Oder Mitglieder des Kabinetts müssen zu dem Schluß kommen, über den viele von ihnen bereits nachdenken, nämlich, daß dieser Kerl verrückt ist und daß er jeden Augenblick, den er noch im Amt ist, eine Gefahr für die Vereinigten Staaten und für die Menschheit darstellt.

Der 25. Verfassungszusatz

Genau aus diesem Grunde wurde der 25. Verfassungszusatz überhaupt erst geschaffen. Die beiden Fälle, die man dabei untersucht hat, waren folgende: Was wäre geschehen, wenn Präsident Kennedy überlebt hätte, aber gesundheitlich nicht mehr in der Lage gewesen wäre, weiter das Präsidentenamt auszuüben? Es gab keinen klar definierten Mechanismus, was man mit einem Präsidenten macht, der zwar noch lebt, aber sein Amt nicht mehr ausüben kann. Es gab auch den Präzedenzfall von Präsident Wilson, der irgendwann entweder einen Schlaganfall oder einen geistigen Zusammenbruch erlitt und in den letzten 18 Monaten seiner Präsidentschaft nur noch vor sich hin vegetierte. Man hielt ihn im Oval Office verborgen, und andere Leute, die nicht gewählt waren, trafen alle Entscheidungen.

So hat man sehr gründlich über den 25. Verfassungszusatz debattiert und sorgfältig formuliert, und nun existiert er und wartet nur noch darauf, angewandt zu werden. Er ist genau das richtige Instrument, um diesen Präsidenten sehr schnell aus dem Amt zu entfernen, bevor die Atomsprengköpfe fliegen.

Ich war wütend, als [die damalige Außenministerin] Condi Rice das falsche Bild des Atompilzes heraufbeschwor, obwohl sie genau wußte, daß Saddam Hussein gar nicht in der Lage war, Atomwaffen herzustellen. Aber mit Israel ist das anders. Und es ist allgemein unter den gegenwärtigen Umständen ganz anders. Es besteht eine akute Gefahr, daß die Lage sehr schnell außer Kontrolle gerät.

Die entscheidende Flanke ist also, Obama aus dem Amt zu entfernen, dann sind die Aussichten für die Zukunft glänzend. Aber wir müssen uns dieser unmittelbaren und gegenwärtigen Realität stellen, und wenn man dieser Frage ausweicht, setzt man praktisch die ganze Menschheit einer existentiellen Gefahr aus.


Anmerkungen

1. Siehe „Ehemaliger CENTCOM-Kommandeur warnt vor Militärschlag gegen den Iran“, Neue Solidarität 48/2011.

2. Siehe „Dr. Hans Blix: IAEA-Bericht rechtfertigt keinen Krieg“, Neue Solidarität 48/2011.

Lesen Sie hierzu bitte auch:
Eine Welt am Ende ihrer Weisheit: Das Ende der Weltkriege!
- Neue Solidarität 50/2011
Was Lyndon LaRouche wirklich sagt
- Internetseite der Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo)
Ältere Schriften von Lyndon H. LaRouche aus den Jahren 1981-2006
- Internetseite des Schiller-Instituts
Internetseite des LaRouche-Aktionskomitees
- in englischer Sprache