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Neue Solidarität
Nr. 51-52, 21. Dezember 2011

„Um den Weltkrieg zu verhindern, brauchen wir Mut!“

New Jersey. Bei einer Bürgerversammlung in New Jersey stand das Thema Mut im Mittelpunkt - der Mut zu Revolutionen in der Wissenschaft, und der Mut, Obama abzusetzen, um einen Weltkrieg zu verhindern.

Im Geiste der „Neuen Präsidentschaft“, die Lyndon LaRouche und sein sechsköpfiges Team von Kongreßkandidaten in Amerika aufbauen, veranstaltete das LaRouche-Aktionskomitee in New Jersey am 11. Dezember erstmals eine Bürgerversammlung mit der Kongreßkandidatin Diane Sare, Shawna Halevy vom LPAC-Wissenschaftsteam und, per Skype-Videoübertragung aus Virginia live zugeschaltet, Lyndon LaRouche selbst. Mehr als 100 Gäste waren zu der Veranstaltung gekommen, die auch Hunderte weitere im ganzen Land über das Internet mit verfolgten. Die Versammlung wurde vom Chor der LaRouche-Bewegung mit der amerikanischen Nationalhymne und einen Chorstück aus Händels Messias eröffnet.

Dann begann Diane Sare mit ihrem Vortrag, in dem sie in zahlreichen Metaphern den Geist des gegenwärtigen Moments erfaßte. Sie wandte sich polemisch gegen die pessimistische Haltung, daß es nicht zu einem Absetzungsverfahren gegen Obama kommen werde, weil „die da oben das niemals zulassen werden“, und stellte fest: „Die meisten Pessimisten wissen gar nicht, wie schlimm die Lage wirklich ist.“

Dann beschrieb sie Punkt für Punkt das strategische Bild, das bestimmt ist von den Bestrebungen des Britischen Empire und der Regierung Obama, Rußland durch diplomatische Provokationen, Militärmanöver und die Stationierung einer Raketenabwehr an der Grenze herauszufordern. „Stellt euch vor, Rußland würde Atomraketen an der amerikanisch-mexikanischen Grenze aufstellen, und das damit begründen, sie seien besorgt über die militärische Bedrohung aus Nigeria. Würde das irgendeiner glauben?“ Das löste ein Nachdenken über die eigentlichen Gründe und Motive für diese Entwicklungen aus.

Dann kam sie auf Schillers Idee der erhabenen Seele zu sprechen. So wie Johanna von Orleans ihr Leben für Frankreich hingab, und so wie ein Feuerwehrmann in ein brennendes Haus geht, um einen völlig fremden Menschen zu retten, so müßten auch wir heute den gleichen Mut aufbringen und alles riskieren, um die Heiligkeit der menschlichen Natur zu verteidigen. Betrachte man die Geschichte der Kriege, so war es nicht selten die Seite, die die größeren Verluste auf sich nahm, die am Ende gewann. Wenn man für eine gerechte Sache kämpft, wie im Zweiten Weltkrieg oder im Amerikanischen Bürgerkrieg, dann sei sie es auch wert, für sie zu sterben.

Aber da wir es mit der Gefahr eines Atomkrieges zu tun haben - und dies war ein Punkt, der später von Lyndon LaRouche aufgegriffen wurde - werden wir unseren Mut nicht auf einem traditionellen Schlachtfeld beweisen müssen. Man brauche nun vielmehr den Mut, ein Absetzungsverfahren gegen Präsident Obama durchzusetzen und dann das britische Finanzempire zu zerschlagen. Die Vereinigten Staaten seien heute das einzige Land, das tatsächlich einen Atomkrieg führen könnte, und deshalb würde den Briten durch die Entfernung Obamas aus dem Amt die Möglichkeit genommen, einen solchen verrückten Angriff in Gang zu setzen.

Mein Freund, das Genie Einstein

Mut war auch das Thema des Vortrags von Shawna Halevy, die den LPAC-TV-Film „Das Genie Einstein“ (http://www.larouchepac.com/node/15482) produziert hat. Darin macht sie den Zuschauer mit ihrem „Freund“ Albert Einstein bekannt, einem Mann, dessen kreatives Genie - das jetzt von britischen Kreisen angegriffen wird - nicht durch eine Abfolge von Ereignissen geformt wurde, sondern vorsätzlich von Einstein selbst, der den Mut hatte, das kreative Universum Gottes zu entdecken und zu verteidigen.

Sie skizzierte den Weg dieses zielstrebigen Genies, seit der Zeit, als er im Alter von fünf Jahren versuchte, die Natur Gottes durch die Religion kennenzulernen, was er dann mit 12 Jahren zu einem Konzept des Schöpfergottes weiterentwickelte, bis er schließlich den Begriff des kreativen Universums als solchem definierte.

Die Veranstaltung fand tatsächlich nicht weit von Einsteins amerikanischem Zuhause in Princeton statt, das er nach seiner Flucht aus Nazideutschland London als Ort seines Exils vorzog. Halevy beschrieb Einsteins Lage und seine Beziehungen in der sich ändernden Dynamik, die durch den Tod von Präsident Franklin Delano Roosevelt, durch Trumans Einsatz der Atombomben gegen Hiroshima und Nagasaki, durch die Solvay-Konferenzen etc. entstand. Er fand sich in einer Welt, die er zunehmend mit den Schrecken des Naziterrors in Deutschland verglich - Zustände, die heute in den Vereinigten Staaten und in Europa in ihr Endstadium eingetreten sind: „Ich habe mich kaum jemals so entfremdet von den Menschen gefühlt wir im Moment... Das schlimmste ist, daß es nirgendwo etwas gibt, womit man sich identifizieren kann. Überall Brutalität und Lügen.“

Was Einstein jedoch durch diese Zeit hindurchhalf, war die gleiche mutige Geisteshaltung, die ihm schon die Entdeckung der speziellen Relativität ermöglicht hatte. Er arbeitete sein Leben lang entschlossen an der Weiterentwicklung der klassischen Vorstellungskraft bzw. dessen, was Platon als Seele bezeichnet. LaRouche bezeichnete dies dann in seinem Vortrag als die Waffe des klassischen Geistes. Einstein spielte Geige, wie viele Leser wissen dürften, und er versuchte immer, einen „Zustand des Werdens“ zu schaffen, der durch seine musikalische Vorstellungskraft statt durch bloße Sinneseindrücke bestimmt war.

Sogar das Hören an sich liefert und, ähnlich wie das Sehen, falsche Eindrücke: „Der Klang begrenzt Objekte nach Art der Sinneswahrnehmungen.“ Einsteins Musik und seine Gedankenexperimente schufen Metaphern für die wahren Prinzipien, die dem Bereich der Sinneswahrnehmungen zugrunde liegen.

Dies provozierte etliche Fragen und Bemerkungen von der Art „Glaubte Einstein an Gott?“ bis zu der Bitte, mehr über Einsteins begeisternde Gedankenexperimente zu erfahren, mit denen er zeigte, daß es keinen „absoluten Beobachter des Universums“ geben kann. Eine Dame aus dem Publikum berichtete, wie Einstein spät am Abend in der Küche für den Freund ihrer Mutter Geige gespielt hatte - einen in Deutschland geborenen Koch, der für den Bürgermeister der Stadt Newark in New Jersey arbeitete, bei dem Einstein oft zum Essen eingeladen war. Trotz der Kampagne des Britischen Empires, Einstein als zerstreuten Professor hinzustellen, dessen Entdeckungen widerlegt seien, wurde deutlich, daß viele im Publikum eine persönliche Beziehung zu Einstein spürten, wobei einige von ihnen ihn, wie schon Shawna, als ihren „Freund“ bezeichneten.

Obama abzusetzen: eine Frage des Muts

Schließlich folgte Lyndon LaRouches live übertragenes „Kamingespräch“, das einen Zuschauer aus Kalifornien zu der Bemerkung veranlaßte, LaRouche habe so viel Leidenschaft, daß er mindestens zehn Jahre jünger wirke. LaRouche forderte alle Bürger auf, „einen Mut zu entwickeln, wie ihn die Bürger in früheren Zeiten hatten... Wir können ja viel über Mut reden, aber Mut besteht nicht einfach darin, daß man hingeht und sich traut, jemanden zu verprügeln, oder etwas in der Art. Nein, Mut ist die Fähigkeit, das zu tun, was man tun muß, auch wenn es sehr gefährlich ist. Das ist Mut. Und unter den Mitgliedern des Kongresses gibt es nicht viel Mut von dieser Art.“

Diese Idee des Mutes - und des Mutes zur rechten Zeit - war ein immer wiederkehrendes Thema. „Seit Anfang letzter Woche, seit dem vergangenen Montag, erlebt Westeuropa einen Zusammenbruch. Und die Vereinigten Staaten stehen kurz vor dem gleichen transatlantischen Zerfall. In der gegenwärtigen Form ist die Sache am Ende. Und in der gegenwärtigen Form wird es weder zu unseren Lebzeiten noch danach einen Aufschwung geben, wenn wir ihn jetzt nicht herbeiführen. Meine Einschätzung ist, daß wie wir da niemals herauskommen werden, wenn wir nicht sehr bald den derzeitigen Präsidenten der Vereinigten Staaten aus dem Amt entfernen.“

Leider zeige sich der besagte Mangel an Mut oft darin, daß damit gezögert werde, Obamas sofortige Amtsenthebung einzuleiten und Außenministerin Hillary Clinton gegen dessen Einschüchterungen in Schutz zu nehmen. „Obama hat mehr getan, um die Vereinigten Staaten zu verraten und zu zerstören, als jeder andere Verräter in unserer Geschichte. Aber wir müssen ihm das verzeihen, denn er ist geistig unzurechnungsfähig. Aber können wir angesichts eines verrückten Präsidenten, der eine mörderische Politik betreibt und unter Verfassungsbruch Kriege führt - können wir da denjenigen vergeben, die die Macht dazu hätten, aber nicht den Mut haben, diesen Kerl wegen Amtsunfähigkeit und wegen seiner häufigen Verfassungsbrüche, für die er verantwortlich ist, abzusetzen?“

Die meisten Fragen kamen anschließend von Teilnehmern der Veranstaltung, die in der einen oder anderen Weise in der Frage, Führung zu übernehmen, mit sich selbst kämpften. Das Format der Veranstaltung erlaubte es sogar, daß es zu einem richtigen Dialog zwischen LaRouche und den Fragestellern kam.

Ganz wie es LaRouche und die übrigen Redner der Veranstaltung beabsichtigt hatten, verließen die Gäste die Veranstaltung mit einem Gefühl des Optimismus und dem Wunsch, selbst mehr als bisher zu aktiv zu werden. Dank der revolutionären Technik der Live-Übertragung konnte dieser Optimismus auch etlichen Zuschauern im ganzen Land unmittelbar vermittelt werden.

Alexandra Phillips

Lesen Sie hierzu bitte auch:
Die nationale Kampagne des LaRouche-Aktionskomitees
- Neue Solidarität 16-17/2011