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Neue Solidarität
Nr. 1-2, 8. Januar 2014

LaRouche: Entscheidung der Ukraine reduziert die Weltkriegsgefahr

Strategische Lage. Die Eingliederung der Ukraine in EU und NATO sollte die Einkreisung Rußlands vorantreiben.

Lyndon LaRouche verfaßte Ende Dezember mehrere Schriften1 zu den Hintergründen der strategischen Weltlage und insbesondere zur Entscheidung der ukrainischen Regierung, das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union und der NATO nicht zu unterzeichnen. Der Kern seiner Analyse besagt: Diese Entscheidung hat ein sonst vermutlich unaufhaltsames Abgleiten in einen Weltkrieg verhindert. Die Gefahr besteht jedoch weiter, solange US-Präsident Barack Obama im Amt bleibt und die anglo-holländische Finanzoligarchie das globale Finanzsystem beherrscht. Während Europa und die Vereinigten Staaten immer weiter in den realwirtschaftlichen und finanziellen Ruin stürzen, schmieden die Nationen Eurasiens unter der Führung von China, Rußland und Indien Pläne zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit für reales Wachstum. Als Reaktion darauf will die anglo-holländische Oligarchie regionale Konflikte, massenmörderische Kriege und eine Entvölkerung der Erde durch Hunger und Seuchen in Gang setzen.

LaRouches Schriften bedeuten zusammengenommen einen großen Schritt vorwärts beim Verständnis der einzigartigen Rolle des menschlichen Geistes und infolgedessen auch der menschlichen Gesellschaft, die in der Lage ist, sich eine bessere Zukunft vorzustellen und sie sich aufzubauen. Diese Fähigkeit ist für einen positiven Ausgang des derzeitigen globalen Ringens entscheidend.

Die führenden Nationen Eurasiens sprechen sich untereinander ab, um eine Zukunft mit wissenschaftlichem Fortschritt, Kooperation souveräner Nationen und realem wirtschaftlichen Fortschritt zu schaffen. Einer Höhepunkt in dieser Hinsicht war die Landung des chinesischen Raumfahrzeugs auf dem Mond, das bereits Daten zur Erde übermittelt, die Durchbrüche bei der Strategischen Verteidigung der Erde gegen gefährliche Asteroiden und Kometen schaffen könnten.

Gleichzeitig gibt es eine ganze Reihe neuer Wirtschaftsabkommen zwischen Rußland, der Ukraine, China, Indien, Japan und Südkorea, die glänzende Aussichten für die Zukunft der Bevölkerung in ganz Eurasien und damit die Mehrheit der sieben Milliarden Menschen auf der Erde eröffnen. Die asiatischen Nationen stehen auch ganz vorn bei der Entwicklung kommerziell einsetzbarer Fusionsreaktoren, die uns fast unbegrenzt billigen Strom, lebenswichtige Rohstoffe und Trinkwasser verschaffen werden.

Ein Durchbruch bei der Kernfusion kann, wie LaRouche im vergangenen Jahr oft betont hat, in Verbindung mit einer Kombination von Großprojekten wie der Nordamerikanischen Wasser- und Stromallianz NAWAPA, dem Beringstraßen-Tunnel, der Neuen Seidenstraße und dem Kra-Kanal ein Jahrhundert beispiellosen Fortschritts und Wohlstands für die ganze Menschheit einleiten.

Eine Einigung der maßgeblichen transpazifischen Nationen einschließlich der Vereinigten Staaten auf einen solchen Entwicklungskurs ist die einzige Alternative zu den Entvölkerungsplänen der anglo-holländischen Oligarchie mit ihren Handlangern an der Wall Street und im Weißen Haus.

Die anglo-holländische Strategie

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Fall der Berliner Mauer Ende der achtziger Jahre läuft die anglo-holländische Strategie darauf hinaus, Rußland und China durch feindliche Mächte einzukreisen, um die eurasischen Entwicklungspläne zu vereiteln, weil diese das Ende der jahrhundertelangen unbeschränkten Macht der Oligarchie besiegeln würden. Wie Prinz Philip, der Ehemann der Queen, und der inzwischen verstorbene Prinz Bernhard der Niederlande am offensten erklärt haben, gehört es zu den anglo-holländischen Plänen, mit verschiedenen Methoden die Weltbevölkerung von sieben auf weniger als eine Milliarde Menschen zu verringern.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich die anglo-holländischen Kräfte in den letzten Jahrzehnten besonders auf die transatlantische Region und insbesondere die USA konzentriert. Durch Abbau und Auslagerung von Hochtechnologie und Maschinenbau, Kürzungen bei Forschung und Bildung, Ausschlachten durch Spekulation und andere Maßnahmen wurde Amerika als Industrie- und Technologiezentrum praktisch ausgeschaltet. Die Zerstörung Europas unter dem Maastricht-System der EU ging sogar noch weiter, so daß heute nur noch in Deutschland Reste des früheren wirtschaftlichen Potentials von West- und Mitteleuropa verblieben sind.

Innerhalb dieses Gesamtplanes kam der Ukraine eine besondere Rolle zu. Die Ukraine sollte gezwungen werden, sich der EU und der NATO anzuschließen, um auf diese Weise Rußland zu zerstören und die Eurasische Landbrücke zu zerbrechen. Eine Eingliederung der Ukraine in den westlichen Block wäre eine tödliche Bedrohung für Rußlands Fähigkeit zur Selbstverteidigung. Diese Pläne haben nun durch die Entscheidung der Ukraine, sich der westlichen Erpressung nicht zu beugen und ihre Wirtschaftsbeziehungen zu Rußland und weiter nach Osten aufrechtzuerhalten, einen schweren Rückschlag erlitten.

Im Kern handelt es sich bei diesen Plänen um eine Fortsetzung des strategischen Programms (das sog. „Große Spiel“ der Geopolitik), das schon seit dem 19. Jahrhundert verfolgt wird und das im 20. Jahrhundert zu den beiden Weltkriegen und zum Kalten Krieg geführt hat. LaRouche schreibt, in dem Zusammenhang sei der Sturz des deutschen Reichskanzlers von Bismarck Ende des 19. Jahrhunderts der eigentliche Ausgangspunkt der beiden Weltkriege gewesen.

Der wichtigste Unterschied bei der Lage heute ist, daß Rußland und China über eine umfassende nukleare Zweitschlagskapazität verfügen. Das bedeutet: sollte die NATO einen atomaren Erstschlag wagen, um Rußland und China als Konkurrenten auszuschalten, dann kann dies mit der Auslöschung der Menschheit enden.

Russische Spitzenvertreter haben in den letzten Wochen deutlich gemacht, daß die neue Militärstrategie der USA „Prompt Global Strike“, d.h. die Fähigkeit, innerhalb einer Stunde an jedem Ort der Welt einen Präzisionsangriff mit konventionellen Waffen durchzuführen, von Rußland mit nuklearen Zweitschlägen beantwortet würde, weil man bei einem US-Angriff nicht sicher sein könne, ob dies ein nuklearer oder konventioneller Angriff ist. Führende russische Militärs warnen auch ihre Kollegen im Pentagon, sie hätten die Zweitschlagskapazität Chinas massiv unterschätzt. Gemeinsam könnten Rußland und China einen US-Erstschlag besiegen. Dennoch deutet alles darauf hin, daß die britisch-imperiale Fraktion ihre Konfrontationsstrategie weiterverfolgen will, wie die jüngsten Entwicklungen in Südwest- und Ostasien, in der Ukraine und in Rußland zeigen.

Der Faktor Obama

Die nachdrücklichen Hinweise auf die russisch-chinesischen nuklearen Zweitschlagskapazitäten haben zwar den Kriegstreibern einen großen Strich durch die Rechnung gemacht, aber die Gefahr wird nicht ausgeräumt sein, solange die anglo-holländische Marionette Obama im Weißen Haus sitzt und die Wall Street als Anhängsel der aus London gesteuerten Finanzwelt in der amerikanischen Politik das Sagen hat.

Das Scheitern der Gesundheitsreform („Obamacare“) und der Bankenstützungspolitik („Dodd-Frank“), die Enthüllungen über die Ausspähmethoden der NSA und andere Verfassungsbrüche haben Obamas Präsidentschaft massiv geschwächt, und dadurch eröffnet sich nun erfreulicherweise die Möglichkeit, ihn bald aus dem Amt zu entfernen. Das Haupthindernis dabei ist der völlige Bankrott der politischen Parteien und der Mangel einer politischen Führung als Alternative. Wenn man die Verfassung ernst nimmt, ist Obamas Absetzung offensichtlich mehr als geboten. Umgekehrt würde sein Verbleiben im Amt praktisch garantieren, daß die Vereinigten Staaten als Nation zusammenbrechen, was schwerwiegende Konsequenzen für die ganze Welt hätte.

Wenn wir die Weltkriegsgefahr beenden wollen, sind für die USA zwei Dinge unverzichtbar: erstens Obamas Absetzung oder erzwungener Rücktritt, und zweitens die Einführung des Glass-Steagall-Trennbankengesetzes, um die Macht der Wall Street zu brechen. Beide Maßnahmen müssen sofort eingeleitet werden, wenn der Kongreß nach Washington zurückkehrt, nur dann läßt sich ein Atomkrieg mit völliger Sicherheit abwenden. Wenn nach Obamas Abgang Vizepräsident Joe Biden die Präsidentschaft übernimmt, könnten die Vereinigten Staaten unter seiner Regierung zu den Prinzipien ihrer Verfassung zurückkehren und ein Programm zum Wiederaufbau und Aufbau der Wirtschaft in Gang bringen, nachdem die Wirtschaft von der Last der krebsartigen Spielschulden der Wall Street und der Londoner City befreit ist. Die Wiedereinführung des Glass-Steagall-Trennbankensystems ist der schwerste Schlag, den wir der Herrschaft der anglo-holländischen Finanzoligarchie versetzen können. Das ist die Aufgabe, die wir im neuen Jahr erledigen müssen.

Jeffrey Steinberg


Anmerkung

1. „Science and Christmastime“, „The Strategy for the New Year“, „The Science of the Human Mind“, alle (in englischer Sprache) auf der Internetseite des LaRouche-Aktionskomitees http://larouchepac.com.