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Neue Solidarität
Nr. 26, 25. Juni 2014

Grußbotschaften aus aller Welt

Der Konferenz des Schiller-Instituts, die am 15. Juni in New York stattfand, wurden zahlreiche Grüßbotschaften aus aller Welt übermittelt. Eine Auswahl.

Sergej Glasjew, Russische Föderation, Ökonom, Akademiemitglied, Berater Putins

Moskau, 13. Juni 2014 - Es ist mir eine große Ehre, Sie anläßlich des 30. Jahrestags des Schiller-Instituts zu grüßen und zu beglückwünschen. Liebe Kollegen! Das Institut war und wird immer eine besondere Plattform für den Dialog und für die Entwicklung wichtiger Lösungen verschiedenster Aspekte der heutigen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Lage und der humanitären Zusammenarbeit auf der Welt sein!

Viele Ihrer Ideen, Vorschläge und Gedanken dienten als Vorgabe bei der Entwicklung wertvoller praktischer Initiativen auf den Gebieten soziale Gerechtigkeit, globale Ordnung und Verhütung regionaler Konflikte.

Über die Lösung rein praktischer Aufgaben im Zusammenhang mit täglichen Problemen unserer beiderseitigen Entwicklung hinaus leisten Sie auf täglicher Basis auch gewichtige Beiträge zum Verständnis und zur Lösung dringender Fragen der Geopolitik und des öffentlichen Lebens.

Ich bin sicher, daß Ihre heutige Konferenz einen wichtigen Anstoß geben wird für Diskussionen über die Gleichheit der Menschen, wo immer sie leben, über das souveräne Recht der Völker auf Selbstbestimmung und über die Wahl des Vorgehens zum Aufbau einer harmonischen Zukunft auf der Grundlage von Frieden, Zusammenarbeit und gutnachbarlichen Beziehungen!

Ich wünsche Ihnen eine fruchtbare Arbeit, liebe Kollegen, und Frieden in Ihren Häusern!

Natalja Witrenko, Ukraine, Dr. rer. oek., Vorsitzende der Progressiven Sozialistischen Partei der Ukraine,
Mitbegründerin der Nationalen Widerstandsfront gegen die Eurokolonisation

Kiew, 13. Juni 2014 - Glückwunsch zu diesem Jubiläums-Jahrestag, der nicht nur für das Schiller-Institut, sondern für alle progressiven Menschen wichtig ist.

Ich bin stolz, mich zusammen mit der LaRouche-Bewegung am Kampf zur Veränderung der Welt und zur Rettung der Zivilisation zu beteiligen. Ich bin stolz, Lyndon LaRouche und Helga Zepp-LaRouche persönlich zu kennen, jene hervorragenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens unserer Zeit, und auch viele Aktivisten der LaRouche-Bewegung in den USA, Deutschland, Frankreich, Italien, Australien und anderen Ländern.

Ich schätze überaus Ihre intellektuelle und recherchierende Arbeit, die aufrichtig, mutig und von großem Geist ist.

Großartig ist auch die praktische Bedeutung Ihrer Arbeit, denn viele Wissenschaftler und Politiker auf der ganzen Welt haben sich von Ihren Einschätzungen über den Weltwährungsfonds, die Welthandelsorganisation und die Probleme des Bankwesens sowie (insbesondere) von Ihren spezifischen Vorschlägen zur Veränderung der Welt leiten lassen.

Wie immer ist das Thema Ihrer Konferenz - „Schluß mit dem Krieg!“ - präzise und extrem zeitgemäß. Es ist besonders für uns, die Bürger der Ukraine, und für den gesamten eurasischen Kontinent aktuell. Denn in unserem Land herrscht Krieg - ein schrecklicher Krieg eines Neonazi-Regimes gegen die Bevölkerung des Südostens der Ukraine, die sich gegen dieses Regime erhoben hat.

Sie und wir haben die Natur des Putsches in der Ukraine genau benannt, und wir wissen um die ungeheure Gefahr, die davon nicht nur für unser Volk, sondern für die gesamte Menschheit ausgeht. Das Schiller-Institut hat (vom 23. Februar bis 5. März 2014) eine historische Tour unserer Delegation durch Frankreich, Deutschland und Italien organisiert und damit der politischen Wahrheit über die Vorgänge in der Ukraine durch zahlreiche Treffen mit politischen und anderen Persönlichkeiten in diesen Ländern sowie durch Pressekonferenzen (auch im Europaparlament) und Interviews in den Medien zum Durchbruch verholfen. Das war zweifellos unser gemeinsamer Beitrag, um die Entfachung eines Dritten Weltkriegs zu verhindern. Aber das offizielle Brüssel und Washington, die ihre geopolitischen Ziele verfolgen und ihre eigenen persönlichen, selbstsüchtigen Interessen verteidigen, haben die ukrainischen Putschisten unterstützt und sind eine schändliche Allianz mit den ukrainischen Nazis eingegangen.

Heute versinkt der Südosten der Ukraine im Blut. Tausende Menschen wurden getötet, und Zehntausende sind auf der Flucht. Wir haben das „Chatyn“1 von Odessa erlebt, die Tragödien in Mariupol und Wolnowacha, die Blockade und humanitäre Katastrophe in Slawjansk und den Einsatz von Streu- und Phosphorbomben gegen Zivilisten. All diese Ereignisse und viele mehr spielen sich direkt vor unseren Augen im Zentrum Europas ab.

Aber die UNO und die OSZE schweigen, und weder das Rote Kreuz noch Journalisten der internationalen Nachrichtenagenturen sind in den Brennpunkten der Ukraine präsent.

In diesem Umfeld hat in der Ukraine eine massive Medienkampagne eingesetzt, die darauf abzielt, die gesamte Bevölkerung unseres Landes in Nazis und erbarmungslose Tötungsroboter zu verwandeln, um so einen Krieg gegen Rußland anzuzetteln. Es gibt keinen Zweifel, daß dies eine Katastrophe für den eurasischen Kontinent wäre.

Ich bin sicher, daß Sie auch heute ausführlich über die Ursachen des Krieges in der Ukraine beraten und aufzeigen werden, wer ihn angeordnet und ausgeführt hat und was deren Motive sind. Und wie immer werden Sie eine Friedensalternative aufzeigen. Ich verspreche Ihnen, alles mir Mögliche zu tun, um Ihre Erkenntnisse den Bürgern der Ukraine zugänglich zu machen.

Ich wünsche Ihnen jeden Erfolg!

Daisuke Kotegawa, Japan, Forschungsdirektor des CANON-Instituts für Globale Studien

Ich möchte Ihnen meine herzlichen Glückwünsche für Ihr Treffen am 30. Jahrestag des Schiller-Instituts am 15. Juni in New York aussprechen. In dieser kritischen Phase der Geschichte ist es wichtig, daß uneigennützige Menschen für das Gemeinwohl aller Menschen auf dieser Erde zusammenarbeiten. Aus unseren Erfahrungen vom Ende der 1990er Jahre wissen wir, daß die Erholung von einer durch Finanzkrisen ausgelösten Wirtschaftskrise besondere Aufmerksamkeit erfordert. Die Säuberung des Bankensystems in Verbindung mit umfangreichen Änderungen im Management der Großbanken und einem neuen Verantwortungsstreben des Managements ist eine Vorbedingung für die Rettung der Banken und die Wiederherstellung des Vertrauens in das Finanzsystem. Eine grundlegende Straffung des Finanzsystems durch die Wiedereinführung des Glass-Steagall-Gesetzes ist entscheidend, um eine Wiederholung der Fehler der Wall Street beim Glücksspiel mit dem Geld der Sparer zu verhindern. Der Kampf gegen die Wall Street ist für uns eine dringende Aufgabe, um unser Leben zu verteidigen.

Wenn das Vertrauen in das Finanzsystem wiederhergestellt ist, sind umfangreiche finanzielle Anreize erforderlich, um reale Nachfrage zu schaffen und das Wohlergehen der gesamten Welt zu erhöhen. Ein Beispiel wäre die Idee, an der Meerenge von Kula in Thailand einen neuen Kanal zu bauen. Finanzielle Ressourcen und nicht Spielgeld der Wall Street müssen hierfür aufgebracht werden.

Der Wall Street muß die Macht wieder genommen werden. Ich hoffe, Sie werden diesen Kampf bald gewinnen.

Sungbin Yim, ehemaliger Sekretär für Klima und Umwelt beim Präsidenten der Republik Korea

Meine herzlichen Glückwünsche für Ihren Jahrestag, der bedeutungsvolle drei Jahrzehnte unermüdlichen Strebens nach der Würde des Menschen bedeutet. Auch die Zukunft Koreas beruht auf dem Erfolg der Eurasischen Landbrücke, die die Länder in der Region verbindet, um beim Aufbau der Realwirtschaft auf Grundlage von Wissenschaft, menschlicher Geisteskraft, moderner Infrastruktur und großer Kultur zusammenzuarbeiten. „Frieden durch Entwicklung“, wie es das Schiller-Institut verkündet, ist in der Tat ein zeitgemäßer Aufruf für die gesamte Menschheit.


Anmerkung

1. Der Feuertod Dutzender Menschen in dem Gewerkschaftsgebäude von Odessa am 2. Mai wurde mit dem Massaker an der Bevölkerung des Dorfes Chatyn (Weißrußland) im März 1943 durch das SS-Schutzmannschaftsbataillon 118 verglichen, dem überwiegend Kollaborateure aus der Ukraine angehörten. Die Opfer von Chatyn wurden in eine Scheune getrieben und dort bei lebendigem Leib verbrannt. - Anm. des Übersetzers.