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Neue Solidarität
Nr. 26, 25. Juni 2014

Bahnbrechende Fortschritte für die Magnetbahn in Vorbereitung

Auf dem St. Petersburger Wirtschaftsforum, das aufgrund des politischen Drucks von einigen westlichen Konzernchefs boykottiert wurde, schlossen der russische Kernkraftkonzern Rosatom und die Russischen Eisenbahnen ein spektakuläres Abkommen über den Bau einer 9300 km langen Magnetbahnstrecke von Moskau nach Wladiwostok in Ostsibirien. Die Fahrtzeit soll damit von heute sechs Tagen mit der Transsibirischen Eisenbahn auf unter 20 Stunden verkürzt werden.

Wie Rosatom-Generaldirektor Sergej Kirijenko mitteilte, soll die notwendige neue Technik am Jefremow-Institut für Elektrophysikalische Prozesse auf der Grundlage von Dauermagneten und supraleitenden Materialien entwickelt werden. Dabei will man auf importierte Bestandteile verzichten, damit Rußland in diesem neuen Hochtechnologiebereich auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig wird. In der Hafenstadt Ust-Luga unweit von St. Petersburg soll eine 3 km lange Teststrecke für die Magnetbahn entstehen.

Die russische Magnetbahn wird auch Güter transportieren. „Es geht darum, als Pilotprojekt Container zu bewegen“, sagte Eisenbahnchef Wladimir Jakunin, „aber das beschränkt sich nicht auf die Bewegung für das Be- und Entladen, sondern man wird die Container über recht lange Entfernungen transportieren.“

Eine Woche nach der Ankündigung von St. Petersburg wurde in Südkorea bekanntgegeben, daß dort Mitte Juli die erste Magnetbahn im Inland den Betrieb auf der 6 km langen Strecke vom Flughafen Incheon nach Yongyu aufnehmen wird. Das System wurde vom Koreanischen Institut für Maschinen und Material (KIMM) entwickelt, die vier Züge wurden von Hyundai Rotem gebaut und fahren 110 km/h. Wie KIMM-Präsident Im Yong-Taek dazu erklärte, soll die Magnettechnik auch spätestens 2020 für eine 36 km lange U-Bahnlinie in der zentral gelegenen Stadt Daejon genutzt werden und schätzungsweise 13.000 Fahrgäste täglich befördern. Die koreanische Magnetbahn soll auch ein Exportschlager werden: Der Vizechef von Hyundai Rotem, Han Kyu-Hwan, kündigt an, das Unternehmen wolle Magnetbahnen in St. Petersburg und Djakarta bauen.

In Deutschland, wo vor 30 Jahren die Magnetbahn Transrapid entwickelt wurde, die heute in Shanghai kommerziell genutzt wird, arbeiten Forscher am Dresdner Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstofforschung (IFW) an dem innovativen Verkehrsprojekt SupraTrans, das auf Supraleitung basiert. Das System wurde vor einigen Wochen auf der Luftfahrtausstellung ILA in Berlin vorgestellt. Es ist ursprünglich für die Nutzung in Ballungsräumen gedacht, läßt sich aber auch über längere Entfernungen und Geschwindigkeiten von mehreren hundert km/h einsetzen. Die Supraleitung erlaubt einen Betrieb bei niedrigem Energieverbrauch und günstigen Kosten.

eir