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Neue Solidarität
Nr. 32, 5. August 2015

Delegierte des Schiller-Instituts sprechen vor dem BRICS- und SCO-Jugendforum

Vom 26. bis 29. Juli trafen sich in Ufa, Rußland, mehr als 150 Jugendliche zum ersten BRICS- und SCO-Jugendforum. Alle BRICS-Nationen (Brasilien, Rußland, Indien, China, Südafrika) waren vertreten, außerdem nahmen Vertreter aus den eurasischen Mitgliedstaaten der SCO (Shanghai Cooperation Organisation) wie Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan teil. Aus anderen Ländern kamen Jugendliche als Beobachter zu der Konferenz, beispielsweise aus Bulgarien, Japan, Deutschland und Frankreich. Aus den beiden letzten Ländern kamen Kai-Uwe Ducke und Sébastien Drochon als Vertreter des internationalen Schiller-Instituts.

Während der Schwerpunkt des Forums auf den direkten Kontakten unter den Jungakademikern und -unternehmern lag, ging es auch darum, die Jugend für die Idee der „Win-Win“-Strategie gegenseitig vorteilhafter Entwicklung, wie sie von BRICS und SCO vorangetrieben wird, zu gewinnen. Die Treffen spielten sich teilweise in den gleichen Räumlichkeiten ab, in denen Anfang des Monats der jüngste BRICS-Gipfel stattgefunden hatte.

Als offizielle Beobachter konnten sich Ducke und Drochon jeweils zehn Minuten lang an das Plenum wenden. Ihre Beiträge, in deren Mittelpunkt die historische Gelegenheit der Kriegsvermeidung durch gegenseitige Entwicklung stand, wurden mit großem Interesse aufgenommen.

Drochon erinnerte an die entscheidende Rolle des ukrainisch-russischen Wissenschaftlers Wladimir Wernadsky und des amerikanischen physischen Ökonomen Lyndon LaRouche. Er unterstrich, wie wichtig es für die Menschheit ist, die Entdeckungen zu machen, die für eine bessere Zukunft notwendig sind, was in Übereinstimmung mit der Evolution des Lebens, der Bio- und der Noosphäre steht, d.h. er sprach vom Menschen als dem denkenden Faktor der Evolution.

Ducke entwickelte die Notwendigkeit eines neuen Paradigmas - dessen Grundlage die Idee einer neuen Renaissance für die Menschheit ist - und der Zusammenarbeit für die gemeinsamen Ziele der Menschheit gegen die Geopolitik der Oligarchie.

Wie die Delegierten des Schiller-Instituts berichteten, wurden sie sofort von der russischen Nachrichtenagentur Itar-TASS angesprochen und um ein Interview gebeten, um ein besseres Verständnis von den Ansichten des Schiller-Instituts zu erhalten.

Während des Forums zur Wissenschaft intervenierten die beiden erneut und stellten die Kampagne des Schiller-Instituts für die Weltlandbrücke sowie LaRouches Parameter der Steigerung des relativen Bevölkerungsdichtepotentials und der Energieflußdichte dar, die im Gegensatz zum Monetarismus Maßstäbe wirklichen wirtschaftlichen Werts sind.

Die meisten BRICS-Delegierten waren schockiert darüber, daß die EU und die Vereinigten Staaten nicht auf die von den BRICS angebotenen Perspektiven reagieren. Einige Beiträge befaßten sich mit diesem Punkt. So sprach ein junger Brasilianer ohne Umschweife über die Gefahren, die von der Finanzkrise ausgehen, und über die Gefahr eines Weltkrieges. Um diese Gefahren zu überwinden, sagte er, müssen wir die nationale Souveränität verteidigen. Er betonte, daß über die Ukraine der Faschismus nach Europa zurückkehre, und er stellte Obamas „Asien-Schwerpunkt“ als Kriegsstrategie bloß. In einer späteren Diskussion drückte er sein Unverständnis dafür aus, daß man im Westen nach wie vor die führenden Persönlichkeiten Brasiliens scharf kritisiert, wo es dort doch Hunderttausenden gelungen sei, die Armut zu überwinden.

Mehr als 50 Exemplare der Petition des Schiller-Instituts mit dem Titel „Die USA und Europa müssen den Mut haben, die Geopolitik zurückzuweisen und mit BRICS zusammenzuarbeiten“ wurden verteilt. Viele Delegierte gaben ihre Adresse, um für zukünftige Gespräche kontaktiert zu werden. Die vom Schiller-Institut in Gang gesetzte Diskussion schuf bei vielen Teilnehmern ein Bewußtsein über die entscheidende Rolle, die sie nicht nur spielen könnten, sondern sollten, und die entscheidende Veränderung, die sie der Welt zu bieten haben.

kav, efi