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Neue Solidarität
Nr. 41, 13. Oktober 2016

Neues von der Seidenstraße

Chinas „Manhattan-Projekt“ für Wissenschaftskooperation mit den Seidenstraßenländern

Chinas Regierung hat einen Sonderplan zur Verbesserung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit den Nationen entlang der Seidenstraße vorgelegt. Daran sind das Forschungsministerium, die Nationale Reform- und Entwicklungskommission, das Handelsministerium und das Außenministerium beteiligt. China will demnach in den nächsten drei bis fünf Jahren mehr als 150.000 Wissenschaftler und Techniker aus den Seidenstraßenländern zu Austausch- und Trainingsprogrammen einladen, dazu mehr als 5000 Jugendliche, die sich durch besonderes wissenschaftliches Talent auszeichnen. Das Ziel ist, Schlüsselbereiche der Entwicklung der Seidenstraßenländer zu unterstützen, dafür konkrete Resultate zu entwickeln, die Forschungszusammenarbeit zu verstärken und „Enthusiasmus und Kreativität zu stimulieren“.

China plant Kooperationsmemoranden mit den Seidenstraßenländern für die Errichtung gemeinsamer Forschungs- und Technologietransferzentren, die Förderung der Begeisterung für Wissenschaft durch besondere Einrichtungen und eine internationale Plattform für Innovationszusammenarbeit. Außerdem sollen Firmen entlang der Seidenstraße bei der Errichtung eigener Forschungs- und Entwicklungszentren unterstützt werden, die Beiträge zur praktischen Umsetzung der Seidenstraßen-Ziele leisten.

Die Zusammenarbeit umfaßt die Bereiche Landwirtschaft, Energie, Transport, Information und Kommunikation, Ressourcen, Umwelt, Meeresprobleme, moderne Produktionsmethoden, neue Werkstoffe, Luftfahrt, Medizin und Gesundheit, Katastrophenschutz und weitere Schlüsselbereiche einer auf die Zukunft ausgerichteten Politik.

In dieser Richtung liegt auch Deutschlands Zukunft: Beteiligen wir uns jetzt, statt uns weiter von grünen Technikfeinden und Finanzspekulanten das Wasser abgraben zu lassen!

* * *

Galloni: Baut die von LaRouches Anhängern geforderte Landbrücke!

In einem Artikel, der in scenarieconomici.it erschien, reagierte der italienische Ökonom Nino Galloni auf die Kehrtwende von Premierminister Matteo Renzi beim Projekt der Brücke über die Straße von Messina. Renzi hatte in der vergangenen Woche überraschend erklärt, die Messina-Brücke sei ein sinnvolles Infrastrukturprojekt und sollte als Teil des Korridors Neapel-Palermo realisiert werden.

„Warum nur Neapel-Palermo und nicht Turin-Trapani?“ fragt Galloni. (Turin liegt im Nordwesten, Trapani im äußersten Südwesten Italiens.) „Oder besser: Beijing-Turin, über Moskau und Mazara del Vallo, wie es in den Studien der ENEA (Italiens nationale Agentur für neue Technologien, Energie und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung ), von prominenten Gelehrten ... und von Lyndon LaRouches Anhängern gefordert wird?“

Galloni schreibt, Renzis Unterstützung für die Brücke sei nur vorgeschoben. In Wirklichkeit wolle man die Brücke gar nicht bauen, um die Hegemonie der nordeuropäischen Häfen nicht in Frage zu stellen. Das sei der Grund gewesen, warum Regierungschef Mario Monti 2012 den schon angelaufenen Bau der Brücke gestoppt hatte. Renzi wolle lediglich Angela Merkel erpressen, um etwas mehr Spielraum beim Staatshaushalt zu bekommen.

„Aber denken wir positiv. Italien kann sich für eine geopolitische Neuaufstellung des Mittelmeerraums einsetzen, der wieder die Führungsrolle bei der Perspektive des Friedens und der Entwicklung Afrikas und des Nahen Osten übernehmen sollte, wovon die Brücke nur ein Teil ist - wenn auch ein wirklich notwendiger.

Diese geopolitische Neuaufstellung verschafft Italien Mittel im schwierigen, aber nicht unmöglichen Dialog mit den USA... Wir wollen auch einen Dialog mit Rußland und China.“

Es sei falsch, über den Bau von Infrastrukturprojekten auf der Grundlage einer Kosten-Nutzen-Analyse zu entscheiden, „wenn wir nicht die beiden wichtigsten Variablen in dieser Frage einführen: Diese ,normalen’ Kosten-Nutzen-Analysen unterschätzen die Bedeutung wichtiger internationaler Akteure und die Einbindung der Brücke in einen Rahmen der Mobilität von Fracht und Personen aus Afrika nach Osten.“