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Neue Solidarität
Nr. 20, 17. Mai 2018

„Die Ermordung Saleh Al-Sammads war ein Kriegsverbrechen“

Bei einer Gedenkfeier für den ermordeten amtierenden Präsidenten des Jemen, Saleh Al-Sammad, übermittelte Elke Fimmen am 1. Mai in Berlin die folgende Grußbotschaft des Schiller-Instituts.

Wir sind heute zusammengekommen, um den ermordeten amtierenden Präsidenten des Jemen, Saleh Al-Sammad zu würdigen, der bei einem gezielten Luftangriff der saudischen Koalition am 19. April getötet wurde. Dazu überbringe ich Ihnen auch die Grüße der Gründerin und Vorsitzenden des internationalen Schiller-Instituts, Frau Helga Zepp-LaRouche.

Die Ermordung von Saleh Al-Sammad und sechs Gefährten war ein Kriegsverbrechen, eine Verletzung des Völkerrechts, eine terroristische Operation, und sie ist der traurige Höhepunkt der mehr als dreijährigen saudisch-britisch-amerikanischen  Aggression gegen die Bevölkerung des Jemen, der bereits Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind.

Dies muß der endgültige Weckruf sein, nicht länger zuzusehen,  wie der Völkermord und die permanente Verletzung des Völkerrechts jeden Tag weiter geht, ohne daß die Medien auch nur darüber berichten!

Saleh Al-Sammad war nach allen übereinstimmenden Berichten ein Mann des Friedens und des Dialogs, der in den letzten drei Jahren unter schwierigsten Umständen mit allen Kräften, die dazu bereit waren, daran gearbeitet hat, sein Land aus der diplomatischen und politischen Isolierung herauszuführen, die Bevölkerung des Jemen vor der mörderischen Aggression zu schützen und dem Land eine Zukunft zu geben. Das drückte sich aus in seinem Leitmotiv: „Eine Hand baut auf und die andere schützt.“

Der neugewählte Präsident des Obersten Politischen Rates, Mahdi Al-Mashat, hat betont, daß Präsident Saleh Al-Sammads Projekt „Eine Hand baut auf, die andere schützt“ weiterhin höchste Priorität genießt und in die Realität umgesetzt werden soll. Er rief bei seiner Vereidigung im Parlament die Bevölkerung dazu auf, auf allen Ebenen zusammenzuarbeiten, die Verantwortung zu übernehmen und Herausforderungen zu bewältigen, um eine glänzende Zukunft aufzubauen.

Das ist ein überaus wichtiger Gedanke, denn er bedeutet, daß selbst aus den schlimmsten Schrecknissen und Schicksalsschlägen eine neue, erhabene Kraft für das Gute erwächst, die die größte Tyrannei überwinden kann. Dieser festen Überzeugung waren auch der große Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz und der deutsche Dichter der Freiheit, Friedrich Schiller.

Und eine optimistische Zukunft für den Jemen ist absolut möglich: Der Jemen liegt an einem einzigartigen Kreuzungspunkt der Maritimen Seidenstraße und der Weltlandbrücke mit der Verbindung zu Afrika. Er verfügt über eine überaus reiche Geschichte, eine Jahrtausende alte Kultur und eine kreative Bevölkerung. Der Jemen kann in Zusammenarbeit mit anderen Nationen zu einer glänzenden Perle des neuen globalen Paradigmas von „Win-Win-Kooperation“ und Entwicklung werden.

Das Schiller-Institut wird Mitte Mai einen Bericht für den Wiederaufbau des Jemen veröffentlichen, Operation Yemen: The Miracle of Reconstruction of Yemen and Connection to the Belt and Road (Operation Jemen: Das Wunder des Wiederaufbaus des Jemen und seiner Einbindung in Gürtel und Straße), worin der es um das Potential des Jemen und seine besondere Rolle im Kontext der Neuen Seidenstraße geht. Darin wird auch Präsident Saleh Al-Sammads Leitmotiv zitiert, und ein Foto zeigt ihn während einer großen Rede letzten September, in der er den BRICS-Ländern dafür dankte, daß sie bei ihrem Gipfel in Xiamen über die Situation in Jemen gesprochen hatten.

Um allen Opfern des über dreijährigen Aggressionskrieges unseren Respekt zu erweisen, ist es unsere Verantwortung in Deutschland, uns jetzt dafür einzusetzen, daß die Vision einer friedlichen, produktiven Zukunft für die ganze Menschheit Realität wird und die zerstörerische imperiale Geopolitik endgültig beendet wird.

Ich danke Ihnen.