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Neue Solidarität
Nr. 24, 14. Juni 2018

Seminar des Schiller-Instituts widerlegt
Desinformation über die BRI

Das Schiller-Institut veranstaltete in Stockholm ein Seminar mit hochrangigen Diplomaten über Chinas Gürtel- und Straßen-Initiative.

„Die Bedeutung von Chinas Gürtel- und Straßen-Initiative für die wirtschaftliche Entwicklung der Welt“, so lautete das Thema eines Seminars in Stockholm am 30. Mai, das gemeinsam vom Schiller-Institut, der Chinesischen Handelskammer in Schweden und der Fluggesellschaft China Eastern Airlines mit Unterstützung der chinesischen Botschaft und des Chinesischen Kulturzentrums in Kooperation mit dem Chinesisch-Schwedischen Wirtschaftsrat veranstaltet wurde. Mehrere hochrangige Diplomaten sprachen auf dem Seminar: der chinesische Botschafter in Schweden Gui Congyuo, der pakistanische Botschafter Ahmad Hussein Dayo und Südafrikas Chargé d’Affaires in Schweden, Duncan Moopelo Sebefelo. Im Publikum saßen Dutzende hochinteressierte Gäste, darunter viele Diplomaten und Vertreter schwedischer Industrie- und Handelsfirmen und Regierungsinstitutionen. Die Beteiligung der Diplomaten beweist, daß die Neue Seidenstraße oder Gürtel- und Straßen-Initiative (BRI) nicht nur China und Europa, sondern der ganzen Welt dient.

Botschafter Gui Congyuo sprach als erster und betonte die Bedeutung der BRI für die wirtschaftliche Entwicklung der Welt. Sie versammle Länder für das gemeinsame Ziel, die Armut zu beseitigen und überall auf der Welt wohlhabende Gesellschaften aufzubauen. Anschließend hielt Stephen Brawer vom schwedischen Schiller-Institut einen Vortrag über „Die strategische Bedeutung der BRI: die Geopolitik überwinden“, worin er „die moderne Form des Britischen Empire“ scharf attackierte. Er betonte, Chinas Arbeit für Vernetzung und integrierte Entwicklung stehe im diametralen Gegensatz zur traditionellen Geopolitik im Sinne von Halford Mackinders „Herzland“-Theorie.

Botschafter Ahmad Hussein Dayo sprach sehr positiv über den Wirtschaftskorridor China-Pakistan (CPEC), den die Chinesen in Pakistan von der chinesischen Grenze bis zum Hafen Gwadar am Indischen Ozean aufbauen. Dies werde seinem Land unmittelbare wie langfristige Vorteile bringen, aber auch landeingeschlossenen Nachbarländern in Zentralasien Meereszugang verschaffen und China eine Abkürzung für die Maritime Seidenstraße bieten. Der südafrikanische Chargé d’Affaires nutzte die Gelegenheit, als Repräsentant eines Mitgliedsstaates der BRICS-Gruppe eine globale Perspektive darzulegen, und er sprach auch über die koloniale Vergangenheit.

Hussein Askary vom Schiller-Institut eröffnete den zweiten Konferenzteil mit einer Rede über „Die potentielle transformative Wirkung von Gürtel und Straße auf Schweden, Europa und dritte Parteien“. Er beschrieb den Einsatz des Schiller-Instituts für die Neue Seidenstraße seit Anfang der 90er Jahre und stellte den Kontrast der Paradigmen im Westen und in China am Beispiel von Lyndon LaRouches Typischer Kollapsfunktion dar. Außerdem berichtete er über Chinas erstaunliche Errungenschaften im Inland, die es nun mit anderen Entwicklungs- und Schwellenländern teilen möchte, wobei er Afrika in den Mittelpunkt stellte.

Nach ihm sprachen mehrere Manager von Unternehmen aus China und Schweden, darunter die Stellv. Generalmanagerin der Stockholmer Zweigstelle der Bank of China, Tracy Suo, die die Wirkung der BRI-Politik auf die heutige Wirtschaft beschrieb. Zwei schwedische Unternehmensberater stellten Wege und Mittel für die Entwicklung von Geschäften insbesondere im Produktions- und Infrastrukturbereich zwischen China und Schweden dar. Der Chef von China Eastern Airlines, die das Seminar unterstützten, präsentierte das wachsende Netzwerk seiner Fluggesellschaft zwischen Europa und China und Asien.

In der Diskussion erinnerte Ulf Sandmark vom Vorstand des schwedischen Schiller-Instituts an die bereits existierende, erfolgreiche schwedisch-chinesische Zusammenarbeit in der Industrie, insbesondere bei Volvo Cars. Dies könne man auf die BRI-Projekte in Afrika ausweiten.

Das Seminar trug dazu bei, die falsche Darstellung der BRI in den Denkfabriken und Medien – die BRI sei nur ein Mittel, um China zum neuen Hegemon auf der Welt zu machen – zu widerlegen und richtigzustellen. In jüngster Zeit und demnächst fanden und finden zahlreiche Veranstaltungen zu diesem Thema statt, aber das Seminar des Schiller-Instituts war bisher die einzige mit einem positiven und konstruktiven Ansatz. In der Diskussion riet der chinesische Botschafter dem Publikum, sich an das Schiller-Institut zu wenden, wenn sie Fragen zur BRI haben, da es diese am besten verstehe.

hus