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GBTimes, eine chinesische Multimediaseite mit Sitz in Finnland, die den Dialog zwischen China und Europa fördert, hat ein 42minütiges englischsprachiges Videointerview mit Helga Zepp-LaRouche veröffentlicht, das kurz nach dem zweiten Belt and Road Forum vom 25.-27. April in Beijing aufgezeichnet wurde. In der Einführung heißt es:
„Ein dreitägiges Forum zur Förderung der chinesischen Gürtel- und Straßen-Initiative, das Prestigeprojekt des chinesischen Präsidenten Xi Jinping, das Anhänger als ,Jahrhundertprojekt’ bezeichnen, ging Ende April in Beijing inmitten wachsender internationaler Kritik zuende.
Chinas ehrgeiziger Plan ist es, sich über Handelsrouten auf der neuen Seidenstraße mit Europa und Afrika zu verbinden, indem der Handel ausgebaut und massive Investitionen in Eisenbahnen, Häfen, Kraftwerke und andere Infrastrukturverbindungen getätigt werden. Kritiker beschreiben es jedoch als ein geopolitisches Instrument, das einige Länder durch ,Schuldenfallen-Diplomatie’ von Beijing finanziell abhängig macht.
In Europa wird die Initiative zwar uneinheitlich aufgenommen, aber das Schiller-Institut, eine Denkfabrik in Deutschland, unterstützt sie seit mehreren Jahren aktiv. Helga Zepp-LaRouche, die Gründerin und Präsidentin des Instituts, sprach mit gbtimes.com über das jüngste Forum, die wachsende Kritik und die Bedeutung des Beitritts Italiens und der Schweiz zur Belt and Road Initiative.“ (Siehe: https://gbtimes.com/helga-zepp-larouche-discusses-chinas-belt-and-road-initiative-video)
Der chinesische Fernsehsender CCTV-13 veröffentlichte Anfang Mai die Bewertung von EIR zum Belt & Road-Forum. William Jones vom Washingtoner EIR-Büro sagte dem Sender, das Forum habe die Fortschritte bei der Initiative deutlich gemacht. Mehr Staats- und Regierungschefs der Welt und mehr Menschen hätten daran teilgenommen als beim letztenmal, und es sei nun ein Stadium erreicht, in dem die Mehrheit der Weltbevölkerung auf die eine oder andere Weise ihre Unterstützung der Initiative äußere.
Wörtlich sagte er zur BRI: „Der Zug hat den Bahnhof bereits verlassen, aber jeder kann an einer der vielen Haltestellen auf dem Weg einsteigen.“ Das Forum stelle eine Wende dar, weil klar sei, daß China eine größere Rolle bei der Gestaltung des Weltgeschehens spielen wird. Das bedeute, daß nun alle Länder ein Mitspracherecht bei der Festlegung der „Regeln“ der Weltwirtschaft fordern werden und nicht einfach „Regeln“ akzeptieren, die von einem einzelnen Land oder einer Gruppe von Nationen durchgesetzt wurden. Abschließend sagte er, man müsse jetzt zu einem System übergehen, in dem Ländern kein bestimmtes Modell mehr aufgezwungen werden kann, sondern in dem alle Länder mit ihren unterschiedlichen Kulturen und Gesellschaftssystemen lernen müssen, zusammenzuarbeiten.
Das Interview wurde auch von Chinanews.com und Printmedien wie der chinesischsprachigen Ausgabe von China Daily aufgegriffen.
eir