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Neue Solidarität
Nr. 41, 10. Oktober 2019

Wachsende Gegenreaktion gegen den Weltuntergangskult

Die Theateraufführung des Teenagers Greta Thunberg auf dem UN-Klimagipfel am 23. September, ihre vorformulierte Denunzierung der Regierungen der Welt und die peinliche Anbiederung vieler Staatschefs an ihre Behauptungen tragen offenbar mehr dazu bei, die breite Kampagne der Klimaschutzlobby zu diskreditieren, als sie zu verstärken.

So schrieb der renommierte britische Astrophysiker Piers Corbyn, der für seine unverblümten Kommentare bekannt ist, auf Twitter: „Es ist verrückt, auf ein ignorantes, gehirngewaschenes Kind zu hören. Ich bin ein wirklicher Wissenschaftler in Physik, Meteorologie, Astrophysik und Klima und sage: @GretaThunberg hat unrecht und erleidet geistigen Mißbrauch durch manipulative Erwachsene.“

Wie andere rationale Beobachter hervorheben, sind die Ansichten von Greta Thunberg und ihren Unterstützern typischerweise die von Menschen, die im Komfort der modernen Welt aufgewachsen sind, die nur auf einen Knopf drücken müssen, um Strom zu haben, für die medizinische Versorgung auf dem neuesten Stand selbstverständlich ist und die viel Freizeit haben. Die Ironie bei der Kampagne der Null-Emissions-Lobby wird offensichtlich, wenn man daran denkt, wie Greta Thunberg, vom Yachtclub von Monaco gesponsert, auf der Rennyacht eines Millionärs fuhr, um emissionsfrei zur UN in New York zu gelangen. Von New York nach Kanada fuhr sie in einem Tesla-Elektroauto, das Arnold Schwarzenegger zur Verfügung stellte. Solch ein Luxus ist nur dank des Fortschritts von Industrie, Landwirtschaft und Infrastruktur möglich, den die Demonstranten von Fridays4Future so anprangern.

Greta Thunberg sagte bei den Vereinten Nationen, sie sollte eigentlich in der Schule sein, statt bei der UN und anderswo auf der Welt zu protestieren. Aber wie viele arme Kinder auf der Welt träumen davon, täglich zur Schule zu gehen und eine Ausbildung zu erhalten? Sie behauptete, ihre Generation sei ihrer Träume und ihrer Kindheit beraubt worden. In Wirklichkeit ist die Kindersterblichkeit im letzten Jahrhundert enorm gesunken, und wer wollte das rückgängig machen oder dagegen sein, daß dies auch in der Dritten Welt geschieht?

Der Gouverneur des US-Kohlestaats Kentucky, Matt Bevin, argumentierte in diesem Sinne am 25. September auf einer Konferenz zum Thema „Niedrige Energiekosten: Grundlage einer Renaissance der Industrie“. Er sagte, bei einem Besuch in Afrika sei man schockiert über die Umweltverschmutzung, über die schlechte Luft- und Wasserqualität, unter der Menschen leiden müssen, die nicht über die gleichen Technologien und Ressourcen wie wir verfügen. „Nichts hat mehr dazu beigetragen, die Menschen aus der Armut zu befreien, als billige, zuverlässige Energie“, schloß er.

Brendan O’Neill, Herausgeber des Onlinemagazins Spiked, veröffentlichte am 24. September auf seiner Webseite einen scharfen Kommentar. Er geht zwar nicht auf die reichen Finanziers hinter der „Gretamanie“ ein, verwendet jedoch ähnliche Argumente wie wir in unserem Nachrichtenbrief: „Wenn schon unbedingt ein Kind vor der UN sprechen soll, wie wäre es dann mit einem Teenager aus Afrika oder Indien, der überzeugt ist, daß Wirtschaftswachstum kein Märchen ist, sondern für die Befreiung aus der Armut unbedingt erforderlich ist? Wir haben alle schon mehr als genug von Menschen aus der Mittelschicht im Westen gehört, die Wirtschaftswachstum für etwas ganz Schreckliches halten. Hören wir uns einmal jemanden aus der Menge der Milliarden Menschen in aller Welt an, der mit diesem pessimistischen, menschenfeindlichen, west-zentrierten Mist überhaupt nicht einverstanden ist.“

Thunbergs Rede auf dem UN-Klimagipfel sei ein „zutiefst verstörendes Spektakel“ gewesen, fährt O’Neill fort. Man habe „ein Mädchen gesehen, das in Angst und Schrecken verfällt und dem krankhaften Glauben anhängt, daß das Leben, wie wir es kennen, zu Ende geht“. Man hätte „keinen klareren Beweis dafür verlangen können, daß die grüne Ideologie die nächste Generation völlig verkorkst, indem man sie mit Angst und Panik und einem Irrglauben an das nahe Ende der Welt vollpumpt“.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres unterstrich, allerdings unbewußt, die Irrationalität der ganze Kampagne, als er – offenbar allen Ernstes – erklärte: „Die Natur ist wütend über die Umweltverschmutzung.“ Man fühlt sich an die alten heidnischen Kulte erinnert, die Menschenopfer forderten, um „den Zorn der Götter zu besänftigen“.

Wie Helga Zepp-LaRouche vom Schiller-Institut betont, ist in der Tat der schlimmste Aspekt der Weltuntergangspropaganda, daß die schöpferische Kraft des Menschen geleugnet wird, mit der er durch Durchbrüche in Wissenschaft und Technik Probleme lösen kann. Dieses Prinzip hat sich in der gesamten Menschheitsgeschichte bewährt.

eir