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Neue Solidarität
Nr. 42, 15. Oktober 2020

Man sieht vieles mit anderen Augen

Manfred Hohmann ist Friseurmeister im osthessischen Hilders und lag aufgrund einer COVID-19-Infektion zwei Monate im Krankenhaus. Er beantwortete Fragen der Neuen Solidarität.

Manfred Hohmann: Man kann mit Fug und Recht behaupten, daß jeder Mensch zur Infektionsrisikogruppe gehört, nur bei Vielen verlaufen sie mild oder milder und nur noch bei wenigen sehr schwer. Man riecht es nicht, man schmeckt es nicht, man sieht es nicht und plötzlich ist es da. Mittlerweile ist die Sterberate der Schwerstinfizierten in Deutschland zum heutigen Tag auf 3 % gesunken, aber nur, weil die Medizin viel mehr weiß als noch im März oder April dieses Jahres.

Das sollte der Vergleich mit den Smarties klarmachen. Ich zeige also den Leugnern dieser Pandemie das Smarties-Glas mit 100 Smarties, und dann sage ich: „Du kannst dir gerne eines nehmen, ich muß dir aber sagen, daß drei Stück hochgiftig sind und das Leben kosten. Ich weiß nicht, welche Farbe sie haben, noch weiß ich, wo sie liegen.“ Es hat noch nie jemand eines genommen. Mein Appell ist, wachsam zu bleiben, denn es kann vielleicht sein, was wir alle nicht hoffen, daß es im Winter wieder etwas schlimmer wird.

Hohmann: Meiner Ansicht nach geht nichts über den Grundsatz in unserer Verfassung „Die Menschenwürde ist unantastbar“. Wenn ich aber den Haß und die Unverschämtheit sehe, wie mit diesen Dingen COVID-19 oder SARS-2 von einer bestimmten Stilgruppe umgegangen wird, ist das für mich menschenverachtend. Es hat nichts mit persönlicher Einschränkung der Politik zu tun, sondern reines Contra gegen die Politik, und ich bin besorgt darüber, über die weitere Entwicklung.

Hohmann: Man wird demütiger in vielen Dingen und man sieht vieles mit anderen Augen; man freut sich an Kleinigkeiten und hat jeden Morgen nichts anderes als Dankbarkeit im Kopf, daß man weiter leben darf. Ich bin viel geschmeidiger und relaxter mit vielen Dingen und bin sicher, daß ich nicht mehr so vom Geld getrieben bin, auch in Zukunft, wie früher. Mir ist eines klar geworden: Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.