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Von Harley Schlanger
Ein zentraler Aspekt des Epstein-Skandals, der untersucht werden muß, sind die Waffengeschäfte im Umfeld des britischen Königshauses.
Die Verhaftung von Andrew Mountbatten-Windsor, dem früheren Prinz Andrew, am 19. Februar auf dem königlichen Anwesen Sandringham wirft ein grelles Licht auf die Hintergründe der bösartigen Welt um den Pädophilen Jeffrey Epstein. Die Massenmedien stürzten sich bis vor kurzem insbesondere auf die perversen Gewohnheiten Epsteins, eines verurteilten Sexualstraftäters, und die widerwärtige Unmoral seines Kreises wohlhabender und mächtiger Freunde, aber in den letzten Wochen sind immer mehr Beweise dafür aufgetaucht, daß Epstein in Wirklichkeit in diesem Mega-Skandal nur eine Nebenfigur war. Die Geschichten über seinen Mißbrauch junger Frauen und Mädchen und ihren „Verkauf“ an seine Geschäftspartner sind symptomatisch für einen tiefgreifenden moralischen Zusammenbruch, ganz besonders in den Ländern des Globalen Nordens.
Je mehr über die abscheuliche Sache bekannt wird, desto deutlicher wird die Absicht hinter Epsteins sexuellen Erpressungen: Epstein war keineswegs das „Finanzgenie”, als das ihm der Schwindler Steve Bannon in Videointerviews 2019 huldigte, sondern ein sorgfältig ausgewählter, protegierter Helfer der Finanz- und Unternehmensoligarchen, die verzweifelt versuchen, die Macht ihres sterbenden Empire um die Londoner City zu erhalten. Man könnte sogar sagen, daß die abstoßenden Berichte über sexuelle Perversionen als Ablenkung von anderen Verbrechen der Oligarchen der City dienen, wie Diebstahl in der Wirtschaft im großen Stil, die Plünderung durch ihre Kartelle und die Massenmorde der Kriege, die für das zusammenbrechende anglo-amerikanische Imperium geführt werden.
Verschiedene Mentoren entdeckten bald, daß Epstein außerordentlich clever und skrupellos war und schnell lernen konnte, so daß er bestens dafür geeignet war, an ihrer Politik mitzuwirken, souveräne Nationen zu zerstören und einem globalen, faschistischen Imperium zu unterwerfen. Zu diesen Mentoren gehörten Ace Greenberg vom Finanzhaus Bear Stearns und der britische Waffenhändler Sir Douglas Leese, der ihn mit der Iran-Contra-Figur Adnan Kashoggi und dem berüchtigten Medienmogul und Schwindler Robert Maxwell bekannt machte. Epsteins „Ausbildung“ umfaßte Waffenhandel, Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Umgehung von Aufsichtsbehörden sowie finanzielle Schneeballsysteme für Unternehmen und Operationen verschiedener Geheimdienste Großbritanniens, der USA und des israelischen Mossad.
Er war damit ein Rädchen im Getriebe der weltweiten finanziellen Transformation nach dem Tod von US-Präsident Kennedy, die durch den Londoner Coup gegen das Pfund und dann den Dollar konsolidiert wurde und 1971 zum Ende des Bretton-Woods-Systems führte. Unter dem System flexibler Wechselkurse ab 1973 verlagerten die großen Volkswirtschaften ihren Schwerpunkt von der Realwirtschaft auf „innovative Finanzen” und förderten Privatisierung, Verbriefung, Deregulierung und „Freihandel”, wodurch zahlreiche Länder vom Finanzzentrum London abhängig wurden. Hinzu kamen die militärischen Interventionen der USA und der NATO, um Nationen unterworfen zu halten.
Epstein wurde reich, weil seine „Arbeitgeber” ihn mit Hunderten von Millionen Dollar versorgten: der Unternehmer Les Wexner, der durch seine Verbindung zu zionistischen Netzwerken der organisierten Kriminalität in New York, u.a. Meyer Lansky, reich geworden war, und Leon Black, der sein Vermögen als einer der „Ramschanleihen-Könige“ zusammen mit Michael Milken und Drexel Burnham gemacht hatte. Das ermöglichte es Epstein dann, ein Netzwerk einflußreicher Persönlichkeiten aufzubauen, darunter Donald Trump, Bill Gates, Bill Clinton, arabische Prinzen, zionistische Milliardäre und britische Royals.
Andrew hat erklärt, er habe Epstein Anfang der 1990er Jahre zum ersten Mal getroffen, Lyn Forester de Rothschild behauptet, sie hätte beide etwas später bekannt gemacht. Die beiden Männer arbeiteten bald regelmäßig zusammen, sei es wegen Andrews grenzenloser Libido, oder ihres gemeinsamen Interesses an Profiten aus dem Waffenhandel. Andrew war – wie sein Bruder, der heutige König Charles III. – im Waffenhandel tätig. Er arbeitete für das britische Handels- und Investitionsamt (UKTI). Kritiker des britischen Waffenhandels nannten ihn den „Cheerleader der Waffenindustrie”. Es sind die Ermittlungen im Zusammenhang mit „verdächtigen” Geschäften während seiner Zeit beim UKTI, die nun zu seiner Verhaftung geführt haben.
Die Brüder betrachteten das Waffengeschäft als „Familienbetrieb”. Bevor er König wurde, spielte Prinz Charles eine maßgebliche Rolle bei britischen Waffenexporten im Wert von 14,5 Milliarden Pfund an repressive Monarchien nach dem Arabischen Frühling 2010-11, weshalb er den Spitznamen „Charles von Arabien” erhielt. Ein Großteil des Geschäfts ging an Regime, die von den Aufständen des Arabischen Frühlings bedroht waren, welche wiederum der MI6 und britische NGOs selbst mit ausgelöst hatten.
Ein weiterer wichtiger Bereich der Ermittlungen ist wahrscheinlich Andrews Mitwirkung an Verträgen mit Hightech-Rüstungsfirmen. Epstein wurde in der letzten Phase seines Lebens Vermittler für Technologie- und KI-Unternehmen, die in den Militärisch-Industriellen Komplex integriert wurden. Insbesondere arbeitete er mit dem ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak bei der Entwicklung von Hightech-Überwachung zusammen und investierte in einen Fonds mit dem berüchtigten Milliardär Peter Thiel, dessen Unternehmen Palantir Technologien zum Töten – wie sie Israel in Gaza einsetzt –, zur Datenerfassung und Überwachung anbietet.
Solche Technologien wurden unter der Leitung von Lord Peter Mandelson, einem langjährigen Verbündeten des Ex-Premiers Tony Blair, auch an die britische Regierung verkauft. Mandelson war maßgeblich am Aufbau von „New Labour” als Vehikel für Blair beteiligt. Er koordinierte zusammen mit Morgan McSweeney eine jahrelange Verleumdungskampagne gegen den ehemaligen Labour-Vorsitzenden Jeremy Corbyn, den sie als „antisemitisch” diffamierten, weil Corbyn sich gegen die brutale und illegale Unterdrückung Palästinas durch Ministerpräsident Netanjahus „Groß-Israel-Regierung“ aussprach. Die Kampagne endete damit, daß Starmer die Führung von Blairs „New Labour“ übernahm.
Sowohl Mandelson als auch McSweeney mußten vor kurzem zurücktreten, weil sie ihre Verwicklung in die Epstein-Affäre verschwiegen hatten, als die Ermittlungen gegen ihren Kleptokraten-Kollegen Andrew begannen. Die Behörden untersuchen auch Hinweise darauf, daß sowohl Andrew als auch Mandelson möglicherweise Geheimdokumente der britischen Regierung an Epstein weitergaben.
Das ist besonders relevant angesichts der Ergebnisse des Staatsbanketts, das König Charles am 17. September 2025 zu Ehren von Präsident Trump gab. Auf ihre Veranlassung hin versammelten sich Manager der führenden KI-/Hightech-Unternehmen – wie Google, NVidia und Palantir – im vergoldeten königlichen Speisesaal auf Schloß Windsor und verpflichteten sich, 1,2 Billionen Dollar in neue Militär- und Überwachungssysteme zu investieren.
Die britische Presse ist nun voller Schlagzeilen über diese Skandale, und einige wagen sogar zu fragen, ob die Enthüllungen zum Sturz der Starmer-Regierung oder gar zum überfälligen Ende der Monarchie führen könnten. (So die Schlagzeile der Daily Mail vom 20. Februar: „Andrews Sturz könnte vollkommen sein. Wird er das Haus Windsor zu Fall bringen?“) Das Endergebnis hängt davon ab, ob die Ermittler den Mut und die innere Stärke haben, über die widerwärtigen Sexgeschichten und persönliche Korruption hinauszugehen und den Deckel von der Jauchegrube des gesamten Systems zu heben, das der Londoner City dient.
Die andere offene Frage ist, wann auch in den USA eine solche Untersuchung des Militärisch-Industriell-Finanziellen-Komplexes stattfindet, der die Korruption des berüchtigten „Tiefen Staats“ organisiert. Sowohl Mandelson als auch McSweeney mußten vor kurzem zurücktreten, weil sie ihre Verwicklung in die Epstein-Affäre verschwiegen hatten, als die Ermittlungen gegen ihren Kleptokraten-Kollegen Andrew begannen. Die Behörden untersuchen auch Hinweise darauf, daß sowohl Andrew als auch Mandelson möglicherweise Geheimdokumente der britischen Regierung an Epstein weitergaben.
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