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Aus der Neuen Solidarität Nr. 49/2003 |
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In seiner Antwort auf eine Frage bei seiner Wahlveranstaltung in Detroit beschrieb der demokratische Präsidentschaftsbewerber Lyndon LaRouche am 20. November, warum er für einen sofortigen Rückzug der amerikanischen Soldaten aus dem Irak ist und wie dieser Rückzug vonstatten gehen soll. Keiner von LaRouches Mitbewerbern hat bisher einen sofortigen Rückzug gefordert oder sich ernsthaft mit dem Problem befaßt, daß die neue Phase des Guerillakriegs immer mehr Opfer unter den US-Truppen fordert und einen Religionskrieg in der Region auszulösen droht.
LaRouche sagte in Detroit: "Ich bin für einen sofortigen Rückzug der amerikanischen Truppen aus dem Irak. Dafür gibt es mehrere Gründe.
Vor allem sind wegen der Verbrechen, die unsere Regierung begangen hat, die amerikanischen Truppen im Irak derzeit völlig nutzlos. Wir haben dort jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Deshalb wäre, wenn es nach mir ginge, schon jetzt kein einziger Amerikaner dort."
Mit der Auflösung der irakischen Armee sei praktisch eine Kraft von mehr als zwei Millionen militärisch ausgebildeten Irakern entstanden, die nun die Grundlage des Guerillakriegs des wachsenden Widerstands bildet.
Ihm würde man als amerikanischem Präsidenten in der arabischen Welt trauen, daher könne er eher als irgendein anderer Politiker handeln.
"Was ich tun würde, und heute schon getan hätte: Ich würde zu unseren Freunden gehen, besonders in Europa und in der arabischen Welt rund um den Irak - besonders Ägypten, Syrien usw. - und würde vorschlagen, daß wir über den UN-Sicherheitsrat die Vereinbarungen treffen, unter denen der Irak als Nation wiederhergestellt und wiederaufgebaut wird. Das übernähmen vor allem irakische Arbeitskräfte, sowie alle die Einrichtungen, deren Hilfe man benötigt. Die Leitung läge nicht bei den Vereinigten Staaten, denn ich glaube, wir sollten besser nicht dort sein. Schon unsere Anwesenheit würde eine negative Reaktion auslösen, weil wir durch unseren Umgang mit dem Irak seit 1991 so viel Haß auf uns gezogen haben."
LaRouche fuhr fort: "Meine Aufgabe ist es, unsere Truppen dort herauszuholen. Wie holen wir sie heraus? Mein Rückzugsplan ist einfach. Können wir alle Soldaten auf einmal herausholen? Nein, schon rein physisch nicht. Man muß sie zunächst in bestimmte Gebiete verlegen. Man wählt bestimmte Gebiete und Igelstellungen, und von dort werden die Soldaten dann nach und nach ausgeflogen. Andere Truppen, oder wer immer hinzukommt, um den Irakern zu helfen, werden sie ablösen. Der Abzug wird also sofort an dem Tag, an dem der Befehl ausgegeben wird, anfangen. Der Befehl wird glaubhaft sein, und alles wird so schnell wie möglich gehen.
Die Truppen werden sich auf vorher festgelegte Sammelpunkte zurückziehen. Sie werden Einheit für Einheit abgezogen. Und die anderen Nationen werden die Verantwortung übernehmen.
Wenn wir uns aus diesem Schlamassel befreien, den wir angerichtet haben, dann werden wir frei sein, uns anderen Problemen in anderen Teilen der Welt zuzuwenden. Wenn ich es tue, wird es das Vertrauen in meine Präsidentschaft in den übrigen Teilen der Welt stärken. Und wir werden dadurch enormen Nutzen haben. Wir wollen wieder als Nation geachtet und geliebt sein."
Soweit LaRouche. Seine Konkurrenten können offenbar nur stammeln und stottern, wenn es um das Thema Irak geht - mit Ausnahme von Dennis Kucinich, der ein Ende der Besatzung fordert, aber keinen Plan vorgelegt hat, wie man die notwendige Unterstützung der UNO gewinnen könnte. Wir sahen auf den Internetseiten der Kandidaten nach - Stand vom 25. November - , und es ergab sich kurzgefaßt folgendes Bild:
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