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Aus der Neuen Solidarität Nr. 49/2003

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"Ein Volk, das nicht versklavt werden will, wird nicht versklavt!"

In seiner Rede vor 230 Unterstützern in Detroit konzentrierte sich LaRouche auf die Veränderung der amerikanischen Kultur, die notwendig ist, um das Land aus der Krise zu führen.


Rückkehr nach Michigan
Das Problem in den Menschen

Was wird uns verändern?

"Einige der Jüngeren unter Ihnen haben sich daran gewöhnt, die Lage für schlecht, aber mehr oder weniger normal zu halten, daran zu glauben, daß die Dinge so, wie sie derzeit laufen, weiter gehen können, und daß es eine Alternative zu mir als nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten gibt. Und ich werde Sie schockieren: Es gibt keine solche Alternative. Sie werden keine finden. Und ich werde Ihnen deutlich machen, warum dies so ist."

Zweieinhalb Stunden, nachdem der demokratische Präsidentschaftsbewerber Lyndon LaRouche diese Worte vor mehr als 200 im Pontchartrain-Hotel versammelten Hörern aller Altersgruppen - darunter wichtige Führer der Afroamerikaner in Detroit - gesagt hatte, hatte ihn der größte Teil der Anwesenden verstanden. Sie verstanden, daß LaRouche sie verstand, was sie in den letzten 40 Jahren durchlebt hatten und was getan werden mußte, damit sie ihre Menschlichkeit wieder zurückgewinnen können. Sie hatten einen Politiker gefunden, dem sie vertrauen können, weil er ihnen dabei hilft, in der Aufgabe, die Welt zum Besseren zu verändern und ihren Nachkommen ein besseres Leben zu sichern, ihre Würde als Menschen wiederzufinden.

Mit LaRouches Veranstaltung in Detroit endete seine Reise durch Neuengland und den Mittleren Westen. Der nächste Höhepunkt seines Wahlkampfs wird ein internationales Internetforum am 12. Dezember sein, nach dem die LaRouche-Jugend ihre Intervention in Washington D.C. zur Vorbereitung der ersten Präsidentschaftsvorwahl der Nation am 13. Januar eskalieren wird. LaRouche sagte, er sei entschlossen, die Spielregeln zu ändern, indem er diese Vorwahl gewinnt, die das DNC verhindern wollte, um genau dieses Ergebnis zu verhindern.

Rückkehr nach Michigan

LaRouches erfolgreiche Wahlveranstaltung in Detroit brachte ein großes Publikum zusammen, in dem gewählte Mandatsträger und zahlreiche Ortsvorsitzende der Demokratischen Partei, junge und alte, arme und reiche Menschen versammelt waren.

Zwei ehemalige afroamerikanische Volksvertreter - der frühere Landessenator Ed Vaughn und der frühere Landtagsabgeordnete LaMar Lemmons - eröffneten die Veranstaltung und stellten LaRouche vor. Lemmons hatte einen Brief an seine Unterstützer geschickt, in dem er ankündigte, daß LaRouche nach Detroit kommen würde, und ihnen vorschlug, die Gelegenheit zu nutzen, um LaRouche kennenzulernen und zu sehen, warum der "ungenannte" Kandidat von den offiziellen Veranstaltungen des DNC ausgeschlossen blieb. Lemmons sagte, er habe LaRouche während des Kampfes für die Erhaltung des D.C. General Hospital in Washington kennengelernt, und verwies auf den Einsatz von LaRouche und der LaRouche-Jugend bei den Wahlen in Kalifornien und in Philadelphia.

Lemmons stellte dann den Mann vor, den er als seinen "Mentor" bezeichnete: Ed Vaughn, einen der respektiertesten afroamerikanischen Abgeordneten Michigans, der dafür bekannt ist, daß er für die politischen und wirtschaftlichen Rechte seiner Wähler kämpft. Vaughn stellte dann mit einer kurzen und leidenschaftlichen Ansprache LaRouche vor. Er riet den Anwesenden, dem Mann zuzuhören, welcher der nächste Präsident der Vereinigten Staaten sein sollte und der ihm alles beigebracht habe, was er über Wirtschaft wisse.

Es war diesen Abgeordneten und dem Publikum nicht unbekannt, daß LaRouches Kandidatur kontrovers ist. Die Demokratische Partei von Michigan hatte im Jahr 2000 trotz der Anwesenheit internationaler Beobachter und Bürgerrechtler, und obwohl LaRouche wenige Wochen zuvor die - nicht verbindliche - Vorwahl in Michigan gewonnen hatte, LaRouches Unterstützer von den Wahlversammlungen ausgeschlossen.

LaRouche sieht die einzige Möglichkeit, das gegenwärtige, verrottete politische System zu verbessern, in der Entstehung einer politischen Massenbewegung, die von der von ihm geschaffenen, einzigartigen Jugendbewegung angeführt wird. LaRouche geht davon aus, daß diese Jugendbewegung von derzeit rund 200 Mitgliedern schon sehr bald auf 1000 und bis zum Frühjahr auf rund 10 000 Mitglieder anwachsen werde.

Das Problem in den Menschen

Nach einem Überblick über die Degeneration der Vereinigten Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg aufgrund der Konditionierung durch die Kubakrise, den Vietnamkrieg und die Gegenkultur wendete LaRouche sich dem kulturellen Problem zu:

"Das Problem liegt in den Menschen selbst. Ein Volk, das entschlossen ist, nicht versklavt zu werden, wird nicht versklavt. Von wem sind wir denn versklavt? Von wem sind so viele unserer Mitbürger versklavt? Sie sind Sklaven ihrer Gewohnheiten: Der Gewohnheit der nachindustriellen Gesellschaft, der Gewohnheit, in dieser Konsum- und Spaßgesellschaft zu leben.

Sehen Sie sich Detroit an - die Jobs sind weg! Was ist statt dessen gekommen? Die Kasinos. Ist ein Kasino ein produktives Unternehmen? Es produziert Geld aus den Taschen anderer Leute - der Croupier nimmt Ihr Geld...

Warum halten sie dies für eine Alternative zur Industrie? Zur Landwirtschaft? Zur effizienten Erzeugung und Verteilung von Strom? Warum akzeptieren sie das? Weil sie konditioniert worden sind, daß dies nun einmal so sei. Das ist es, was sie gelernt haben. In 40 Jahren haben wir gelernt, nicht mehr so zu sein wie vor 40 Jahren - Wir haben es gelernt, wie es die Römer lernten. Die Römer eroberten von Italien aus den größten Teil der Welt. Nach dem Ende des Zweiten Punischen Krieges führten sie die Massensklaverei in Italien selbst ein. Sie legten die Produktion in Italien still, denn sie begannen, den Rest der Welt, den sie erobert hatten, zu bestehlen. Sie unterwarfen ihre Bevölkerung dem System von ,Brot und Spielen'. Sie verteilten Brot wie Sozialhilfe. Es gab keine Arbeit, kein wirkliches Einkommen. Um die Bevölkerung ruhig zu halten, wurden Kasinos eröffnet und das Kolosseum. Man ging dorthin und sah zu, wie sich Menschen gegenseitig umbrachten - zur Unterhaltung! Man sah zu, wie Tiere Menschen auffraßen, zur Unterhaltung - wie Sie es tun, wenn Sie heute im Fernsehen oder im Kino Filme ansehen. Das ist es, was Sie tun, wenn Sie zu einem dieser Rockkonzerte oder ähnlichen Dingen gehen. Die gleiche Sache: ,Brot und Spiele' - Brotkrumen, um zu überleben, und Unterhaltung und Drogen, um den Schmerz zu betäuben."

Was wird uns verändern?

Dann fragte LaRouche, was uns verändern werde. Zunächst müsse man verstehen, was im Lauf der Generationen geschehen ist, und verstehen, daß man seine Identität ändern müsse. "Die Menschen können sich selbst ändern", sagte LaRouche, im Gegensatz zu Tieren. Sie können erkennen, daß sie ihre Identität in die Schaffung einer Zukunft für die Jugend und die kommende Generation legen wollen.

Er habe die internationalen Verbindungen und die Ideen, die notwendig seien, um ein neues Netzwerk der Zusammenarbeit zwischen souveränen Republiken zu schaffen, wenn er unterstützt werde. Er könne das Land aus dem Desaster heraus in die Prosperität führen, wie es Franklin Roosevelt tat, erklärte LaRouche und schloß: "Wir können das schaffen."

Nancy Spannaus

 

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