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Aus der Neuen Solidarität Nr. 40/2007

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Kein Platz für Haß

Der dänische Sender TV2 News brachte am 22. September nach einem kurzen Bericht über die Demonstrationen in Jena (Louisiana) das folgende Kurzinterview mit Amelia Boynton Robinson in den Abendnachrichten.

Moderator: Die Demonstrationen in Jena erinnern an die Zeit in den sechziger Jahren, als die Schwarzen für ihre Rechte kämpften. Das jedenfalls denkt eine Frau, die damals zusammen mit Martin Luther King in der vordersten Reihe stand und die heute in Kopenhagen ist.

Sprecher: Sie wurde 1911 geboren und kämpfte 80 Jahren lang für die Rechte der Schwarzen - und tut das immer noch. Der Fall in Jena zeigt, daß die Arbeit noch nicht beendet ist.

Amelia Robinson: Ich erinnere mich an die fünfziger und besonders an die sechziger Jahre, als wir so hart dafür arbeiteten, das Wahlrechtsgesetz durchzusetzen.

Dann folgt ein kurzer Filmausschnitt, in dem ein Vertreter des Jenaer Gerichtes erklärte, es sei in dem Fall niemals um rassische Fragen gegangen.

Amelia Robinson: Das nennt man Gehirnwäsche. Daß man sie glauben macht, es ginge nicht um Rasse, sondern bloß um ein paar Jungen, die  Dinge getan haben, die sie nicht tun sollten. Aber es ist das gleiche, und manchmal glaube ich, einige von ihnen wissen es nicht besser. Es ist genau das, was sie auch in Selma, Alabama, gesagt haben.

Martin Luther King: Jetzt ist es Zeit, Selma, Alabama, zu einer besseren Stadt zu machen.

Sprecher: Es war im Jahr 1965. Ein großer Protestmarsch war auf dem Weg von Selma nach Montgomery. Das Ziel war es, den Schwarzen das Wahlrecht zu verschaffen. An der Spitze standen Martin Luther King und Amelia Robinson - aber sie kam nicht sehr weit.

Amelia Robinson: Wir kamen über die Brücke, und man befahl uns: „Halt, geht nicht weiter.“ Einer der Polizisten kam zu mir und sagte: „Lauf.“ Ist er verrückt? Weglaufen? Weshalb? Ich habe doch nichts getan. Er schlug mir auf die Schulter, und ich sah ihn einfach an. Der zweite Schlag traf meinen Nacken, und ich fiel bewußtlos zu Boden.

Sprecher: Man ließ sie leblos am Boden liegen. Man hielt sie für tot, aber sie überlebte und kämpft seit damals für die Rechte der Schwarzen.

Amelia Robinson: Der Rassismus war niemals tot. Die Rassisten, der Ku-Klux-Klan, sie haben nicht aufgehört, indem sie in den Untergrund gingen.

Sprecher: Ihre Hoffnung ist, daß aller Haß ein für alle Mal von der Erde verschwindet.

Amelia Robinson: Ich habe keinen Platz für Haß, und deshalb bin ich glücklich. Ich bin 96 Jahre alt, bald 100 Jahre, und es geht mir gut.

Moderator: Morgen wird Amelia Boynton Robinson das Hans-Christian-Andersen-Haus besuchen, und kommende Woche spricht sie in mehreren Gymnasien.

 

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