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Aus der Neuen Solidarität Nr. 29/2008

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Kolumbiens Befreiung vom Narco-Terrorismus:
Terroristen durch Landwirte ersetzen!

Die Befreiung Ingrid Betancours aus den Händen des kolumbianischen FARC ist ein entscheidender Erfolg im Kampf gegen das Rauschgiftkartell. Nun werden große Entwicklungsprogramme für den Kontinent möglich.

Am 2. Juli vereitelte Kolumbien das britische Drehbuch gegen ganz Iberoamerika, als seine Streitkräfte, ohne einen Tropfen Blut zu vergießen, 15 hochrangige Geiseln befreiten, die sich in der Gewalt der narkoterroristischen „Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens“ (FARC) befanden. Der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe Vélez beschrieb die Operation als Unternehmen der „Beharrlichkeit“, als „beachtliche Operation, ein militärisches Epos, das den Menschenrechten seine Ehrerbietung erwies.“

Uribe betonte, die Armee habe es abgelehnt, die Guerillas zu töten oder gefangen zu nehmen, weil man die Botschaft übermitteln wollte, daß die FARC noch in ihrer Gewalt befindliche Geiseln nicht mißhandeln sollte. Schätzungen zufolge gibt es insgesamt noch 700 Opfer, von denen die meisten unter barbarischen Bedingungen gefangen gehalten werden.

Im Laufe des letzten Jahres waren die Aktionen der kolumbianischen Regierung gegen die FARC zunehmend erfolgreich gewesen. Unter anderem wurden fünf langjährige Mitglieder des siebenköpfigen Sekretariats der Organisation außer Gefecht gesetzt. In seiner Erklärung nach der Aktion betonte Uribe, daß er die FARC einlade, „Frieden zu schließen... [und] durch die Freilassung aller noch in ihrer Gewalt befindlichen Geiseln damit zu beginnen.“

Ingrid Betancourt, die befreite ehemalige Präsidentschaftskandidatin, unterstützte ihn. Sie bezeichnete die Befreiungsaktion als „Signal des Friedens für Kolumbien. Wir können Frieden erreichen, wenn wir unserem Militär vertrauen. Ich möchte wirklich jedem einzelnen Soldaten Kolumbiens danken, denn sie beweisen, daß Frieden möglich ist - mit Intelligenz, Klugheit und Weisheit.“

Maximiliano Londono Penilla, Präsident der kolumbianischen MSIA, gab dazu am 3. Juli eine Erklärung ab, in der es u.a. hieß: „Die erfolgreiche Befreiung der 15 von der FARC festgehaltenen Geiseln durch die kolumbianische Armee, die unter der persönlichen Führung von Präsident Alvaro Uribe Vélez durchgeführt wurde, stellt einen Wendepunkt in der kolumbianischen Geschichte dar... Die Präzision und Umsicht, mit der die Operation durchgeführt wurde, vermittelt eine zusätzliche Botschaft, die Uribe an die FARC weitergab: Jedes weitere Blutvergießen ist unnötig. Die Zeit für Versöhnung und dauerhaften Frieden ist gekommen. Was noch fehlt, ist ein Verständnis, daß es zur Verteidigung des Gemeinwohls neben [Uribes Programm] ,Demokratischer Sicherheit’ ein Programm ,Wirtschaftlicher Sicherheit’ für alle geben muß, so wie es Lyndon LaRouche formuliert hat.

Ingrid Betancourt und alle anderen ehemaligen Geiseln... gaben auch zu verstehen, daß die sozialen Beziehungen und die Zusammenarbeit, die sie untereinander entwickelt hatten, kombiniert mit der beständigen, öffentlichen Unterstützung und den Botschaften von Familienmitgliedern, Freunden und Kolumbianern überhaupt, ihnen erlaubt hatte, ... an die Möglichkeit eines ,Wunders’ zu glauben. Es ist offensichtlich kein ,leerer Wahn’, daß mit rigoroser Arbeit und Begeisterung in diesem Universum tatsächlich Wunder erzeugt werden können.“

In der Zwischenzeit hat Präsident Uribe auch auf der wirtschaftlichen Ebene einen wichtige Initiative begonnen und einen früheren Vorschlag des venezolanischen Präsidenten Chavez aufgenommen. Uribe schlug vor, eine kontinentale Eisenbahn zu bauen, mit der Kolumbien mit seinen unmittelbaren Nachbarn Venezuela und Ecuador verbunden würde. Sie kann dann sowohl nach Mittelamerika als auch ganz Südamerika weitergebaut werden.

Lyndon LaRouche begrüßte diesen Vorschlag wärmstens, und sagte: „Jetzt können Terroristen durch Landwirte ersetzt werden! ... Diese Entwicklungen ermöglichen eine wirkliche Revolution in der gesamten Region.“ Damit könne man endlich den britischen Einfluß, wie einst in der Monroe-Doktrin vorgesehen, eliminieren. Dieser ist in dieser Region notorisch, ebenso wie die Kontrollfunktion der Finanzinteressen der City of London im internationalen Drogenhandel, in dem die FARC das führende Kokain-Kartell darstellt. LaRouche betonte, daß die FARC und ihre Hintermänner erledigt seien. Bei der erfolgreichen Operation habe es sich um eine jahrzehntelang aufgebaute Kapazität gehandelt, die von Elementen der kolumbianischen Regierung und ihres Militärs durchgeführt wurde, mit nachrichtendienstlicher Unterstützung aus Frankreich, und institutionellen Elementen aus den USA.

LaRouche betonte, seine Freunde in Iberoamerika hätten seit langem detaillierte Vorschläge für die wirtschaftliche Integration von Süd- und Zentralamerika vorgelegt, vor allem durch große Infrastrukturprojekte, einschließlich von Magnetbahnverbindungen. Diese Projekte sollten mit landwirtschaftlichen Entwicklungsprojekten verbunden werden. Die Zeit sei gekommen, Terroristen durch Landwirte zu ersetzen. Alle Elemente seien nun vorhanden, um solche großen Entwicklungsprojekte durchzusetzen; für die Finanzierung könne die „Bank des Südens“ eingesetzt werden. Jetzt sei nur die politische Initiative dazu erforderlich. Die britische Freihandels- und Globalisierungspolitik sei am Ende, in dieser Hemisphäre und weltweit. „Die Zeit ist reif, um zur Tradition von Lincoln, McKinley und Franklin Roosevelts Politik der guten Nachbarschaft zurückzukehren.“

eir

Lesen Sie hierzu bitte auch:
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