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Neue Solidarität
Nr. 21, 25. Mai 2011

Widerlegung des WBGU:
Was nicht nachhaltig sein kann

Von Lyndon LaRouche
- Erster Teil -

Die folgende Schrift erschien im englischen Original am 3. Mai 2011, wir veröffentlichen sie in zwei Teilen.

Ich habe eben die englische Fassung einer pseudowissenschaftlichen Druckschrift mit dem Titel Welt im Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation durchgesehen, die vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) in Deutschland herausgegeben wurde.

Dieses Papier enthält weder etwas Wissenschaftliches noch etwas wirklich Neues, sondern ist ein bösartiger Ausdruck der antiken delphischen oligarchischen Tradition der „schöpferischen Zerstörung“, wie sie von Leuten wie Friedrich Nietzsche, Werner Sombart, H.G. Wells und den ausdrücklich an Bertrand Russell orientierten Kreisen des Cambridger Instituts für Systemanalyse und des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) auf die neuzeitliche europäische Kultur übertragen wurde. Ich verweise hierbei auf Bertrand Russells innerste Überzeugungen, die er beispielsweise 1946 in seiner Proklamation für einen unprovozierten „präventiven Atomkrieg“1 oder seinen damit eng verwandten pseudowissenschaftlichen Plänen für eugenischen Massenmord ausgedrückt hat, so wie dies auch vom „World Wildlife Fund“ und dem Club von Rom vertreten wird. Damit soll gesagt werden, daß die WBGU-Broschüre im Grunde nichts wirklich Neues enthält, außer daß es dem zivilisierten Leser einmal mehr vor Grauen kalt den Rücken herunterläuft. Im Falle dieser WBGU-Veröffentlichung, diesem abstrusen Nachhall von Londons aktueller unverhüllter Neuauflage der antiken oligarchischen Ideologiekulte, reichen ein paar konkrete Korrekturen nicht aus, etwas viel Grundsätzlicheres ist erforderlich.

* * *

Einleitung

Wenn qualifizierte Wissenschaftler der Gegenwart anhand der entsprechenden Belege studiert haben, wie sich das menschliche Leben unter all den übrigen Lebensprozessen auf der Erde innerhalb der Einflüsse unserer Galaxis entwickelt hat, dann kennen sie die Fossilien- und verwandten Funde, die man benötigt, um sich darüber Klarheit zu verschaffen, wie der große russisch-ukrainische Forscher W.I. Wernadskij auf der Grundlage Riemanns seine revolutionären Durchbrüche erzielte. Die recht gute Ausgangslage an bekannten Fossilien- und verwandten Funden verschafft uns nicht nur wissenschaftliche Gewißheit, wie sich über etwa eine halbe Milliarde Jahre ein anti-entropisches Lebensprinzip in diesem Bereich entfaltet hat - trotz des häufigen Massenaussterbens von Arten, das aus diesen Fossilienfunden ebenfalls deutlich wird. Sie zeigt auch die überragende Bedeutung des universellen Prinzips menschlicher Erkenntnis, im Sinne spezifisch menschlicher Kreativität, als implizit vorherrschendes Element innerhalb der Universalität der bisher bekannten Beweise für ein Entwicklungsprinzip, für welches die Entstehung unserer menschlichen Gattung noch heute ein Beleg ist.

Wenn wir die entsprechenden historischen Belege in unsere Überlegungen zu dem Thema einbeziehen, dann zeigt uns die bekannte historische Überlieferung, ergänzt durch entsprechende archäologische Funde, daß entgegengesetzte Ansichten, wie die in dem hier betrachteten WBGU-Papier, mit einer wohldokumentierten historischen Tradition im Einklang stehen: der Geschichte des berüchtigten oligarchischen Prinzips, so wie es im World Wildlife Fund (WWF) des britischen Prinzen Philip und des verstorbenen Prinzen Bernhard zum Ausdruck kommt, oder auch im sogenannten Club von Rom sowie in den Methoden Bertrand Russells und seiner Komplizen an der Cambridge-Schule für Systemanalyse und deren Ableger, dem Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA). Diese Tradition reicht noch viel weiter in die Geschichte zurück als das spezifische oligarchische Prinzip des antiken delphischen Apollo-Dionysos-Kultes. Jonathan Swift sind auf den Britischen Inseln gewisse wesentliche Ironien dieser Angelegenheit nicht entgangen.

Im Falle des fraglichen WBGU-Papiers ist insbesondere von Bedeutung, daß die thematischen Argumente darin nicht von naturwissenschaftlichen Beweisen ausgehen, sondern in der oligarchischen Tradition wurzeln, wie sie in typischer Weise in den vier aufeinanderfolgenden Phasen des Römischen Reiches zum Ausdruck kommt - beginnend mit der Geburt dieser Institution auf der berüchtigten Insel Capri und dann in den Reinkarnationen jener ursprünglichen Gestalt des Imperiums, also Byzanz, den Greueln der Kreuzfahrertradition und dem, was mit den schrecklichen Geburtswehen der ständigen Religionskriege zwischen 1492 und 1648 entstand (das moderne monetaristische Britische Empire, Red.). Der hoffnungsvolle Erfolg des Westfälischen Friedens am Ende dieser Periode wurde wieder untergraben und zunichte gemacht, besonders durch die holländischen Kriege, welche durch das Eintreffen Wilhelms von Oranien als Vertreter der neuen venezianischen Partei auf dem Boden der Britischen Inseln eingeläutet wurden.

Mein Land, die Vereinigten Staaten, entstanden durch den Einfluß eines großen Vordenkers des ökumenischen Konzils von Florenz, der sowohl den Gedanken des modernen, souveränen Nationalstaates als auch die neuzeitliche europäische Wissenschaft begründete: Kardinal Nikolaus von Kues. Das berühmte Unternehmen, das Christoph Kolumbus später in die Tat umsetzen sollte, war eine der Folgen von Cusas Entdeckungen bei der Gründung wirklicher neuzeitlicher Naturwissenschaft. Cusa hatte dieses Vorhaben ausdrücklich gefordert, um die Errungenschaften der Renaissance vor dem wiedererstarkenden Einfluß der venezianischen Oligarchie zu retten, welche Europa in eine lange Periode der Religionskriege zurückwarf und ihm neuartige monetaristische Herrschaftssysteme aufzwang.

Seit jenen Zeiten schwankt Amerika selbst zwischen seinem großen Verfassungsprinzip und den fremden Einflüssen europäischer Tyrannen und Kriege, vor allem dem Einfluß des Britischen Empire.

Hier muß betont werden: Jeder, der in der Wissenschaftsgeschichte kompetent qualifiziert ist, wird erkennen, daß die gegenwärtige Krise der transatlantischen Region eine allgemeine Zusammenbruchskrise ist - nicht nur ein Abbild, sondern der Inbegriff jener wiederholten Fälle katastrophalen Versagens der europäischen Zivilisation, wofür der Zusammenbruch des damals kulturell führenden antiken Griechenlands unter dem Einfluß des Delphi-Kultes ebenso typisch ist wie die Abfolge schrecklicher Zusammenbrüche der europäischen Zivilisation, die in den Untergangskrisen des ursprünglichen Römischen Reiches und seiner bisher drei wesentlichen Nachfolger zum Ausdruck kamen.

Die im WBGU-Bericht deutlich werdende Denkströmung läuft in ihrer Konsequenz auf nichts anderes hinaus, als einen Pakt im Dienste eines Programms für ein großes neues finsteres Zeitalter der Menschheit vorzuschlagen, welches ähnlich, aber noch weit schlimmer wäre als alle früheren seit jener Gründung des ursprünglichen römischen Kaiserreiches in Absprache zwischen Oktavian, den Mithra-Priestern und den gehörnten Ziegen der Insel Capri. Denken Sie dabei an den Kampf des Römischen Reichs gegen das Christentum, signalisiert durch den Befehl zur Kreuzigung von Jesus Christus, den der römische Kaiser persönlich auf Capri erteilte, gefolgt vom Befehl seines Nachfolgers zur Kreuzigung von Petrus und Paulus.

Das sind, kurz zusammengefaßt, die wesentlichen Umrisse des hier zu behandelnden Themas. Das große Prinzip, das in den Fakten der Erdgeschichte zum Ausdruck kommt - die Kombination aus der Evolution der Lebewesen allgemein und der besonderen Evolution der schöpferischen Geisteskräfte des Menschen -, bildet unser eigentliches Thema, über das hier nachgedacht werden muß.

Die Zeit ist gekommen, in der eine Fortsetzung dieser alten, oligarchischen Tyrannei, die bisher die Existenz der menschlichen Gattung bestimmt hat, nicht länger hingenommen werden kann. Das Bild vom Menschen, der als Ebenbild des Schöpfers geschaffen ist und sich als solches entfalten soll, muß jetzt Wirklichkeit werden, in Form einer allgemeinen Befreiung von diesem alten Übel der monetaristischen Herrschaft des oligarchischen Prinzips in der delphischen Tradition - dem bösartigen Prinzip hinter der Argumentation des genannten WBGU-Berichtes. Die Befreiung von diesem alten Übel des oligarchischen Prinzips muß jetzt praktisch vollzogen werden; das muß der oberste Rechtsgrundsatz für alle zivilisierten Völker sein, auf diesem Planeten und sogar noch darüber hinaus.

Es genügt daher nicht, lediglich das alte große Übel, für das sich die Verfasser des WBGU-Berichts hergegeben haben, anzuprangern. Wir müssen die Wahrheit bekräftigen, die dieses Übel überwindet und ausmerzt. Der notwendige Schritt besteht nicht nur darin, die falschen Aussagen bloßzustellen - noch viel wichtiger ist es, sie durch eine wahrheitsgemäße Darstellung der menschlichen Natur zu ersetzen.

Die bösartige Absicht hinter der erwähnten Schrift des WBGU wird in einem Beitrag des WBGU-Vorsitzenden Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber CBE (Ritter des Britischen Empire) in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 4. Mai unter dem Titel „Generationenvertrag: Vorwärts zur Natur“ als Doktrin für einen weltweiten Völkermord breiter offengelegt. Sie unterscheidet sich im Prinzip nicht von der altbekannten Doktrin des britischen Prinzen Philip, dargestellt in den Dokumenten des World Wildlife Fund, jedoch kommt das Böse, welches dieser WWF verkörpert, hier noch barbarischer zum Ausdruck, als es selbst die Gründer des WWF zuvor formuliert hatten. Dieses Böse, das der britischen Imperialdoktrin als Trend zugrunde liegt, seit Wilhelm von Oranien für die neue venezianische Partei die Macht auf den Britischen Inseln übernahm, ist auch typisch für das IIASA-Institut, mit dessen Sprecher ich in der zweiten Hälfte der 70er Jahre laufend Streit über diese Frage der Wissenschaftsmethode hatte. Wir haben es hier mit einer Völkermorddoktrin zu tun, die alles übersteigt, was das Hitler-Regime je verbrochen hat.

Allerdings muß man sagen, wenn der jetzige US-Präsident Barack Obama, der eine Marionette der britischen Monarchie ist und ebenfalls diese britische Politik betreibt, im Amt verbleiben sollte, wird es für eine oder mehr zukünftige Generationen wahrscheinlich keine Menschheit mehr geben, die diesen Namen verdient. Wenn der vorgelegte Plan zur sofortigen Einleitung eines weltweiten Völkermords, der sogar noch weitaus schlimmer ist als alles, was Adolf Hitler im Krieg vorhatte, unmittelbar (im Juni 2011) im britisch dominierten West- und Mitteleuropa umgesetzt wird, dann ist ein solches Schicksal vorgezeichnet, falls die Vereinigten Staaten nicht sehr, sehr bald zum Gründungsprinzip ihrer außergewöhnlichen Republik zurückkehren.

Jeder sollte die unverblümten Worte der beiden genannten WBGU-Veröffentlichungen selbst lesen, um zu erkennen, welche massenmörderischen Pläne die Agenten der britischen Monarchie hier gegenüber der Bevölkerung der Eurozone und letztlich der ganzen Welt verfolgen.

I. Das schöpferische Prinzip

Die Studien meiner Mitarbeiter über die Entwicklung des Lebens auf der Erde basieren weitgehend auf fossilen und anderen Funden, die eine Zeit von etwa einer halben Milliarde Jahren abdecken. Diese wissenschaftlichen Belege lassen mehrere, ontologisch unterschiedliche Phasen scheinbarer Eigenentwicklung von Lebensformen erkennen, wobei der Einfluß unserer Galaxis die Entwicklung der einzelnen qualitativen Phasen des Lebens und seiner Wirkungen steuerte. Insgesamt zeigen uns die in dieser Zeitspanne von fast einer Milliarde Jahren angesammelten Belege den Prozeß, der von der ungeheuren Kraft dieser Galaxis bestimmt ist; dieser Prozeß ist durchgehend anti-entropisch geprägt, von den frühesten Anfängen bis zu den jüngsten Erkenntnissen. Tatsächlich zeigen diese Funde aus einer halben Milliarde Jahren, daß der sogenannte „Zweite Hauptsatz der Thermodynamik“ immer ein Betrug an der Wissenschaft gewesen ist.2 Leider gibt es menschliche Fische zuhauf, die diesen faulen Köder geschluckt haben - man trifft sie besonders seit Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts auf dem Gelände führender Universitäten und anderswo an.

Die Gesamtheit der wissenschaftlichen Erkenntnisse bis heute ergibt, daß der durch die Galaxis geordnete Veränderungsprozeß der aufeinanderfolgenden Arten anti-entropisch war und ist. Dabei ist diese Ordnung der Arten für uns heute definiert, indem man auf diese Abfolge die Grundlagen anwendet, die auf einzigartige Weise in den Entdeckungen Bernhard Riemanns, besonders in seiner Habilitationsschrift von 1854, ausgedrückt sind. Dies schafft die Grundlage für unsere Einsicht in jene revolutionäre Abfolge qualitativer, tiefgreifender Fortschritte in der Naturwissenschaft, deren Früchte konkret ganz besonders mit den Errungenschaften von Akademiemitglied W.I. Wernadskij verbunden sind.

Wendet man den gesamten Untersuchungsbereich der Arbeiten Riemanns und Wernadskijs auf den Fall der Menschheit an, so öffnet sich eine neue Dimension qualitativer Veränderung - über alle anderen Lebewesen hinaus -, der sich der in solchen Fragen qualifizierte Wissenschaftler nun gegenübersieht.

Grundsätzlich sind alle Seinsprozesse anti-entropisch, wenn man sie als Prädikate eines solchen Gesamtprozesses sieht; doch unter allen uns bisher bekannten Arten besitzt nur die menschliche Gattung jenes Prinzip willentlicher Kreativität, das sich als Potential für die Menschheit eindeutig belegen läßt.3

Dieser Umstand ist allerdings noch keine vollständige Antwort auf die Frage nach der weitergehenden, grundsätzlicheren Bedeutung unseres tatsächlich vorhandenen Wissens. Betrachten wir hierzu die gegenwärtig auftauchenden, symbolischen Hinweise darauf, daß die Menschheit in diesem Sonnensystem möglicherweise aussterben könnte, falls sie das satanische Dogma hinter der britisch inspirierten, massenmörderischen Irrlehre des WBGU akzeptiert, die dem zukünftigen Schicksal der Länder des Euro-Raums und letztlich dem gesamten Kontinent aufgezwungen werden soll.

Das Überleben der Arten

Die bereits angesprochenen Nachweise vergangener Lebensformen auf diesem Planeten lassen ein galaktisch gesteuertes Muster der Artenentwicklung erkennen: Es gab immer wieder Wellen der Zerstörung, in der fast alle hier lebenden Arten ausgelöscht wurden, um Platz für weiterentwickelte zu machen. Wie ich oben bereits sagte, ist das gesamte Universum so gesehen und im Sinne von Riemann und Wernadskij durchgehend schöpferisch, doch nur die Menschheit ist aus eigenem Antrieb kreativ. Sollte die Menschheit plötzlich aufhören kreativ zu sein, wie es der WBGU faktisch vorschreibt und wie es Prinz Philips WWF fordert, wäre der Fortbestand unserer Gattung sehr bald in Gefahr. Wer dem Dogma des WBGU folgt, das im Prinzip auf das Dogma des britischen Prinzen Philip hinausläuft und sicherlich einigen leichtgläubigen Deutschen von britischen und verwandten Quellen diktiert wurde, der begibt sich auf einen Weg, der in das Aussterben der Menschheit führt. Der vom WBGU vorgegebene oder jeder vergleichbare Kurs bedeutet unter den derzeitigen globalen wirtschaftlich-politischen Bedingungen und den kommenden galaktischen Veränderungen ein globales Völkermordprogramm.

Keine Kultur dieser Welt könnte unter den vom WBGU vorgegebenen Bedingungen überleben. Keiner, ob Christ, Jude oder Moslem, der nicht überall auf der Welt diesen britischen Plänen Widerstand leistet, könnte dem selbst verschuldeten Untergang entrinnen, auf den die erklärten Ziele des WBGU-Berichts hinauslaufen.

Die einfachste Tatsache, die es in diesem Zusammenhang zu beachten gilt, ist die, daß eine steigende Energieflußdichte unverzichtbar ist, wenn man verhindern will, daß die Menschheit auf ein ähnliches Endstadium ihrer Existenz herabsinkt wie alle ausgestorbenen Tierarten auf diesem Planeten zu früheren Zeiten.

Die relativ einfachste Veranschaulichung dieses Punktes ist die Geschichte der immer neuen sprunghaften Steigerungen der relativen Energieflußdichte, die man braucht, um eine menschliche Kultur auch nur auf demselben kulturellen Energieflußdichte-Zustand der Gesamtbevölkerung zu halten. Ein Nullwachstum der Energieflußdichte in der Gesellschaft bedeutet den kulturellen Tod, und wenn dieser Prozeß, wie vom WBGU gefordert, uneinsichtig bis zum bitteren Ende fortgeführt wird, ist das ein Rezept für den Untergang jedweder menschlicher Kultur, letztlich sogar für das Aussterben der menschlichen Gattung. Angesichts der bewußten Verknappung von Nahrungsmitteln und anderen lebensnotwendigen Gütern in den heutigen Kulturen wäre die Folge einer Umsetzung der WBGU-Politik für Europa in realwirtschaftlicher Hinsicht, daß unmittelbar ein allgemeiner Zusammenbruch der Zivilisation erst in den transatlantischen Regionen und kurz darauf auf dem gesamten Planeten ausgelöst würde.

Um den erforderlichen Aufwärtstrend gegen den horrenden Fanatismus hinter den WBGU-Forderungen durchzusetzen, benötigt man für das Funktionieren der Gesellschaften eine ständig ansteigende Energieflußdichte in Pro-Kopf-Erzeugung und -Verbrauch. Deswegen muß heute nicht nur auf verbesserte Techniken der Kernspaltung, sondern auch auf die Kernfusion und später auf Materie-Antimaterie-Anwendungen gesetzt werden. Angesichts der neuen Gefahr, die sich aus dem augenblicklichen Phasenwechsel unserer Galaxis ergibt, brauchen wir außerdem eine höhere „Dichte“ in der gesellschaftlich verfügbaren Energie als Schutz vor den gefährlichen neuen Bedingungen, denen die Menschheit noch nie gegenübergestanden hat - bedrohliche Zustände im Zusammenhang mit den sich derzeit ändernden Beziehungen unseres Sonnensystems zu unserer Galaxis, die bereits begonnen haben.

Der Ursprung der Gefahr

Entgegen den verdrehten Auffassungen wie der Stoßrichtung des vorliegenden WBGU-Berichts bei Leuten, die sich als Wissenschaftler ausgeben aber beharrlich behaupten, Erdbeben, Vulkanausbrüche und Wirbelsturmwetterlagen seien grundsätzlich nicht vorhersagbar, ist das Prinzip erfolgreicher Prognosestellung eine Fortführung der ursprünglichen, umfassend dokumentierten Entdeckung des Gravitationsprinzips durch Johannes Kepler. Zwei unterschiedliche Sinneswahrnehmungen, die visuelle bzw. harmonische, waren dabei erforderlich, um einen Wert zu definieren, der in keinen der beiden enthalten war. Ganz ähnlich ist es für die Vorhersage von Naturerscheinungen oder ähnlichem unerläßlich, Messungen qualitativ unterschiedliche Arten sinneserfahrungsartiger Wirkungen gegenüberzustellen - je größer die Vielfalt unterschiedlicher Betrachtungsweisen, die hierbei berücksichtigt werden, um so größer ist die Genauigkeit, die ein kompetenter Forscher erreichen kann.

Meine Mitarbeiter und von ihnen konsultierte Fachleute haben gezeigt, daß dies auch auf das Verständnis von Phänomenen wie Tornados und auf die vorhersagbare Wahrscheinlichkeit einer wachsenden Vielzahl solcher Ereignisse unter den derzeitigen galaktischen Bedingungen zutrifft.

Diese Tatsachen haben jüngst eine ganz neue Aufmerksamkeit erhalten; prinzipiell sollte die Beschäftigung mit den Hinweisen auf solche gefährlichen Entwicklungen jedoch nicht nur zu einer sorgfältigen wissenschaftlichen Untersuchung der Ursachen solcher Phänomene führen, sondern auch zu Mitteln und Wegen, wie die Menschheit geschickt solche Entwicklungen bewältigen kann. Die Schwierigkeit liegt seit einiger Zeit darin, daß die Lösungen für solche Herausforderungen einen zusätzlichen gesellschaftlichen Aufwand erfordern, welcher ohne die Entwicklung und Nutzung einer höheren Energieflußdichte pro Kopf und Quadratkilometer gewöhnlich nicht möglich ist.

So muß die wissenschaftliche Vorhersage von Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Tornados mit Planungen und dem Bereitstellen entsprechender Mittel verbunden sein, um gefährdete Bevölkerungsteile in Sicherheit zu bringen, sowie mit wirtschaftlichen Mitteln, um entstandene Schäden zu beseitigen - Kosten, die getragen werden können, wenn wir uns in unseren Gesellschaften für den Aufbau höherer produktiver Kapazitäten pro Kopf und pro Quadratkilometer entscheiden.

Man denke daran, welche katastrophalen Folgen die Ermordung von Präsident John F. Kennedy und damit die Ausschaltung seines hartnäckigen Widerstands gegen einen unsinnigen, langen Krieg in Indochina auf die Moral und das Wohlergehen der Vereinigten Staaten hatte. Dabei sind besonders die sozialen Folgen der zunehmenden Indolenz und Unmoral wachsender Bevölkerungsteile zu berücksichtigen - eben jener existentialistischer Verfall der Gesellschaft, der die Grundlage der Leichtgläubigkeit und letztlich Verrücktheit all der Menschen bildet, die so etwas wie die Pläne des WBGU tolerieren.

Wer und warum sie dafür empfänglich sind, darüber steht uns heute das folgende, wichtige Wissen aus der Geschichte zur Verfügung.

Die WBGU-Vorschläge sind zwar unmittelbar britischen Ursprungs, aber ihre Herkunft ist im Grunde viel älter. Beispielhaft hierfür sind die negativen Einflüsse auf europäische Kulturen des Mittelmeerraums, etwa durch das antike Babylon, das Achämenidenreich, den Trojanischen Krieg, den Peloponnesischen Krieg und den Aufstieg der aufeinanderfolgenden Reiche von Rom, Byzanz, dem ursprünglichen monetaristischen Imperium Venedigs in Form der Kreuzfahrer und dem Britischen Empire. Dieses Empire wurde als „neues, viertes“ Römisches Reich auf Initiative Sarpis unter der Flagge des Neuen Venedig von Wilhelm von Oranien begründet und durch Entwicklungen wie den Siebenjährigen Krieg und die am römischen Vorbild orientierten Reformen unter Lord Shelburne voll in Gang gesetzt.

Insbesondere seit den Zeiten des von Solon, Sokrates und Platon verabscheuten Delphikults von Apollo und Dionysus und daraus resultierenden schrecklichen Torheiten wie dem Trojanischen Krieg und dem Peloponnesischen Krieg wurde die europäische Geschichte von dem sogenannten „oligarchischen Prinzip“ bestimmt, d.h. daß diese Last, die sich Oligarchie nennt, eine zahlenmäßig begrenzte, unterdrückte Menschenmasse praktisch wie Vieh hält. Dieses Herrschaftssystem wurde auch in der Neuzeit fortgeführt, unter der Dominanz eines monetaristischen Systems, das noch heute den eigentlichen Kern des Britischen Empire bildet - man sieht das heute immer noch in ganz Afrika. Dieses Empire hält praktisch den kontinentaleuropäischen Euro-Raum als Geisel gefangen.

Die Imperien - so auch das monetaristische Britische Empire, das einzig bedeutsame Imperium auf der Welt heute - standen immer vor einem Dilemma: Die Machtgelüste der imperialen Oligarchie sollten befriedigt werden, indem man sich die Vorteile wissenschaftlicher und verwandter Erkenntnisse zunutze macht, gleichzeitig aber wollte man den Untertanen nicht die Möglichkeit geben, so zu leben und zu handeln, daß sich die allgemeine Bevölkerung von der ihr zugewiesenen Rolle als Vieh im Besitz der herrschenden Oligarchie befreien könnte. Beispielhaft hierfür sind die Unterdrückung unzähliger Afrikaner als Sklaven, die im Dienste des Empire von dessen Lakaien im spanischen Königshaus in die Vereinigten Staaten verbracht wurden, und die intensiven Anstrengungen des Empire, mit Hilfe der von London gesteuerten Kreise um die verräterische „Jackson-Demokratie“ die Südstaatenkonföderation zu gründen und zu erhalten.

Die Vereinigten Staaten sind in dieser Hinsicht schon immer die Hauptzielscheibe der imperialen britischen Herrscherkaste gewesen. Heute gibt es jedoch den Unterschied, daß sich die Welt insgesamt soweit entwickelt hat, daß die derzeitige Wachstumsrate der Weltbevölkerung nicht beibehalten werden kann, ohne die Wissenschaftskultur der Gesellschaft auf die Ebene anzuheben, die sich nach der Phase der Kernspaltung auf die Perspektive der Kernfusion als Hauptenergiequelle konzentriert. Dafür muß das Geistesleben der Menschen allgemein auf ein Niveau angehoben werden, das unter dem weltweit herrschenden Britischen Empire heute nicht erreichbar ist. Dieser punctum saliens der Existenzkrise für das Empire und seine Lakaien von der Wallstreet macht es in deren Augen erforderlich, die Vereinigten Staaten systematisch zu zerstören und parallel dazu die Weltbevölkerung auf eine verhältnismäßig winzige Zahl von wahrscheinlich unter zwei Milliarden zu verkleinern.

Wenn diese Pläne der britischen Oligarchie und die sich abzeichnenden Entwicklungen in der Relation unseres Sonnensystems zu seiner Galaxis zusammenkommen, kann das bereits die Aussicht bedeuten, daß die Menschheit sich auf ihr Aussterben zubewegt.

Das ist die große Frage, die durch die klar formulierten Pläne in dem WBGU-Bericht aufgeworfen wird.

Wird fortgesetzt


Anmerkungen

1. Bulletin of the Atomic Scientists, 1.10.1946.

2. Ein ausführlicher Videofilm der Verantwortlichen des LPAC-Teams über diese Erkenntnisse ist in Vorbereitung. Siehe auch die Darstellung der Arbeit Max Plancks in einem LPAC-Video von Jason Ross vom Basement-Team: www.larouchepac.com/node/18081.

3. Wenn man bedenkt, daß unser Sonnensystem erst recht spät einen Platz in unserer Galaxis gefunden hat, läßt sich nicht ausschließen, daß auch in anderen Teilen unserer ziemlich umfangreichen Galaxis Lebensformen existieren, die ebenfalls unser charakteristisches, ausgeprägtes Potential für willentliche Kreativität an den Tag legen.