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Neue Solidarität
Nr. 3, 19. Januar 2011

Weltnahrungsmittelproduktion bricht weiter ein

Die jüngst von der FAO veröffentlichten Zahlen zum Stand der weltweiten Nahrungsmittelreserven werfen ein Schlaglicht auf die bedrohliche Versorgungslage, vor allem für Länder der 3.Welt, aber zunehmend auch für die Armen in den Industrienationen. Solange der Nahrungsmittelspekulation und der Zweckentfremdung von Nahrungsmitteln zur Äthanolherstellung nicht Einhalt geboten wird, drohen der Welt neue Hungerkatastrophen.  Die Nahrungsmittelkrise ist keine Verteilungsfrage. Als Folge der Zerstörung der produktiven Landwirtschaft wird heute weltweit weniger produziert, als für eine vernünftige Ernährung aller Menschen erforderlich ist.

Gleichzeitig mit der derzeitigen Zusammenbruchskrise an den Finanzmärkten sind wir potentiell mit dem größten Völkermord in der Geschichte der Menschheit konfrontiert, in dem der Tod von Millionen Menschen auf der Jagd nach dem schnellen Geld billigend in Kauf genommen wird oder, wie von einer Reihe von Nullwachstumsaposteln gefordert, die Reduzierung der Menschheit von jetzt etwa sieben auf zwei Milliarden Menschen aktiv betrieben wird.

Der von der FAO (Welternährungsorganisation) veröffentlichte Nahrungsmittel-Preisindex, der noch 2006 bei etwa 120 Punkten lag, stieg im Juni 2008 auf 213,5 Punkten, fiel dann zurück und erreichte im Dezember 2010 mit 214,7 Punkten eine neue Rekordmarke. Und das ist noch nicht das Ende, wie Experten warnen. Die Financial Times zitiert den FAO-Ökonomen Abdolreza Abbassian: „Die Welt erlebt einen Preisschock bei Nahrungsmitteln und wenn der noch mehrere Monate anhält, werden wir es mit einer sehr ernsten Versorgungskrise zu tun haben. Es wäre töricht anzunehmen, daß wir schon den Höchststand der Preise erreicht hätten.“

Die Zahlen der FAO für Getreidereserven

Was ist also zu tun? Zunächst muß der Spekulation der Boden entzogen werden, indem den Spekulanten das billige Zentralbankgeld (Bankenrettungspakete) entzogen wird. Die Einführung des Trennbankensystems wäre hierzu der erste Schritt. Dann muß die Anbaufläche erhöht, die entsprechende Infrastruktur verbessert und die Nahrungsmittelreserven vergrößert werden. Dann können Staaten durch den Verkauf von Lagerbeständen dämpfend auf die Preisinflation wirken.

Auch der Wahnsinn, Lebensmittel zur Biospritproduktion zweckzuentfremden, muß gestoppt werden. Die Wiedereinführung von Paritätspreisen für die Landwirte wird darüber hinaus dem Höfesterben ein Ende bereiten. Die Lösungen sind da - sie müssen nur ergriffen werden. Den Tod von bis zu 5 Mrd. Menschen abzuwenden, sollte doch ein wenig politischen Mut wert sein.

eir