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Neue Solidarität
Nr. 4, 26. Januar 2011

Hinter der Hungerkrise steckt eine mörderische Absicht

Von Marcia Merry Baker

Während der Hunger weltweit wächst, gehen die weltweite Nahrungsmittelproduktion und die Lagerbestände aufgrund des Pseudo-Umweltschutzes und der Globalisierung zurück.

Die sich zuspitzende weltweite Nahrungsmittelkrise ist keine unvorhersehbare Wiederholung der „Episode“ der Hungeraufstände und des Leidens von 2008, sie ist die Fortsetzung einer vorsätzlichen Politik des Völkermords. Und man muß verstehen, daß die eigentliche Wahrheit hinter den Nahrungsmittelpreisschocks die ist, daß es diese Nahrungsmittel nicht gibt. Würde man den Spekulationen über Nacht ein Ende bereiten - und das sollte geschehen -, so würde die Krise immer noch weiter bestehen.

Die weltweite Getreideproduktion liegt inzwischen unter dem derzeitigen Verbrauch - und auch dieser Verbrauch liegt weit unter der Menge an Nahrungsmitteln, die tatsächlich nötig sind. Da außerdem ein Teil dieses Getreides in Biotreibstoffe verarbeitet wird, ist die Not schrecklich - und sie verschlimmert sich. Aber auch bei den Preisen der anderen Grundnahrungsmittel - Öle, Zucker, Gemüse - herrscht Hyperinflation. Die Spekulation setzt neue Rekorde. Mehr als eine Milliarde Menschen ist unterernährt oder am Verhungern. Und wenn man es jetzt nicht stoppt, ist das nur der Anfang.

Lyndon LaRouche brachte die Frage auf den Punkt: „Wer frißt uns auf?“ Die Antwort auf diese Frage muß man in den Jahrzehnten des Pseudo-Umweltschutzes und der Globalisierung suchen, in denen das Produktionspotential vorsätzlich zerstört wurde. Gleichzeitig wurde die Kontrolle der Nahrungsmittelkartelle über die Warenströme und die Spekulation gefördert und geschützt, zum Wohle des neuen Britischen Empire, das hinter dieser Politik steht. Das ist die Absicht hinter diesen Praktiken. Der Völkermord ist Absicht, wie Lyndon LaRouche betonte.

Aber selbst jetzt könnte man die Lage noch herumreißen, was die physische Produktion und Maßnahmen zur bestmöglichen Nutzung der knappen Vorräte angeht, durch eine internationale Zusammenarbeit im Geiste der von LaRouche vorgeschlagenen Vier-Mächte-Initiative. Durch die Nordamerikanische Wasser- und Strom-Allianz (NAWAPA) und ähnliche Großprojekte auf allen Kontinenten können große neue Kapazitäten zur Nahrungsmittelproduktion entwickelt werden.

Geschieht dies jedoch nicht, wird der Hunger weiter zunehmen.

Mord durch Umweltschutz und Globalisierung

Die beiden Methoden, mit denen in den letzten Jahren die Nahrungsmittelproduktion sabotiert wurde, sind der Umweltschutz und die Globalisierung.

Diese Politik wurde seit fast einem halben Jahrhundert von einem Netzwerk von Personen und Institutionen umgesetzt, das sein Zentrum in London hat. Eine prominente Rolle unter den Betreibern dieser Subversion spielen speziell gegründete Umweltschutzgruppen wie der Worldwide Fund for Nature (WWF), der 1961 vom britischen Prinzen Philip mitgegründet wurde.

Prinz Philip hat wiederholt eine Entvölkerung der Welt gefordert. 1981 sagte er: „Das Wachstum der Weltbevölkerung ist die wahrscheinlich ernsthafteste langfristige Bedrohung für das Überleben. Uns steht eine große Katastrophe bevor, wenn es nicht eingeschränkt wird - nicht nur für die Natur, sondern auch für die Welt des Menschen. Je mehr Menschen wir sind, desto mehr Ressourven werden wir verbrauchen, desto mehr Umweltverschmutzung erzeugen sie, desto mehr Kämpfe wird es geben. Wir haben keine Option. Wenn das nicht freiwillig eingeschränkt wird, dann wird es unfreiwillig durch eine Zunahme von Krankheiten, Hunger und Krieg geschehen.“ (People, 21.12.1981)

Seine „Londoner Weltanschauung“ hat die Vereinten Nationen infiziert, und sie zeigt sich beispielsweise in den „Millenium-Entwicklungs-Zielen“ (MDG), die im Jahr 2000 von solchen Figuren wie Lord Maloch-Brown, George Soros und anderen propagiert und durchgesetzt wurden. In den MDG ist Entwicklung definiert als „faire“ Nutzung der begrenzten Ressourcen.

Da liegt der Hase im Pfeffer. Da die „natürlichen“ Ressourcen schon immer vom Menschen gemacht wurden und werden - in dem Sinne, daß es die Erfolge des Menschen bei ihrem Verständnis und ihrer Anwendung sind, die Aspekte des Universums in „Ressourcen“ verwandeln -,  bedeutet die Behauptung, die Rohstoffe seien „begrenzt“, daß man die Menschheit zerstört.

Die Propagandamaschine für diese neomalthusianische Sichtweise reicht in alle Massenmedien und damit verbundenen Operationen, von der Karriere Lester Browns über National Geographic bis hin zum Aufstieg und Niedergang Al Gores. Ihr erklärtes Ziel ist, wie Lester Brown in Foreign Policy vom 10.1.2011 schrieb, die Bevölkerungszahl zu senken und die physischen Mittel für unsere künftige Existenz zu beseitigen. Brown bezeichnet das Wachstum der Bevölkerung als einen der „Schuldigen“ für den Anstieg der Nahrungsmittelpreise: „An einem bestimmten Punkt fängt das unermüdliche Wachstum an, sowohl die Fähigkeiten der Landwirte als auch die Grenzen der Ressourcen der Erde zu Lande und zu Wasser zu überschreiten.“ Er bezeichnet es als einen „Schimmer guter Nachrichten“, daß das Bevölkerungswachstum im vergangegen Jahr unter 1,2% gefallen ist, gegenüber 2% 1970. Er fordert eine technologiearme Landwirtschaft und „alternative“ Energien.

LaRouche 2008: Verdoppelt die Nahrungsmittelproduktion!

Als im April 2008 die Preisschocks bei Nahrungsmitteln weltweit Hungeraufstände auslösten, startete Lyndon LaRouche eine Kampagne gegen diesen Völkermord und forderte dazu auf, statt der Menschen „die WTO zu beseitigen“ und die Nahrungsmittelproduktion auf das benötigte Maß zu steigern. Helga Zepp-LaRouche begann eine Mobilisierung für eine weltweite Zusammenarbeit, um den unmittelbaren Bedarf zu decken und die Nahrungsmittelproduktion schnellstmöglich zu verdoppeln.

In jenem Frühjahr kamen von vielen führenden Persönlichkeiten und Regierungen Erklärungen und Strategien, etwa vom Rat für die Zusammenarbeit im Reishandel, dem China und die Staaten des Mekong-Gebietes angehören, und von den eurasischen Giganten China, Rußland und Indien. Zu den Unterstützern der Forderung, die Weltnahrungsmittelproduktion zu verdoppeln, gehörte auch der frühere indische Landwirtschaftsminister Prof. M.S. Swaminathan, der dazu beigetragen hatte, daß das Land 1974 erstmals die Eigenständigkeit in der Nahrungsmittelversorgung erreichte. Im Mai kündigte Japans Premierminister Yasuo Fukuda ein Programm zur Verdopplung der Reisproduktion in Afrika innerhalb von zehn Jahren an. Das wäre eine Steigerung von 15 Mio.t auf 30 Mio.t.

Das wichtigste an all diesen Schritten zusammen war, daß dadurch ein politischer Impuls entstand, der potentiell einen Bruch mit der Politik der Zerstörung durch Umweltschutz und Globalisierung und die Gründung eines neuen Finanzsystems für wirtschaftliche Entwicklung hätte herbeiführen können. Während der Nahrungsmittelkrise von 2008 gewann die Bewegung gegen das Britische Empire an Stärke.

Aber während und nach der „Hochrangigen Konferenz über Nahrungsmittelsicherheit“ der Welternährungs-Organisation FAO im Juni 2008 schlug das Empire mit all seinen Institutionen und Mitteln zurück, um seine Macht zu erhalten. Man gründete eine untätige „Hochrangige UN-Arbeitsgruppe zur Narungsmittelkrise“. FAO-Direktor Jacques Diouf verkündete ihren Auftrag: Ja, die Nahrungsmittelproduktion solle verdoppelt werden - in 50 Jahren! Diese 50-Jahre-Formulierung wurde zum Mantra der Globalisierer.

Typisch für diese pseudowissenschaftliche Doppelzüngigkeit ist ein Artikel aus dem Magazin Science vom Februar 2010 mit dem Titel: „Ernährungssicherheit: Die Herausforderung, [in 50 Jahren] neun Milliarden Menschen zu ernähren“, der von zehn britischen Autoren, u.a. aus dem britischen Wissenschaftsamt, verfaßt wurde. Sie kamen zu dem Schluß: „Jeder Optimismus [neun Milliarden Menschen nachhaltig ernähren zu können] muß gedämpft werden durch die enorme Herausforderung, gleichzeitig die Nahrungsmittelproduktion nachhaltig zu machen, die Treibhausgas-Emissionen zu beschränken und die schwindenden Wasserressourcen zu erhalten und das Millenium-Entwicklungsziel, den Hunger zu beenden, zu erreichen...“

Bill Gates und der Faschismus der Philanthropen

Bill Gates persönlich spielt als angeblich landwirtschaftsfreundlicher „Philanthrop“ eine führende Rolle bei der Durchsetzung der mörderischen Agrarpolitik. Im Mai 2009 veranstaltete Gates in New York ein privates Treffen im Haus des Präsidenten der privaten Rockefeller-University, bei dem es um die „Lösung“ des Problems Überbevölkerung ging und an dem neben etlichen anderen auch Warren Buffett, George Soros, David Rockefeller Jr., Ted Turner und Michael Bloomberg teilnahmen. Die Sunday Times zitierte in ihrem Bericht über dieses vertrauliche Treffen aus einer Rede, die Gates im Februar jenes Jahres gehalten hatte. Darin beschrieb er, wie er die Weltbevölkerung für immer „deckeln“ will. Dabei sprach er von einer Obergrenze von 8,3 Mrd. Menschen, aber wenn man die von ihm vorschlagene Politik nicht aufhält, werden es weit weniger sein.

Gates ist äußerst aktiv bei der Werbung für eine Politik, die die Nahrungsmittelproduktion unterminiert. Seine „Spenden“ und Projekten richten sich gegen großangelegte Infrastrukturprojekte im nationalen Interesse, und verlangen stattdessen die Beteiligung von „Kleinbauern“ an öffentlich-privaten, plantagenartigen Projekten. Vor allem aber unterstützt er Patentrechte für die Kartelle und die Welthandelsorganisation (WTO).

Gates hat neue Zentren aufgebaut, von denen aus er seine politischen Offensiven im Interesse der Londoner Agenda betreibt. 2006 schuf die Bill and Melinda Gates Foundation zusammen mit der Rockefeller Foundation die „Allianz für eine grüne Revolution in AFrika“. 2008 startete die Gates-Stiftung die „Globale Landwirtschafts-Initiative“ beim Chicagoer „Rat für globale Angelegenheiten“, um auf den Kongreß einzuwirken. Im Herbst 2009 veröffentlichte Gates das Buch  Millions Fed: Proven Successes in Agriculture Development („Millionen zu essen gegeben: Nachweisliche Erfolge in der Entwicklung der Landwirtschaft“), um für seine Aktivitäten zu werben.

Im Oktober 2009 hielt Gates in Des Moines/Iowa die Hauptrede für den World Food Prize. Im April 2010 tat er sich mit US-Finanzminister Tim Geithner zusammen, um seine neue Globale Landwirtschafts-Initiative anzukündigen, die von einer Reihe von Staaten zusammen mit der Gates-Stiftung durchgeführt werden soll.

Gates und die Nahrungsmittelkartelle haben ihre Leute in hohen Positionen in der Regierung Obama. Dr. Rajiv Shah, der acht Jahre lang für die Gates-Stiftung arbeitete, wurde im Juni 2009 von Obama zum wissenschaftlichen Chefberater des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) ernannt, und im Oktober 2010 ernannte ihn Obama dann zum Leiter des US-Entwicklungsdienstes (US-AID) im Außenministerium.

Ein mit Monsanto verbundener Wissenschaftler, Dr. Roger Beachey, wurde ebenfalls wissenschaftlicher Berater des USDA. Islam A. Siddiqui, der jetzige Chefunterhändler für Agrarfragen im Amt des US-Handelsdelegierten, wurde von Obama im Juni 2010 ohne Zustimmung des Kongresses während der Parlamentsferien eingesetzt, weil man ihn als Mitarbeiter des Unternehmensverbandes kennt, der Monsanto, DuPont, BASF, Syngenta und andere Großkonzerne des Nahrungsmittelkartells vertritt.

Grafik: Renewable Fuels Association
Abb. 1: Zwischen 1980 und 2009 ist die Äthanolproduktion in den USA für die Herstellung von Biotreibstoffen von 175 Mio. Gallonen auf mehr als 10,5 Mrd. Gallonen geradezu explodiert - auf Kosten der Nahrungsmittelproduktion.

Grafik: FAO

Abb. 2: Der Nahrungsmittel-Preisindex der FAO erreichte im Dezember 2010 einen neuen dramatischen Höchststand.


Grafik: FAO

Abb.3: Das gilt nicht zuletzt auch für die Preise für Weizen und Mais.

Kein Wunder, wenn es so wenige Nahrungsmittel gibt.

Die Nahrungsmittel gibt es gar nicht!

Eine Momentaufnahme der grausamen Realität der Verknappungen zeigt, daß es ein wachsendes Defizit gibt, eine Lücke zwischen dem, was derzeit weltweit an Getreide aller Art jährlich verbraucht wird, und der geringeren Menge Getreide, die erzeugt wird. Für das laufende Erntejahr schätzt man dieses Defizit auf ca. 59 Mio.t.

Insgesamt erwartet man im Erntejahr 2010/2011 eine Weltgetreideernte von 2,182 Mrd.t , gegenüber 2,242 Mrd.t 2008/2009 und 2,231 Mrd.t 2009/2010. Dies sind die Projektionen des USDA in seinem Monatsbericht vom 12. Januar 2011, der den Trend zunehmenden Hungers zeigt, auch wenn man an den Zahlen als solchen zweifeln muß.

Um den gesamten Nahrungsmittelbedarf von derzeit 6,6 Mrd. Menschen zu decken, müßten mindestens 4 Mrd.t Getreide für den direkten Verbrauch in der Ernährung, aber auch indirekt als Viehfutter zur Produktion tierischen Proteins erzeugt werden.

Aber angesichts der niedrigen und sinkenden Produktion schwinden auch die Nahrungsmittelreserven immer schneller:

Das Geschäft mit dem Hunger

Der am 5. Januar veröffentlichte neueste Nahrungsmittel-Preisindex der Welternährungsorganisation FAO erreichte für Dezember 2010 mit 214,7 Punkten eine neue Rekordmarke, noch über der des Juni 2008, als es in 30 Nationen zu blutigen Hungerunruhen gekommen war. Die Preise sind in den letzten sechs Monaten des Jahres 2010 ständig angestiegen, insgesamt um 32%. Unter den 55 verschiedenen Grundnahrungsmitteln, die in dem Index erfaßt sind, stiegen die Preise von Mais, Zucker, pflanzlichen Ölen und Fleisch am stärksten.

Den Daten zufolge lag dieser Preisindex der FAO 2006 etwa bei 120 Punkten. Seit 2007 gab es einen stetigen Anstieg, der im Juni 2008 mit 213,5 Punkten einen Höhepunkt erreichte; danach sanke der Index wieder etwas ab. Aber im laufenden Jahr wurde dieser Anstieg, der damals ein ganzes Jahr dauerte, bereits innerhalb von sechs Monaten überholt, und die Preise steigen weiter an (Abb. 2).

Die Kurse der Mais- und Weizenfutures stiegen gegenüber dem Vorjahr um 50% (Abb. 3). Im Dezember kaufte Mexiko an der Warenhandelsbörse in Chicago Optionen für den Import von 4,2 Mio. t, die im kommenden Herbst geliefert werden sollen.

Verschiedene Nationen ergreifen inzwischen Maßnahmen, um die Inflation der Nahrungsmittelpreise zu dämpfen. Indien hat ein Exportverbot für Reis und Weizen verhängt und weitere Maßnahmen ergriffen. Die Nahrungsmittelpreise steigen derzeit mit zweistelligen Raten, bei Zwiebeln beispielsweise um 33% gegenüber dem Vorjahr. In Indonesien sind die Preise für Paprikaschoten gegenüber dem Vorjahr um 40% angestiegen.

Die Spekulanten verdienen sich goldene Nasen. Das Handesvolumen mit Nahrungsmittelfutures wuchs an der Chicagoer Warenhandelsbörse (CME) 2010 gegenüber 2009 um 23%. Die in London ausgeheckte Politik der Regierung Obama, die Banken mit Mega-Rettungspaketen zu stützen, und ihre Weigerung, etwas gegen die Spekulation zu tun, schickt eine Welle heißen Geldes in die Warenbörsen.

Im Schnitt wurden an der CME im vergangenen Jahr täglich 908.021 landwirtschaftliche Futures- und Optionsgeschäfte abgeschlossen, gegenüber 737.063 im Jahr zuvor. Im November wurde ein Rekord von 1,26 Mio. Verträgen erreicht. Im Dezember ging diese Zahl etwas zurück, aber sie lag immer noch um 36% über dem Handelsvolumen vom Dezember 2009.

Im Dezember appellierte der Amerikanische Verband der Futterlmittelindustrie an den Kongreß, damit dieser wenigstens Obergrenzen für die Positionen der Händler festlegt. Sein Geschäftsführer Joel Newman machte die „Wallstreet-Banken“ verantwortlich für die Preissteigerungen, weil sie riesige Summen in die Nahrungsmittelmärkte stecken und damit diejenigen ruinieren, die tatsächlich mit diesen Nahrungsmitteln arbeiten.

Schließlich sind noch die Megaprofite der Firmen des Nahrungsmittelproduktions- und -handelskartells zu nennen. Cargill meldete im Januar einen Anstieg der Erträge (1,53 Mrd.$) um volle 74% in den sechs Monaten Juni bis November, verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (878 Mio.$). In den 24 Stunden nach Bekanntwerden des USDA-Berichtes über die Nahrungsmittel-Knappheit sprangen die Aktienkurse von Monsanto, DuPont/Pioneer Hi-Bred, ADM und anderen Mitgliedern des imperialen Kartells, das aus dem Hunger Gewinn zieht, kräftig in die Höhe.


Lesen Sie hierzu bitte auch:
Weg mit der WTO! Nahrungsmittelproduktion verdoppeln!
- Neue Solidarität Nr. 24/2008
Menschheit in existentieller Gefahr! Verdoppelt die Agrarproduktion!
- Neue Solidarität Nr. 23/2008
Afrika braucht einen New Deal
- Neue Solidarität Nr. 48/2007
Lösungen für Afrika inmitten der Weltkrise
- Neue Solidarität Nr. 38/2007
Dossier zur weltweiten Nahrungsmittelkrise
- Neue Solidarität online