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Am 5. Juli stellte Conergy, der führende Solarzellenhersteller Deutschlands, Konkursantrag und wurde damit nach Q-Cells und Solon zum dritten großen Pleitefall der Branche. Conergy, einst Europas größter Solarzellenhersteller, verzeichnete bei einem Umsatz von 473,5 Mio.€ einen Betriebsverlust von 83 Mio.€. Der Börsenwert liegt mittlerweile bei nur noch 57 Mio.€, auf dem Höhepunkt des Solar-Überschwangs 2007 waren es mehr als 2,2 Mrd.€ gewesen. Die Nachricht des Konkursantrags ließ die Conergy-Aktie um 70% einbrechen.
Diese Pleiten im Bereich der Solarzellenproduktion unterstreichen nur noch einmal den Fehler und die Dummheit der deutschen Regierungspolitik für den völligen Ausstieg aus der Kernenergie - einer Technik, bei der deutsche Hersteller weltweit keine Konkurrenz zu fürchten hatten - und den Einstieg in die „Erneuerbaren“, wie z.B. Solarzellen, deren Massenproduktion in China und anderen asiatischen Ländern zu beträchtlich niedrigeren Preisen möglich ist.
Aus dem gleichen Grund ist das von den Ökologen gepriesene „grüne Jobwunder“ ein schlechter Witz. Es mag sein, daß „Erneuerbare“ einige Arbeitsplätze schaffen, doch entstehen die nicht in Deutschland. Und die aktuellen finanziellen Probleme von LDK Solar in China zeigen, daß sogar dort die Arbeitsplätze in der Branche nicht sicher sind. Dennoch hat die EU-Kommission in einem verzweifelten Versuch, Arbeitsplätze in der Solarbranche zu retten, die Abgaben auf chinesische Importe erhöht, worauf die Chinesen ein Vorgehen gegen europäische Waren wie Wein aus Frankreich und Italien sowie Autoersatzteile aus Deutschland androhten. China exportiert jährlich Solartechnik im Wert von 21 Mrd.€ in die EU.
Der Boom der Solarenergie beruht ausschließlich auf den gigantischen Subventionen für die Branche. Die deutschen Ausgaben an Fördergeldern für die Solarbranche werden sich bis zum Jahr 2020 auf insgesamt 135 Mrd. € belaufen. Strom aus Anlagen, die 2005 gebaut wurden, wird 20 Jahre lang zu einem Kilowattstunden-Preis von 50,23 Cent abgenommen - fünfmal soviel wie der Marktpreis. Die Versorgungswirtschaft muß diese „erneuerbare“ Energie zu diesem Preis kaufen und an den Endverbraucher verteilen, der dann die Zeche bezahlen muß. Solarenergie ist nicht nur teuer, sondern auch höchst ineffizient, sie könnte ohne die staatlichen Subventionen nicht überleben.
Offenbar wird dies auch manchen Beobachtern in China langsam klar, wie ein Kommentar in China Daily European Weekly vom 21. Juni zeigt. Darin schreibt Claudio Celani: „In Italien hat der Anteil der Solarenergie an der nationalen Energieversorgung mit fast 10% seinen Sättigungsgrad erreicht. Es stellt sich die Frage, ob das die 6,7 Mrd.€ an Fördergeldern wert war. Experten fragen, ob es nicht klüger gewesen wäre, das Geld z.B. in U-Bahnen zu investieren, was eine viel stärkere CO2-Reduktion bedeutet hätte als die Solarenergie. Jüngste Studien von Energieverbänden zeigen, daß Italiens Zukunft in der Kernenergie liegt, wenn minimale Wachstumsziele erreicht und die Arbeitslosigkeit verringert werden sollen...
Früher oder später müssen wieder rationalere Kriterien für Energieplanungen eingeführt werden, wie z.B. die Energieflußdichte in der Konzeption des US-Ökonomen Lyndon H. LaRouche als Dreh- und Angelpunkt einer modernen Volkswirtschaft. China muß bereit sein für diesen Moment.“
Und nicht nur China, sondern auch Deutschland.
eir