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Neue Solidarität
Nr. 29, 17. Juli 2013

Roosevelts „Vier Freiheiten“ verwirklichen

Von Dr. M.S. Swaminathan aus Indien wurde die folgende Grußbotschaft übermittelt, die von Marcia Merry Baker mit einigen einführenden Erläuterungen verlesen wurde.

Marcia Merry Baker: Wir freuen uns über eine Grußbotschaft, die für diese Konferenz aus Indien eingegangen ist. Sie kommt von Prof. M.S. Swaminathan. Er ist in Chennai bei der Swaminathan Foundation, aber bevor ich sie verlese, will ich ihn kurz vorstellen.

Er ist ein weltweit bekannter Weizengenetiker, und er hat mit anderen Wissenschaftlern, insbesondere Dr. Norman Borlaug, dem amerikanischen Agrarwissenschaftler, der in Mexiko tätig war, zusammengearbeitet und gilt als Vater der „Grünen Revolution“. Vor genau 50 Jahren wurde Dr. Norman Borlaug in Indien von Dr. Swaminathan, der damals noch ein junger Mann, aber schon Leiter der Weizenforschung in Indien war, sowie von vielen anderen Mitgliedern seines Teams begrüßt. Schon 1974 war Indien dann Selbstversorger mit Getreide, nachdem es unter dem Britischen Empire immer wieder - einige hundert - Hungersnöte gegeben hatte.

Dr. Swaminathan erwähnt gern, daß er 1925 geboren wurde, und daß er in der Endphase des Empires erwachsen geworden ist. Und was ihn damals sehr geprägt hat, war die schreckliche Hungersnot in Bengalen, 1942-43, also vor etwa 70 Jahren, in der rund drei Millionen Menschen starben. Er widmete sich der Landwirtschaft und manchmal sagt man in Indien, daß Mahatma Gandhi Indien die Freiheit gab, während Swaminathan Indien zu essen gegeben hat. Er hat uns folgendes zu sagen: