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In seinem Internetforum vom 5. Juli erläuterte Lyndon LaRouche, worauf es in der Wirtschaft tatsächlich ankommt.
Im Rahmen seines Internetforums vom 5. Juli durchbrach Lyndon LaRouche das ansonsten allgemein verbreitete Geschwätz über Geld und Kredit, indem er zu dem Prinzip zurückkehrte, das einst von Alexander Hamilton, dem ersten Finanzminister der Vereinigten Staaten, definiert wurde und auf dem das Amerikanische System der Ökonomie und das System der Verfassung der Vereinigten Staaten beruht. Versteht man dieses Prinzip, so wird klar, warum es dringend notwendig ist, die Notmaßnahmen zu ergreifen, die Lyndon LaRouche und seine Bewegung vorgeschlagen haben: die Wiedereinführung des ursprünglichen Glass-Steagall-Gesetzes, wie es unter Präsident Franklin Roosevelt eingeführt worden war, die Schaffung eines nationalen Kreditsystems und den Bau großer Infrastrukturprojekte wie die Nordamerikanische Wasser- und Stromallianz (NAWAPA) und die Projekte des Programms für ein Wirtschaftswunder für Südeuropa, Afrika und den Nahen Osten. Es folgt LaRouches Antwort auf eine Frage nach der Notwendigkeit eines Kreditsystems:
Lyndon LaRouche: Nun, zuerst einmal ist alles, wenn man es richtig betrachtet, viel einfacher als es meist dargestellt wird. Das ist ein ziemlich wichtiger Punkt hier.
Zuerst also zum Kredit. Man darf Kredit nicht mystifizieren.
Nehmen wir den Fall des amerikanischen Landwirts, der unter der Politik unseres Begründers und Entdeckers [Alexander Hamilton] arbeitet. Das beginnt mit einem Prozeß, nämlich der Landwirtschaft, dem Anbau von Nahrungsmitteln. Denn das erste, was wir Menschen tun müssen, ist Nahrung anbauen, wenn wir nicht unsere Nachbarn verspeisen wollen.
Was geschieht nun beim Anbau von Nahrungsmitteln? Was tut ein Landwirt, sagen wir im 18. Jahrhundert? Nun, er pflanzt an. Er entwickelt die Mittel, um Nahrungsmittel anbauen zu können; auf Grundlage dessen, was sich mit dem Ackerland anfangen läßt. Dazu kommen Utensilien usw., die bei der Landbewirtschaftung dienlich sind. Damit geht es los.
Beim Anbau von Nahrungsmitteln gibt es eine Zeit für die Aussaat am Beginn der Saison. Man kultiviert die Aussaat usw., und schließlich wird geerntet. Das alles findet in einer sich entwickelnden Gesellschaft statt. Warum entwickelt sie sich? Nun, weil sie Dinge hervorbringt, die den Erzeugern der Nahrungsmittel dienlich sind: Geräte, Maschinen und andere Dinge, die es dem Landwirt ermöglichen, seine Produktivität zu steigern.
Wenn ich nun die Produktivität noch etwas weiter steigern will, dann muß ich zu meinem Nachbarn gehen und einen Handel abschließen, wobei ich Dinge produzieren werde, die für die Landwirte nützlich sind, für die ganze Gemeinschaft derer, die Nahrungsmittel erzeugen; auch für die Forstwirtschaft; das ganze Paket. Dann kommt die Erntezeit heran, sagen wir mal Oktober, ein typischer Fall. Was tut man jetzt? Man bringt die Nahrungsmittel zum Markt. Also man verkauft die Nahrungsmittel auf dem Markt. Ganz einfach.
Und was passiert dann? Welchen Preis bezahlt man? Ah! Nun, derjenige, der Utensilien herstellt und ähnliches für die Produktion tut, außerhalb der Landwirtschaft als solcher, wird für die produzierten Nahrungsmittel zahlen. Nicht nur für den Landwirt selbst, sondern auch für denjenigen, der die landwirtschaftlichen Produkte verarbeitet und den Landwirt mit notwendigen Gütern versorgt.
Die inhärente Charakteristik einer nicht-oligarchischen Gesellschaft ist daher, daß jeder zu jedem Berufszweig beiträgt, als notwendigem Teil des Ganzen, und damit auch die Zahl der Berufszweige erhöht! Als Resultat wird Nahrung produziert - das ist ein Wert; aber dieser Wert wird auch benutzt, um Maschinen u.ä. herzustellen, die die Produktivität der Gesellschaft erhöhen.
Es ist also nicht die Frage, ob man dies, das oder jenes tut, sondern es geht um die Gesamtanstrengung der Menschheit, die Produktivität des Lebens, des menschlichen Lebens und anderer Formen von Leben zu erhalten und zu erhöhen. Das bedeutet, daß das, wofür man bezahlt wird, diese Interaktion als Produkt mit beinhaltet.
Es ist also überhaupt nicht mystisch. Man braucht niemanden, der mit einem Stock herumgeht und Leute anschreit: „So und so ist der Preis!“ Es entsteht ein natürlicher Preis. Und der Gründer unseres Systems beschreibt es genau so als System.
Was wir also tun müssen - was brauchen wir nicht? Was bezahlen wir, das wir in der Gesellschaft nicht brauchen? Etwas, das wir eliminieren könnten und uns dadurch weniger Kosten entstünden? Die Wall Street zum Beispiel. Schaltet die Wall Street aus! Ein Bankensystem, das die Wall Street nicht eliminiert, sollte selbst auf natürliche Weise eliminiert werden, denn es ist das Geld nicht wert.
Die Wall Street muß ausgeschaltet werden, und zwar jetzt. Wenn wir die Vereinigten Staaten noch retten wollen, dann muß als erstes die Wall Street weg. Einfach eliminieren! Die produzieren absolut nichts, um Menschen zu ernähren - im Gegenteil: das sind die reinsten Blutsauger. Wir brauchen kein solches Bankwesen. Wir brauchten es noch nie! Und wir werden dafür nicht zahlen!
Unsere Politik wird folgende Grundlage haben: Es gibt Komponenten der Produktivität, die uns als Menschen, als Gesellschaft bekannt sind. Wir wissen, daß sie interagieren und ineinander verflochten sind. Wir wollen diese verflochtenen Prozesse verbessern und vermehren. Das ist unser System, das System Alexander Hamiltons.
Erinnern wir uns: Als unsere Verfassung umgesetzt wurde und man versuchte, aus dieser Verfassung ein System zu machen, hat man das genau so gemacht. Die entsprechenden Papiere gibt es noch. Die Rezepte gibt es alle noch. Das ist gar nichts Geheimnisvolles. Alexander Hamilton hat die ganze Sache genau verstanden. Er hat das entwickelt und so funktioniert es.
Das Problem war, daß die Europäer zum größten Teil fest in oligarchischen Systemen steckten. Und diese oligarchischen Systeme, die ihrer Natur nach räuberisch, instinktiv räuberisch sind, schufen in den USA eine Lage, und auch vorher schon in beiden Amerikas, wo wir uns einem europäischen System gegenüber sahen, das durch und durch schlecht war - verschwenderisch, überteuert usw. Wir konnten alles billiger machen.
Unsere Produktion während des Bürgerkrieges zum Beispiel, das Wachstum der Landwirtschaft und anderer Bereiche während des Bürgerkrieges, war einer der größten und schnellsten Anstiege der Produktivität in den Vereinigten Staaten, den die Welt je gesehen hatte. Und wir haben das mehrere Male geschafft. Unter Roosevelt zum Beispiel; seine Vorgehensweise war ganz ähnlich. Es lief nicht exakt so, wie ich es hier dargestellt habe, aber die meisten, die daran beteiligt waren, wie Henry Wallace, haben ganz genau verstanden, wie das geht.
Die Einkommensquelle des Menschen liegt in der Produktion von Dingen, die ihn produktiver machen. Das ist ein ganz einfaches Konzept, das den Europäern meist fehlt. Die Europäer wurden von Fortschritten in dieser Richtung in verschiedenen Teilen der Welt beeinflußt. Aber wir in den USA waren einzigartig, was das anging. Bevor die Massachusetts Bay Colony von den Holländern zerstört wurde, gab es dort auch etwas ganz ähnliches.
Es ist nach Europa herüber geschwappt, wo ganze Teile Europas von amerikanischen Quellen beeinflußt wurden, wo ähnliche Dinge innerhalb Europas entwickelt wurden.
Das ist also unser System. Es ist das amerikanische System, während europäische und andere Kulturen versuchen, mehr oder weniger dasselbe zu erreichen.
Das Problem sind die britischen Interessen. Alle möglichen Leute in den Vereinigten Staaten haben versucht, das zu zerstören und das Problem ist, daß unsere Leute gehirngewaschen wurden - sie glauben an das, was man ihnen eingetrichtert hat, und deswegen begreifen sie nicht, wie elementar dieses Prinzip ist. Wenigstens auf dieser Ebene. Dasselbe gilt auf einer höheren Ebene, ohne jetzt auf die Entwicklung dieser höheren Ebenen einzugehen. So sieht es aus.
Wenn wir verstehen, was Alexander Hamilton getan hat, damit die Wirtschaft der USA überhaupt funktionieren konnte; wenn wir die simple Einsicht erlangen, daß das nichts damit zu tun hat, wie man mit Geld umgeht; wenn man versucht, die natürliche Art und Weise des Umgangs mit Geld herauszufinden, dann findet man genau das in Alexander Hamiltons Schriften. Dort steht alles drin.
Es war natürlich in dem Sinne, daß die Produktionsverhältnisse, die Zusammenhänge von Produktion und Fortschritt es so vorschreiben. Genauso, und nur so, wird das gemacht.
Das Problem jedoch ist, daß wir es mit einem Europa zu tun haben, das seit der Zeit des Römischen Reichs insbesondere, durch das Britische Empire beherrscht wird, oder das anglo-holländische Imperium - es gibt eigentlich gar kein britisches Empire, sondern ein anglo-holländisches. Die verdammten Holländer sind im 17. Jh. dort einmarschiert und haben diesen Prozeß in Gang gesetzt. Frankreich wurde dadurch in Kriegen zerstört und auch andere Teile von Europa wurden zerstört. Dieses imperiale System, das auf dem römischen Reich und ähnlichen Formationen vorher aufbaut, ist zur bestimmenden Kraft in Europa geworden.
Darum geht es. Es gibt kein Problem mit der Wirtschaft - außer, daß die meisten Menschen keine Ahnung haben, daß es sie wirklich gibt.