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Das Magazin National Geographic, ein „populärwissenschaftliches“ Sprachrohr der oligarchischen Netzwerke im Umfeld der Organisation „The Nature Conservancy“, betreibt schon seit den 1990er Jahren eine intensive Kampagne gegen die Entwicklung der Nationen und insbesondere ihrer Wasservorkommen. Am 5. Januar veröffentlichte es einen Artikel, in dem das Denken hinter solchen Großprojekten wie NAWAPA angegriffen wird, während in einem anderen Artikel der im November in Kraft gesetzte neue „Plan“ für das Einzugsgebiet der Flüsse Murray und Darling in Australien gerühmt wird, der vorschreibt, daß der „ökologische Fluß“ des Wassers Vorrang habe vor der Produktion von Nahrungsmitteln für Millionen Menschen - ein neuerliches Verbrechen im Namen des Umweltschutzes.
Am 6. Januar posteten Michael Kirsch, der Schriftleiter des Berichtes NAWAPA-21 im Basement-Wissenschaftsteam des LaRouche-Aktionskomitees, und seine für Australien zuständige Kollegin Joanne McAndrews Kommentare zu diesen Aufsätzen auf der Blogseite von National Geographic.
Sie reagierten damit auf einen Beitrag von Brian Richter, einem führenden Vertreter der Organisation „The Nature Conservancy“ zu seinem Artikel, in dem er sich ausdrücklich dagegen ausspricht, Wasser von einem Flußbecken in ein anderes Einzugsgebiet überzuleiten, Meerwasser zu entsalzen oder andere Verbesserungen der Wasserversorgung vorzunehmen, wobei er namentlich NAWAPA verurteilte.
Richter rühmt in seinem Artikel „Ein Weihnachtsgeschenk für den Colorado River“ einen neuen Bericht des „Büros für Urbarmachung“, weil es darin seine ursprüngliche Mission, neue Wasservorkommen für den Westen der USA zu erschließen, aufgibt und statt dessen 150 Vorschläge macht, wie man mit dem Problem der akuten Wasserknappheit im Becken des Colorado umgehen könne - vor allem, indem man den Wasserverbrauch einschränkt.
Richter macht sich darin lustig über den Vorschlag, über eine Pipeline Wasser aus dem Missouri in den Colorado zu lenken, und verurteilt in diesem Zusammenhang NAWAPA: „Bei vielen löste der Vorschlag Erinnerungen an die Nordamerikanische Wasser- und Strom-Allianz aus, auch ,NAWAPA’ genannt. Das Projekt - das in den 1950er Jahren vom Pionierkorps der Armee ausgedacht wurde - sah vor, Wasser aus den Flüssen Alaskas zu entnehmen und dieses Wasser durch Kanada in ein komplexes Wasserleitungs- und speichersystem, das 369 einzelne Bauprojekte umfaßte, nach Süden zu leiten.“ Richter sagt, die Befürworter argumentierten, „das Projekt würde die Menge des Trinkwassers, das in 48 Bundesstaaten zur Verfügung steht, verdoppeln ,und so das Problem der Wasserknappheit im Westen der USA beheben.’ Zum Glück starb NAWAPA in den Bücherregalen.“
Später zetert er in seinem Artikel gegen die Idee der „Entscheidungsfindung von oben“, die sich in NAWAPA ausdrücke. Er schreibt: „Es ist noch nicht lange her, etwa auf dem Höhepunkt von NAWAPA, aber auch noch bis Ende des vorigen Jahrhunderts, daß große Entscheidungen über Wasser in den Büros von Technokraten und hinter verschlossenen Türen von Politikern getroffen wurden.“ Aber das sei nun nicht mehr der Fall.
In seiner Replik hierzu schreibt Kirsch: „Hätte man 2011 ein angemessenes System zur Speicherung oder Umleitung des Hochwassers von Missouri und Mississippi gehabt, wäre die Dürre von 2012 in den Präriestaaten und im Südwesten nicht so schwerwiegend gewesen. Man hätte das Wasser speichern oder dazu nutzen können, die Ogallala-Grundwasserschicht wieder aufzufüllen, statt daß es Farmland oder Städte entlang der Flüsse zerstörte.“
Kirsch verweist auf das Video über NAWAPA-21, das auf der Internetseite des LaRouche-Aktionskomitees zu finden ist, und betont: „NAWAPA starb nicht in den Bücherregalen; es wurde nicht gebaut, weil zwei führende Politiker der USA - JFK und RFK [John F. Kennedy und Robert Kennedy] ermordet wurden. Die wahre Geschichte von NAWAPA finden Sie in dem Dokumentar-Video NAWAPA 1964.“
Schon am 28. Dezember hatte Sandra Postel - die Redakteurin des National-Geographic-Blogs über Wasser-Vorkommen, die schon sehr lange im Interesse des Empires Maßnahmen zur Erschließung von Wasservorkommen bekämpft -, einen Artikel veröffentlicht, in dem sie die neuen Mechanismen zur Einschränkung des Wasserverbrauchs der Landwirtschaft in der wichtigsten Agrarregion Australiens, dem Becken der Flüsse Murray und Darling, anpreist. Unter der Überschrift „Ein bahnbrechendes Abkommen zur Rettung des notleidenden Murray-Flusses“ lobt Postel den am 29. November 2012 publizierten Plan für das Murray-Darling-Flußbecken als Weg, die „übermäßig genutzten“ Flüsse vor der Nutzung zur Nahrungsmittelproduktion zu bewahren und so das „Leiden“ des Flusses zu verringern.
Wie der New Citizen schon in seiner Ausgabe für März/April 2011 aufgezeigt hatte, enthält „das Murray-Darling-Becken 40% der australischen Farmen und 75% der bewässerten Flächen, und es produziert 30% aller Nahrungsmittel Australiens und außerdem für etwa 50-60 Millionen weitere Menschen. Wenn man viele Menschen in Australien und weltweit töten will, muß man bloß das Becken stillegen.“
Genau das ist die Absicht. Der Artikel „Umweltschutz - der neue Name für den britischen Völkermord“ in jener Ausgabe des New Citizen enthält u.a. eine Karte der bis 2019 vorgeschlagenen Senkung des Wasserverbrauchs für 21 Teilbereiche des Murray-Darling-Beckens, und berichtet über die Geschichte der weltweiten Nature-Conservancy-Operation, deren britische Muttergesellschaft schon 1949 gegründet wurde.
eir