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Neue Solidarität
Nr. 13, 26. März 2014

40 Jahre Neue Solidarität: eine Institution

Von Helga Zepp-LaRouche

Wenn eine Wochenzeitung ihr 40. Jubiläum feiern kann,1 dann ist sie eine Institution. Vier Jahrzehnte, das umfaßt den größeren Teil des Zeitraums, während dessen sich der Paradigmenwandel vollzog, der zu der gegenwärtigen zivilisatorischen Krise beigetragen hat. Die Neue Solidarität war eine wachsame Beobachterin, die oftmals diese Veränderungen aufspürte, lange bevor sie anderen Medien oder Zeitgenossen auffiel - wie z.B. der sukzessive Wandel von einer produktiven, an wissenschaftlichem und technischem Fortschritt orientierten Gesellschaft, wie sie für die Jahre des Wiederaufbaus charakteristisch war, hin zu Spekulation, Monetarismus oder dem grünen Kult. Unbeirrbar blieb die Neue Solidarität dem Prinzip der Wahrheitsfindung verpflichtet, gleich, ob es sich um historische Prozesse in der Gegenwart handelte, oder um die Veranschaulichung universeller Prinzipien in den Naturwissenschaften oder der klassischen Kunst.

Mit anderen Worten: Die Autoren dieser Zeitung bemühten sich stets, die realen Prozesse darzustellen, die sich jenseits der unterschiedlichen Perzeptionen der scheinbaren Sinnesgewißheit verbargen. Diese journalistische Verpflichtung dem Leser gegenüber und dessen Menschenrecht auf Wahrheit, repräsentierte das genaue Gegenteil der Herangehensweise der Mainstream-Medien, bei denen seit langer Zeit die Berichterstattung mehrheitlich den Charakter von PR-Kampagnen angenommen hat, deren Zweck die gezielte Manipulation der Axiome des Lesers darstellt.

Genau diesem prinzipiellen Unterschied ist es zu danken, daß viele Leser der Neuen Solidarität der Redaktion immer wieder bestätigen, daß sie ein ganz anderes Niveau der Einsicht in Politik, Wirtschaft und Kultur erlangt haben, seitdem sie Abonnenten dieser Zeitung sind. Auf den Punkt gebracht, könnte man sagen, daß es in Deutschland zwei Gattungen Mensch gibt - die klugen Köpfe, die die Neue Solidarität lesen, und die Ahnungslosen, die ihre Meinungen von den tonangebenden Massenmedien fabrizieren lassen.

Der vielleicht wichtigste Unterschied aber, der die Neue Solidarität auszeichnet, ist das unveränderlich optimistische Menschenbild der Grundphilosophie dieser Zeitung, die davon ausgeht, daß der Mensch das einzige Lebewesen ist, das sich eine Vision von der Zukunft machen und dann durch beherztes Eingreifen in die Geschichte diese auch verwirklichen kann.

Um nur ein Beispiel zu nennen: Vor rund 23 Jahren schlugen die Autoren dieser Zeitung als Antwort auf den Fall der Mauer vor, Europa und Asien durch den Ausbau einer „Neuen Seidenstraße“ zu verbinden, und heute ist das die hoffnungsvolle Perspektive, die vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping für Zentralasien und darüber hinaus auf die Tagesordnung gesetzt worden ist.

Aufgrund der gleichen optimistischen Grundeinstellung steht stets der Grundgedanke „Nun kommt die Schillerzeit“ auf der Titelseite. Je dunkler der Zeitgeist der Gegenwart, um so dringender ist es, ein Ideal aufzustellen, an dem sich der geknechtete Geist wieder aufrichten kann. Mit diesem unerschütterlichen Kulturoptimismus wird die Neue Solidarität auch in den nächsten Jahrzehnten dazu beitragen, Berge zu versetzen.


Anmerkung

1. Die erste Ausgabe der Neuen Solidarität erschien am 30. März 1974.