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Neue Solidarität
Nr. 41, 7. Oktober 2015

Xi zitiert Lincoln: „Die beste Methode, die Zukunft vorherzusagen, ist es, sie selbst zu schaffen“

Beim Staatsbankett im Weißen Haus am 25. September lobte der chinesische Präsident Xi Jinping in seiner Ansprache die „außerordentlichen Errungenschaften“ der chinesisch-amerikanischen Beziehungen der letzten 30 Jahre; er sei überzeugt, daß diese in Zukunft „noch glänzender“ sein werden. Und Xi bezog sich auf einen großen Amerikaner - offensichtlich in dem Wunsch, daß Obama diesem nacheifern sollte: „Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: ,Nur wer handelt, kann seine Wünsche verwirklichen. Nur wer vorwärts strebt, wird sein Ziel erreichen.’ Präsident Abraham Lincoln hat einmal gesagt: ,Die beste Methode, die Zukunft vorherzusagen, ist es, sie selbst zu schaffen.’“

Zuvor hatte Obama in der gemeinsamen Pressekonferenz der beiden Präsidenten im Rosengarten des Weißen Hauses die Zusammenarbeit beider Länder bei der Terrorismusbekämpfung, dem Iran-Abkommen und einigen anderen Bereichen angesprochen, aber auch China Vorhaltungen gemacht, u.a. wegen Cyberspionage in den USA („Das muß aufhören!“, so Obama), Währungsmanipulation, Urheberrechtsverletzungen und Menschenrechtsfragen in Bezug auf Christen, Tibeter, Rechtsanwälte, NGOs etc. pp.

Aber Xi ließ sich nicht beeindrucken. Er forderte von den USA eine Mitwirkung an friedlicher Entwicklung und einem „neuen Modell der Beziehungen zwischen den großen Nationen, ohne Konflikte, ohne Konfrontation, mit gegenseitiger Achtung und Win-win-Kooperation“.

Xi verlas auch eine schriftliche Antwort auf eine Frage der Zeitung People’s Daily, ob China vorhabe, „die Führungsstellung der USA auf der Welt herauszufordern“. Darin hieß es: „Der Kalte Krieg ist längst vorüber. Die Welt von heute ist in eine Ära wirtschaftlicher Globalisierung eingetreten, wo Länder gegenseitig voneinander abhängen. Die Menschen sollten mit der Zeit gehen und die alten Vorstellungen vom Nullsummenspiel - ,Wenn ihr verliert, gewinne ich’ - aufgeben und ein neues Konzept für friedliche Entwicklung und einvernehmliche Zusammenarbeit etablieren... Wenn China sich gut entwickelt, werden die ganze Welt und die Vereinigten Staaten davon profitieren. Wenn die USA sich gut entwickeln, werden auch die ganze Welt und China davon profitieren.“

China wolle mit allen Ländern gemeinsam dafür arbeiten, „die Früchte des Sieges im Zweiten Weltkrieg und das existierende internationale System standhaft zu verteidigen und gleichzeitig dafür sorgen, daß sie sich in eine gerechtere und fairere Richtung entwickeln“.

Die Seidenstraßeninitiative und die AIIB sollen „die gegenseitige, vorteilhafte Zusammenarbeit mit anderen Ländern ausweiten und gemeinsame Entwicklung realisieren. Diese Initiativen sind offen, transparent, inklusiv. Sie stimmen mit den Interessen der USA und anderer Länder überein. Und wir würden es begrüßen, wenn die USA und andere Parteien sich aktiv daran beteiligen.“

eir