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Neue Solidarität
Nr. 3, 20. Januar 2016

Wirtschafts-Nachrichten

Nicht China, sondern die Wall Street und London sind das Problem

Eine Öffentlichkeit, der man erfolgreich die Vorstellung von der menschengemachten Klimakatastrophe eintrichtern kann, wird auch glauben, daß China schuld am weltweiten Finanzkollaps ist. Das scheint die Ansicht der etablierten westlichen Medien zu sein, die behaupten, der Börseneinbruch zum Jahresbeginn sei durch eine Abschwächung der chinesischen Wirtschaft verursacht worden.

Die Wirtschaftszahlen sagen etwas anderes. Was wäre mehr Grund zur Besorgnis: wenn das Wachstum der größten Volkswirtschaft der Welt 33% niedriger ist als erwartet oder wenn das Wachstum der zweitgrößten 1,5% niedriger ist? Das erste sind die USA, die nur um 2% statt 3% wuchsen, das andere ist China, mit einem Wachstum von 6,9 statt 7% 2015.

Die Antwort ist offensichtlich. Trotzdem gibt der IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld, der diesen Posten seit September innehat und auch in Präsident Obamas Wirtschaftsbeirat der wichtigste Makroökonom ist, China die Schuld und behauptet, die weltweiten Folgen der Abschwächung Chinas seien „viel größer, als wir vorausgesehen hatten“.

Ernsthafte Analysten wissen es besser. Der Chefanalyst der Bremer Landesbank, Folker Hellmeyer, der für eine oft kritische Haltung zur Mainstream-Linie bekannt ist, sagte dazu, die schlechte Beurteilung des chinesischen Marktes basiere auf Zahlen des britischen Forschungsinstituts Markit. Die weitaus besseren Zahlen aus China selbst würden ignoriert.

Hellmeyer verweist auf folgende positive Entwicklungen:

Das für 2016 prognostizierte BIP-Wachstum von 6,5% stehe real für eine weit höhere Nachfrage als die 10% vor einigen Jahren, so Hellmeyer. Es gebe also keinen Grund zur Panik wegen China. „Ganz im Gegenteil ist die Chance positiver Überraschungen mit der im zweiten Halbjahr beginnenden Umsetzung des Projekts Seidenstraße ausgeprägt.“

Dem ist noch hinzuzufügen, daß Chinas Anteil an den Hochtechnologieexporten Asiens von 9,4% im Jahr 2000 auf 43,7% im Jahr 2014 gestiegen ist. Damit steht China an erster Stelle, weit vor Japan (das von 25,5% auf 7,7% zurückfiel). Die Zahlen sind dem Bericht der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) über asiatische Wirtschaftsintegration für 2015 entnommen.

Aus diesem Bericht geht weiter hervor, daß die größte Nachfrage in Asien in diesem Bereich Schnellbahnen, Kernkraft und Satelliten betrifft. In Thailand wird weithin das GPS-Navigationssystem Beidou verwendet. In Malaysia nahmen Chinas Exporte von Luft- und Raumfahrtausrüstung zu. In Indonesien erhielt China den Zuschlag für den Bau der ersten Hochgeschwindigkeitsbahn des Landes, weshalb People’s Daily in Beijing schrieb: „Chinas Technik erreicht das Land.“

* * *

Jemen: Neuer Club für Koordinierung mit BRICS und der Neuen Seidenstraße gegründet

Am 31. Dezember wurde in Jemens Hauptstadt Sanaa am Sitz des Industrie- und Handelsministeriums ein „Jemenitischer Club für Koordination mit den BRICS“ gegründet. Die Initiative ging von Fouad Al-Ghaffari aus, einem jungen früheren Mitarbeiter des Menschenrechtsministeriums, heute Vorsitzender der NGO Gedar Human Rights. Al-Ghaffari entschied sich trotz des anglo-saudisch-amerikanischen Bombenkriegs gegen sein Land, den Club zu gründen, nachdem er im November die Pressekonferenz der Präsidentin des Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche in Washington besucht hatte, wo der EIR-Sonderbericht Die Neue Seidenstraße wird zur Weltlandbrücke vorgestellt wurde.

Nachdem Saudi-Arabien mit Rückendeckung Londons und der USA die barbarischen Terrorbombardements gegen Jemen begann, erkannte Al-Ghaffari, daß die UNO und andere Menschenrechtsorganisationen völlig in der Hand derselben imperialen Interessen waren. Sie taten nichts, um die Aggression gegen Jemen zu beenden oder auch nur zu verurteilen, obwohl es eines der ärmsten arabischen Länder ist und niemanden bedrohte. Dies stärkte seine Entschlossenheit, zum Aufbau einer neuen politischen und wirtschaftlichen Weltordnung beizutragen, und er mobilisierte Kräfte in Jemen für einen Anschluß an die neue Weltordnung der BRICS mit souveränen Nationen und realwirtschaftlicher Entwicklung. Seine Initiative erhielt dann durch das entschiedene Eingreifen von Putins Rußland in Syrien ab Ende September weiteren Auftrieb.

Schon bald nach der Ankündigung seiner Initiative in den sozialen Medien erhielte Al-Ghaffari viele Anfragen nach Mitgliedschaft in dem Club, u.a. von jungen Ökonomen, Aktivisten, ehemaligen Regierungsmitarbeitern und Unternehmern. Der Club stützt sich auf eine patriotische, unabhängige Bewegung, die an keine Partei gebunden ist, aber gegen die anglo-saudische Aggression ist und sich für Unabhängigkeit und Souveränität Jemens stark macht.

Die Idee zieht rasch weitere Kreise dank ihres innovativen Programms: