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Neue Solidarität
Nr. 12-13, 23. März 2017

Chinesische Städte setzen auf Magnetbahnen für den Nahverkehr

China setzt auf neue Nahverkehrssysteme mit Magnetschwebetechnik. Seit Mai 2016 läuft ein erfolgreiches Pilotprojekt in Changsha, eine 19 km lange Strecke von der Innenstadt zum Flughafen, die mit 70 km/h befahren wird. Jetzt sind ähnliche Strecken in anderen Städten mit Gesamtinvestitionen von 60 Mrd. Yuan (8 Mrd. €) geplant.

Einer der großen Vorteile der Magnetbahn in Changsha ist der gegenüber herkömmlichen Bahnen niedrigere Geräuschpegel, da keine Räder Fahrgeräusche an Schienen verursachen. Deshalb stößt die Magnetbahn auf mehr Zustimmung bei Anwohnern, außerdem sind Passagiere nicht gezwungen, laut zu reden. Die Magnetbahn ist auch viel billiger als eine herkömmliche U-Bahn: 1 km U-Bahn kostet wegen der aufwendigen Bauarbeiten 500-800 Mio. Yuan, 1 km Magnetbahn nur 200-300 Mio. Zudem benötigen die Schienen weniger Platz.

Angesichts dieser Vorteile wächst das Interesse an Nahverkehrs-Magnetbahnen in China rasch, wie die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei am 8. März berichtete. Die China Railway Group, die früher dem Eisenbahnministerium unterstand, baut derzeit in einem Beijinger Stadtteil für 12 Mrd. Yuan ein 20 km langes Netz, das in diesem Jahr den Betrieb aufnimmt. Letzten Oktober hat der Konzern China Railway Construction ein eigenes Tochterunternehmen für Magnetbahnen gegründet. Dieses plant jetzt in Qingyuan in der Provinz Guangdong ein 30 km langes Streckennetz für 10 Mrd. Yuan, das Ende 2018 den Betrieb aufnehmen wird. Ähnliche Pläne gibt es für Urumqi in der Autonomen Uigurenprovinz Xinjiang sowie zur Verbindung der Städte Deyang und Chengdu in der Provinz Sichuan. Chengdu ist der Ausgangspunkt für die meisten Fernverbindungen im Frachtverkehr von China nach Rußland und Europa.

Eine vergleichbare Magnetbahn verkehrt seit Februar 2016 in Südkorea am Flughafen Incheon bei Seoul. Es handelt sich um ein eigenständig entwickeltes koreanisches Modell, das bald auch anderen Ländern zum Kauf angeboten werden soll, um den Verkehr in Ballungsräumen zu entlasten.

eir